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Paraffinbad

Ein Paraffinbad ist ein Bad mit Paraffin-Zusätzen, das der Haut, den Gelenken und den Muskeln gut tun soll. Die Haut soll durch das Paraffinbad besonders geschmeidig und weich werden. Paraffinbäder können sowohl bei Kosmetikern und Ergotherapeuten in Anspruch genommen, als auch selbst durchgeführt werden. Letzteres ist vor allem für Menschen interessant, die häufiger solche Bäder nutzen möchten – dann spart man nämlich langfristig im Vergleich zur Behandlung in einer Praxis eine Menge Geld.

Wann hilft ein Paraffinbad? 

Das Paraffinbad wird bereits seit Jahrzehnten sowohl in der Kosmetik, als auch in der Medizin eingesetzt. Kosmetiker setzen auf das Bad, um spröde oder rissige Haut wieder geschmeidig, glatt und elastisch zu machen. Die Bäder sollen unter anderem die Durchblutung der Haut fördern.
 
In der Medizin setzt man das Paraffinbad vor allem ein bei:

  • Rheuma
  • Arthritis
  • Gelenkschmerzen und Steifheit
  • Muskelverspannungen
  • Verstauchungen und Frakturen
  • chronische Schmerzen allgemein

Physio- und Ergotherapeuten verwenden die Bäder gern in der Nachbehandlung von Frakturen und Schmerzen.
 
Die Anwendung soll nebenwirkungsarm sein. Wirken soll das Paraffinbad vor allem durch Wärme. Paraffinwachs speichert viel Wärme und kann tiefenwirksam auf Gelenke, Musken etc. wirken, so heißt es. Dadurch sollen Muskeln gelockert, Verspannungen beseitigt und die Durchblutung gefördert werden.

Wie man die Bäder selbst durchführen kann

Wer das Paraffinbad selbst durchführen will, benötigt dafür die folgenden Dinge:

  • Paraffinbad-Gerät
  • Paraffin-Wachs
  • Handschuhe oder Füßlinge

Das Paraffinwachs wird im Paraffinbad erhitzt und geschmolzen. Anschließend taucht man die betroffene Körperstelle (die Hand, den Fuß, etc.) in das Bad und zieht es wieder heraus. Der Vorgang wird wiederholt, bis sich eine dünne Wachsschicht gebildet hat. Nah dem letzten Eintauchen wird die Körperstelle eingepackt – Hände werden zum Beispiel in Stoffhandschuhe gesteckt. Nun ruht man. Nach 15 bis 20 Minuten entfernt man das Wachs wieder. Die Wärme wurde bis dahin unter dem Wachs gespeichert (Wärmeeffekt), die Hand schwitzt und kann die Feuchtigkeit aber nicht nach außen abgeben – so nimmt sie sie wieder auf (Saunaeffekt). Dabei öffnen sich zugleich die Poren.
 
Je nach Art und Stärke der Beschwerden kann das Paraffinbad von dreimal wöchentlich bis einmal monatlich angewendet werden.
 
Paraffinbäder gibt es mit verschiedenen Duftstoffen, die zur Entspannung des Patienten während der Behandlung beitragen sollen. Kosmetiker kombinieren zudem oft Maniküre oder Pediküre mit einem Bad.
 
Die Kosten für ein Paraffinbad-Gerät werden unseres Wissens nach nicht von den Krankenkassen übernommen.
 


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