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Ohrenschmalz

Ohrenschmalz (Ohrschmalz, Zerumen, Cerumen) ist ein Sekret, das wichtige Aufgaben erfüllt, um den Körper gesund zu halten. Woher Ohrenschmalz kommt und wie man einen Überschuss davon entfernen kann, erfahrt ihr im Folgenden.

Ohrenschmalz wird unter anderem dann zum Problem, wenn es als Ohrenschmalzpfropf den Gehörgang verstopft, und somit die Hörleistung beeinträchtigt ist.

Ohrenschmaz – Zusammensetzung und Funktionen

Ohrenschmalz ist ein körpereigenes Sekret zur Selbstreinigung der Ohren. Es ist gelblich-braun, schmeckt bitter (haben wir gelesen …) und wird gebildet in bestimmten Talgdrüsen des äußeren Gehörgangs.

Es setzt sich zusammen aus:

  • Schweißdrüsensekret
  • Härchen
  • Talg und kleinen Hautschuppen
  • Schmutzpartikeln

Mittels kleiner beweglicher Härchen werden Fremdkörper und Schmutz über das Ohrenschmalz in Richtung Ohrmuschel aus dem Ohr transportiert, wo sie dann beim Waschen mit Wasser entfernt werden können. So werden Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze) davon abgehalten, sich im Ohr auszubreiten. Das Sekret sammelt sich an den Schleimhäuten des Gehörgangs.

Ist die Selbstregulation des Ohrenschmalz gestört, können die Gehörgänge verstopft und das Hörvermögen eingeschränkt werden.

Ohrenschmalzpfropf – Entstehung, Behandlung und Vorbeugung

Wird zuviel Ohrenschmalz produziert oder wird er nicht ausreichend nach außen abtransportiert, dann bildet sich ein Ohrenschmalzpfropf, der das Hörvermögen beeinträchtigen kann, wenn er anwächst und verhärtet.

Zu den häufigsten Ursachen dafür, dass der Schmalz nicht abtransportiert wird, gehört der Versuch, die Ohren zu aggressiv mit Wattestäbchen zu reinigen. Dabei wird das Sekret nämlich zurückgeschoben, bis hin zum Trommelfell. Außerdem quillt es bei Wasserkontakt auf, sodass die Beschwerden nach dem Duschen oder Haarewaschen besonders stark sind.

Zu den Symptomen eines solchen Pfropfes zählen:

  • Ohrgeräusche
  • Dumpfes Gefühl in den Ohrenschmalz
  • Schwindel
  • Schwerhörigkeit
  • Entzündungen im Gehörgang

Entfernt werden kann der Pfropf vom HNO-Arzt. Dieser sichtet den Pfropfen mittels Ohrenmikroskop und entfernt ihn mit einem Hakeninstrument oder einer Ohrspülung, bei der lauwarmes Wasser mittels Spritze ins Ohr geführt wird. Zuvor kann der Ohrenschmalzpfropf mit fettlöslichen Mitteln wie Paraffinöl oder Glycerin aufgeweicht werden.

Am besten vorbeugen kann man einer Verstopfung der Gehörgänge mit einer angemessenen Ohrenpflege. Auf Wattestäbchen sollte dabei verzichtet werden. Dafür gibt es in der Apotheke Ohrenspritzen, mit denen die Ohren einmal wöchentlich durchgespült werden können. Dazu hält man den Kopf schräg und spritzt lauwarmes Wasser ins Ohr. Treten anschließend Schwindelgefühle auf, könnte das Wasser zu kalt oder zu heiß gewesen sein.

Auch aufweichende und fettlösende Mittel wie Mandelöl oder Walnussöl könnten, auch in Kombination mit Heilfplazen, einem Propf vorbeugen, wenn man sich einer Ohrenkerzen-Behandlung unterwirft – so zumindest die Aussage der Anhänger dieser Behandlungsform, Nachweise über die Wirksamkeit liegen und nicht vor. Ein Dampfbad der Ohre mit Kamille ist da noch eher geeignet.

Der Ohrenausfluss

Nicht zu verwechseln ist der gesunde Ohrenschmalz mit dem Ohrenausfluss, der bei manchen Erkrankungen der Ohren auftreten kann. Dieser Ohrenausfluss geht häufig einher mit üblem Geruch, Entzündungen, Eiter, Ohrenschmerzen, Lymphknotenschwellung oder sogar Ohrengeschwulsten. Bei derartigen Symptomen sollte man definitiv einen HNO-Arzt aufsuchen!
 


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