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Ölige Haut

Ölige Haut (auch: fettige Haut) ist ein Hauttyp, der häufig vorkommt. Neben der öligen Haut gibt es vor allem die trockene Haut, die normale Haut und die Mischhaut mit öliger Haut in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) und normaler bis trockener Haut am Rest des Gesichts und Körpers. Hauttypen können je nach Gesundheitszustand, Hormonspiegel, Alter und Jahreszeit variieren.

Die Ölige Haut entsteht durch eine übermäßige Talgproduktion der Haut, wodurch diese stark gefettet wird. Am häufigsten davon betroffen sind Gesicht, Rücken und Brust, teils aber auch andere Körperstellen mit Ausnahme von Fußsohlen und Handflächen, bei denen sich keine Talgdrüsen in der Haut befinden. Dieser Hauttyp geht einher mit einer verdickten Hornschicht, der obersten Schicht der Haut. Diese wird auch als Hyperkeratose („übermäßige Verhornung“) bezeichnet. Die Haut wirkt dadurch häufig blass und wenig durchblutet, zudem neigt zu dazu, zu glänzen und Mitesser sowie Pickel zu entwickeln, da die vermehrte Talgproduktion dazu führt, dass das Hautfett nicht ausreichend an die Hautoberfläche transportiert wird und die Talgdrüsenausgänge verstopfen. Ölige Kopfhaut führt häufig zu schnell fettig aussehenden Haaren.

Neben der Veranlagung spielen Stress, Hormone, Sonnenlicht, Rauchen und Alkohol sowie verwendete Salben und Kosmetika eine Rolle bei der Entstehung öliger Haut, zudem tritt sie bei Erkrankungen wie Akne oder Parkinson vermehrt auf.

Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen und dem Schweregrad sowie nach eventuellen Grunderkrankungen. Wichtig ist eine gründliche, aber nicht übertriebene Hauterkrankung, außerdem können Hormone und diverse Arzneistoffe helfen.

Ölige Haut – Ursachen

Ölige Haut betrifft vor allem jüngere Menschen, bedingt durch eine zunehmende Talgproduktion während der Hormonumstellung in der Pubertät. Meist beginnt Akne im Alter von 10 bis 14 Jahre, bis sie zwischen dem 20. und dem 25. Lebensjahr in der Regel zurückgeht. Bei Frauen haben zudem die Antibabypille, die Menstruation sowie die Schwangerschaft Einfluss auf den Hautzustand.

Auch die Gene beeinflussen den Hauttyp.

Weitere, äußere Ursachen sind Fehlernährung bzw. Mangelernährung, Alkoholkonsum und Rauchen, sehr warmes Klima, Stress oder Medikamente wie Beruhigungsmittel.

Bei Erkrankungen wie Fehlsteuerungen des vegetativen Nervensystems, Parkinsons oder Störungen von Nebennierenrinde oder Eierstöcken wird ölige Haut ebenfalls begünstigt.

Ölige Haut – Diagnose

Betroffene wie auch Dermatologen erkennen die fettige Haut in den meisten Fällen bereits anhand ihres typischen Erscheinungsbildes. Um eventuelle Stoffwechselstörungen oder verantwortliche Grunderkrankungen abzuklären, können verschiedene Diagnostiken durchgeführt werden, zum Beispiel mittels Abstrich und Laboruntersuchung, Blutuntersuchung, Computertomographie (CT), Ultraschall der Eierstöcke oder Magnetresonanztherapie (MRT).

Ölige Haut – Tipps und Therapien

Die Behandlung öliger Haut richtet sich nach der Schwere und Ursache. Fetthaltige Salben und Kosmetikprodukte sollten vermieden werden.
Die Haut sollte mit tensidfreien (seifenfreien) Reinigungswässern gewaschen werden. Auch Gesichtsdampfbäder mit Kamille sind gut geeignet, gleiches gilt für Gesichtsmasken mit Heilerde.

Bei mittelstarker bis schwerer Akne kommen Cremes und Salben, teils auch Tabletten zum Einsatz, unter anderem mit Wirkstoffen wie Antibiotika, Benzoylperoxid oder Isotretinoin. Bei Frauen kann eine Östrogentherapie helfen.

Zudem werden häufig UV-Behandlungen ausgeführt.

Inwieweit die Ernährung einen Einfluss auf das Hautbild hat, ist recht umstritten, vielen Akne-Patienten scheint die Ernährungsumstellung auf fettarme und zuckerarme Kost jedoch zu helfen.

Gegen den Stress, einen weiteren möglichen Einflussfaktor auf die Talgproduktion, können autogenes Training, progressive Muskelentspannung helfen.
 


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