Ölbad bei Neurodermitis

Mit Ölbädern kann die trockene Neurodermitis-Haut gepflegt werden. Als Badezusätze kommen zum Beispiel Nachtkerzen-, Mandel- oder Leinöl in Frage.

Das Ölbad führt dabei zu zwei Effekten. Zum einen wird der Haut unmittelbar Fett zugefügt, sie wird dadurch unmittelbar geschmeidiger, wirkt weniger trocken und der Juckreiz reduziert sich.

Zum anderen wirken sich Ölbäder auf die gestörte Barrierefunktionen der Neurodermitis Haut aus, indem sie den transepidermalen Wasserverlust, das heißt die Wassermenge, die die Haut nach außen abgibt, reduziert. Aus diesem Grund sollten Neurodermitker auch mehr trinken als gesunde Menschen.

Linolsäurehaltiges Öle sowie teilweise auch in den Badezusätzen enthaltene Kohlenwasserstoffe gleichen den Mangel an epidermalen Lipiden, die normalerweise ein Eindringen von schädigenden Substanzen in tiefere Hautschichten verhindern, aus und stabilisieren die Barriereschicht wieder.

Ölbäder sollten bei moderater Wassertemperatur durchgeführt werden, idealerweise bei nicht mehr als 35 Grad Celsius, denn zu heißes Wasser führt zu einer erhöhten Hauttrockenheit bei Neurodermitikern.

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