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Neurodermitis vorbeugen in der Schwangerschaft

Heute entwickelt jedes dritte Kind in Deutschland in den ersten sechs Monaten nach der Geburt eine Allergie. Oft entstehen daraus Folgeerkrankungen wie allergisches Asthma und Neurodermitis. Doch den Krankheiten und ihren jahrelangen Behandlungen kann man vorbeugen – und das bereits während der Schwangerschaft.

Eine schwangere Frau entscheidet vor allem durch ihre Ernährung, mit welchen möglichen Allergieauslösern ihr Kind im Bauch in Berührung kommt. So gehören Nüsse, Erdbeeren, Hühnereier, Soja und Kuhmilch zu den starken Allergieauslösern und sollten daher in der Schwangerschaft vermieden werden, besonders dann, wenn eine allergische Vorerkrankung bei den Eltern bekannt ist. Der Verzicht hilft jedoch nur Kindern, die tatsächlich eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln haben. Um einer unnötigen Mangelernährung vorzubeugen, sollten sich werdende Eltern am besten mit einem Arzt absprechen, rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

AKTUALISIERUNG: in der Leitlinie S3 Allergieprävention 2009 wird von einer Vermeidung allergener Stoffe in der Schwangerschaft abgeraten. Ist die Mutter jedoch selbst betroffen von diversen Lebensmittelallergien, sollten diese natürlich trotzdem von ihr – auch in der Schwangerschaft – gemieden werden, um das Immunsystem nicht zu überfordern.

Nikotin und Alkohol können das Allergierisiko ebenso erhöhen, wie Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare sowie Parfüm und zahlreiche andere chemische Bestandteile in Körperpflegeprodukten. Auch Infekte von Haut und Schleimhaut, Darm und Geburtswegen erhöhen die Gefahr, da Allergene etwa über die geschädigte Haut viel schneller in den Körper eindringen können. Wer Infekte sofort behandelt, schützt daher nicht nur sich selbst, sondern auch das Baby im Mutterleib.

Eltern können also schon während der Schwangerschaft eine Menge tun, um ihr Kind frühzeitig vor den Gefahren der Allergien zu schützen, besonders im Hinblick auf Neurodermitis. Und auch nach der Geburt können weiterhin Schutzmaßnahmen getroffen werden. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite für Eltern.

 

 

Quellen:
S3 Leitline Allergieprävention 2009

Linktipps: 

Über natürliche Körperpflege in der Schwangerschaft erfahrt ihr mehr auf aber-natuerlich.de.

Mehr zum Thema Gesundheitsvorsorge bei hlm.at.


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