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Neurodermitis Symptome

Die drei wesentlichen Neurodermitis Symptome sind trockene Haut, in Schüben auftretender Juckreiz und Ekzeme. Dabei tritt die Krankheit in Schüben auf, das heißt, beschwerdefreie Zeiten wechseln sich ab mit Zeiten großer Hautbelastungen. Die Schübe kommen manchmal ohne erkennbaren Grund – um dann später meistens genauso unerklärlich zu enden.

Wie sieht Neurodermitis aus? Klicke auf Neurodermitis Bilder und Atopisches Ekzem – Bilder.

Zum Krankheitsbild gehören vor allem folgende Neurodermitis Symptome:

  • Trockene Haut: Die Neurodermitis-Haut ist sehr empfindlich und fühlt sich trocken an. Der Wasserverlust eines Neuordermitikers ist um ein vielfaches höher, als bei gesunden Patienten. Hier gibt’s weitere Informationen, wie ihr durch die richtige Haut- und Basispflege sowie den symptomabhängigen Einsatz von Cremes und Salben die Haut

    geschmeidiger und gegen äußere Einflüsse resistenter machen könnt. Mehr zu trockene Haut.

  • Juckreiz: Der Juckreiz wird bei Neurodermitis als das quälendste Symptom empfunden. Er tritt zumeist in Armbeugen, Kniekehlen, am Hals aber auch an anderen Körperstellen auf. Trockene Haut und Juckreiz bedingen sich dabei gegenseitig. Viele Neurodermitiker kratzen dann meist solange, bis der Juckreiz in Schmerz und sogar blutigen Stellen auf der Haut resultiert. Ein Teufelskreis aus noch schlechterer Haut, vermehrten Ekzemen und stärkerer Kratzneigung setzt sich in Gang. Der Juckreiz lässt sich jedoch reduzieren. In Frage kommen Antihistaminika, Cortison und eine gesunde allergen- und histaminfreie Ernährung.
  • Ekzeme: Ekzeme sind gerötete, schuppende und  zum Teil nässende Veränderungen der Haut. Am häufigsten treten sie an Armbeugen und Kniekehlen, Hals oder Gesicht auf, teilweise auch am Fuß. Einen detaillierten Überblick, welche Ekzem-Formen es gibt, findet ihr hier.
  • Allergien: Neurodermitis und Allergien bedingen sich gegenseitig. Die Einnahme von oder der Kontakt mit Stoffen, gegen die eine Allergie besteht, verschlimmert den Zustand der Neurodermitis. Ausfühliche Informationen zum Thema Allergie findet sich in unserem Allergie-Portal.

Darüber werden folgende begleitende Neurodermitis Symptome oftmals beobachtet:

  • Weißer Dermographismus: Eine weiße Hautreaktion nach dem Kratzen
  • Unverträglichkeit von Wolle und anderen Textilien (die richtigen Textilien auswählen unter: Neurodermitis-Kleidung)
  • Blässe bzw weiße Stellen um den Mund
  • Dunkle Haut um die Augen oder Augenringe (siehe Foto)
  • der Ausfall der seitlichen Augenbrauen
  • Dennie-Morgan-Falte: Eine angeborene doppelte untere Lidfalte, siehe Foto. Diese tritt zudem auch bei vielen Allergikern auf.
  • Hautentzündungen an den Brustwarzen
  • Eine verstärkte Zeichnung der Handlinien
  • Vermehrte Hautinfektion mit Viren, Bakterien und Pilzen

Die Schwere der Neurodermitis wird anhand einer Skala bemessen, und zwar nach SCORAD.

In den vermehrten Infektionen zeigt sich die oft schwache Abwehrkraft der Haut. Wegen der mangelnden Feuchtigkeit und den fehlenden Fetten auf der Haut kann die Hornhaut schnell trocken und rissig werden. Dann können zum Beispiel schädliche Bakterien schneller in den Körper eindringen.

Rund zwei Drittel aller Neurodermitiker leiden neben den typischen Ekzemen und der Hautrockenheit auch unter Allergien und Heuschnupfen und entwickeln im späteren Krankheitsverlauf ein Asthma bronchiale. Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma werden daher als "atopische Trias" zusammengefasst, da vermutet wird, dass alle drei Krankheiten sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Der Krankheitsverlauf erfolgt dann meist von der Neurodermitis im frühen Kindheitsalter, über den Heuschnupfen und Allergien bis hin zu Asthma bronchiale im Erwachsenenalter. Dieser Weg von der Haut über die Schleimhäute bis zur Lunge wird daher auch als "Etagenwechsel" bezeichnet.

Der auftretende Juckreiz wird von vielen Neurodermitiskranken als Hauptproblem und schlimmstes Neurodermitis Symptom empfunden. Das durch den Juckreiz ausgelöste Kratzen beschädigt die Haut und führt in einem Teufelskreis zu vermehrten Juckreiz. Der Juckreiz tritt regelmäßig nachts auf, wird aber auch durch verstärktes Schwitzen bei hohen Temperaturen oder in Stresssituationen hervorgerufen.

Neben den körperlichen Auswirkungen leiden viele Betroffene unter der psychischen Belastung (siehe auch Studie Neurodermitis und Psyche). Die eigene Haut und ihre Probleme können zum Lebensmittelpunkt werden und so auch das seelische Wohlbefinden einschränken. Neue Krankheitsschübe können sehr frustrieren. Vor allem junge Frauen und Mädchen sind aufgrund der Neurodermitis Symptome und deren äußeren Sichtbarkeit von einer psychischen Belastung oftmals stärker betroffen.

Wenn man den Verdacht hat, an Neurodermits erkrankt zu sein, kann die „Checkliste für den Arztbesuch“ zur Vorbereitung helfen. Schließlich gibt es nach wie vor keinen einheitlichen Labortest, mit dem Neurodermitis eindeutig nachgewiesen werden kann. Mittels einer Neurodermitis-Differentialdiagnose (Allergie-Hauttestungen, zum Beispiel Prick- oder Scratchtest) kann der Arzt zudem feststellen, ob es sich bei der ekzembefallenen Haut tatsächlich um Neurodermitis handelt oder um eine andere Hautkrankheit.

Mehr Neurodermitis Bilder

Weitere Informationen unter Neurodermitis im Gesicht

Weiter zu Neurodermitis Behandlungen

 

 

"Der Schriftbeitrag wurde von mir in meiner Eigenschaft als ärztlicher Beirat auf seine medizinische Aussagen geprüft. Es bestehen keine Bedenken. Der Beitrag eignet sich sehr gut als Vorinformation der Leidtragenden, kann jedoch nicht die individuelle ärztliche Diagnose, Beratung und Therapie ersetzen. Ich empfehle deshalb ausdrücklich den persönlichen Arztbesuch." Dr. med. Regine Sticken, Meldorf, www.hautarzt-meldorf.de

 

 


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Eine Antwort zu “Neurodermitis Symptome”

  1. GoodGuys sagt:

    habe mir grade die neurothermitis info’s angesehn,wenn das alles stimmt hab ich neurothermitis ja schon seit jahren mit mir getragen.

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