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Der Autor des Neurodermitis Portals jucknix.de

Liebe jucknix-Community, liebe Neurodermitiker, liebe Eltern,

auf dieser Seite möchte ich Euch berichten, was den Anlaß zur Gründung des Portals jucknix gegeben hat.

Ich selbst habe mehr als 32 Jahre stark unter Neurodermitis gelitten. Dabei war meine "Neurodermitis-Karriere" durch viele typischen Symptome gekennzeichnet. Von sehr trockener Haut, die in Extremphasen nicht nur angespannt wirkte sondern teilweise sogar einfach aufriss, über quälenden Juckreiz, besonders in Armbeugen und Kniekehlen bis hinzu allergischen Sensibilitäten auf Nüsse, Fische und bestimmte Pollenarten. Dabei habe ich den fortwährenden Juckreiz und meine sehr trockene Haut immer als quälendste Symptome der Neurodermitis empfunden.

Bis zu meinem 25. Lebensjahr habe ich hinsichtlich medizinischer und therapeutischer Behandlungsmethoden sehr viele Dinge – alles ohne durchgreifenden Erfolg – ausprobiert. Von feuchtigkeitsspendenden und juckreizlindernden Cremes und Ölbädern bis hinzu Kortison-Präparaten in extremen Schubphasen. Von UV-Lichttherapie über Homöopathie und Akupunktur. Von Reizklima-Kuren an der Nordsee bis hinzu Ernährungsumstellung. Und sogar die Eigenurintherapie habe ich nicht ausgelassen. Nichts hat wirklich geholfen.

Über die Jahre hat dies zu einer großen Frustration geführt. Ich war an dem Punkt angelangt, dass ich es aufgab, noch weitere Behandlungsalternativen zu testen. Und bin davon ausgegangen, dass ich für den Rest meines Lebens mit der Neurodermitis zu leben habe.

Während eines Auslandsaufenthalts in Korea geschah dann für mich ein kleines "Neurodermitis-Wunder". Ich hatte mir, vermutlich durch verunreinigte Nahrung, eine leichte Lebensmittelvergiftung zugezogen, die durch den koreanischen Arzt mit Antibiotikum behandelt wurde. Neben den antibiotischen Präparaten verabreichte man mir Probiotika. Diese sollten – einfach gesagt – dazu dienen, die negativen Auswirkungen der Antibiotika auf die Darmflora auszugleichen.

Bereits nach wenigen Stunden konnte ich eine sehr durchgreifende Verbesserung meiner Hautsituation feststellen, obwohl ich ja gegen die Lebensmittelvergiftung, und nicht gegen die Neurodermitis behandelt wurde. Nicht nur ließ der Juckreiz deutlich nach, auch war die Haut sehr viel geschmeidiger und wirkte weniger "ausgetrocknet". Konnte dies mit den Medikamenten zu tun haben, die der Arzt mir gegen die Lebensmittelvergiftung verabreicht hatte? fragte ich mich. Die Wirkung kam jedenfalls so umittelbar und durchgreifend nach der Einnahme der Präparate, dass doch irgendein Zusammenhang bestehen musste.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, suchte ich also wieder den Arzt auf. Dieser wies mich darauf hin, dass die Neurodermitis in Korea nicht sehr weit verbreitet sei und er mir zu meiner plötzlichen Symptomverbesserung nicht viel sagen könne. Allerdings hatte er vor langer Zeit mal eine Studie zum Thema "Probiotika und Neurodermitis" gelesen.

Da sich meine Neurodermitis-Symptome während der Einahme der verschriebenen Arzneien jeden Tag weiter verbesserten, keimte in mir wieder die Hoffung auf, dass die – bzw meine – Neurodermitis vielleicht doch heilbar ist. Also begann ich zu recherchieren. Ich suchte das Internet ab zu allem was ich zum Thema Neurodermitis und Probiotika fand. Ich telefonierte mit Ärzten, mit wissenschaftlichen Instituten, bestellte mir Fachzeitschriften und lernte auf diese Weise sehr viel über den Zusammenhang von Neurodermitis, Darmflora und den möglichen Einfluss von Probiotika.

Zusammengefasst läßt sich sagen, dass ich mich per Zufall einer Darmsanierung unterzogen hatte. Und dies wiederum zu einer durchgreifenden und anhaltenden Symptomfreiheit geführt hat. Inzwischen nehme ich keine Probiotika mehr. Meine Darmflora scheint sich nun selbst, ohne jegliche Einnahme von Probiotika oder Medikamenten, auf idealem Niveau halten zu können. Heute ist meiner Haut immer noch ein wenig trockener als bei gesunden Menschen, aber vollkommen ekzemfrei. Unter Juckreizschüben leide ich inzwischen gar nicht mehr.

Was bedeutet das nun für Euch, liebe jucknix-Community? Nach all meinen Recherchen und Gesprächen, nach all dem, was ich in den letzten Jahren gelernt habe, gehe  ich davon aus, dass eine Darmsanierung, sei es durch die Einnahme von Probitika oder den Aufenthalt in speziellen Rehabilitationskliniken helfen kann, aber leider nicht helfen muss. Denn zwar gibt es zahlreiche wissenschaftlichen Ergebnisse, die den postiven Einfluss belegen, aber auch viele Auswertungen, bei denen keine Symptomverbesserung eingetreten ist.

Daher glaube ich, dass jeder seinen ganz persönlichen Weg zur Neurodermitis-Linderung finden muss. Und daher habe ich, zusammen mit der jucknix-Redaktion, alle Therapiemöglichkeiten, die aus wissenschaftlicher und alternativer Sicht diskutiert werden, auf jucknix zusammengetragen und objektiv und neutral gegenübergestellt.

Denn vieles, was man im Internet zu Neurodermitis findet, verfolgt doch zunächst mal ein kommerzielles Interesse. Viele Produkte und Therapien werden als Wunderheilmittel verkauft, gehalten werden diese Versprechen jedoch in den meisten fällen nicht. Daher meine Empfehlung: Setzt Euch mit der Krankheit Neurodermitis auf jucknix.de auseinander. Versteht, welchen Zusammenhang eine falsche und unausgewogene Ernährung und Neurodermtis haben können. Beschäftigt Euch mit den Themen Allergien und Asthma, die häufig in Wechselwirkung zur Neurodermitis stehen.

Zudem würde wir von jucknix uns freuen, mehr von Euren Erfahrungen und Erfolgen im Rahmen der Neurodermitis-Bewältigung zu erfahren. Schreibt uns an info@jucknix.de oder tretet mit anderen Neurodermitikern zum Erfahrungsaustausch in unserem Forum in Kontakt. Und stöbert doch einmal in unserer Rubrik Erfolgsgeschichten, in der Ihr neben meiner Erfolgsgeschichte noch viele andere findet.

Ich freue mich auf Eure Ratschläge, Verbesserungshinweise und Beiträge unter info@jucknix.de.

Mit herzlichen Grüßen aus München

Jens


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15 Antworten zu “Der Autor des Neurodermitis Portals jucknix.de”

  1. Thomas Hofmann sagt:

    Die Tabelle von den Probiotischen Mitteln lässt sich nicht vergrößern.
    Kann man das auch zuhause machen. Was muss man unbedingt tun ?

    Mit besten Grüßen aus Duisburg

    Thomas

  2. admin sagt:

    Hi Thomas,

    sorry, dass die Tabelle sich bei Dir nicht vergrößern lässt – hab’s gerade noch mal in meinen Browsern probiert und es hat geklappt.

    Hast Du auf die Lupe rechts unten geklickt?

    Ansonsten schreib mir doch bitte einfach kurz eine Mail (info@jucknix.de), dann schick ich Dir das Bild im Großformat zu.

    LG

    Jens

  3. berni Meyer sagt:

    Hallo Jens !
    Heute Mittag war die Sendung ARD-Buffet. Hier wurde über das Thema Neurodermitis gesprochen. Vielleicht interessiert dich dieses.

  4. Gunnhild Fenia sagt:

    Hallo, Jens,
    auf Ihrer Webseite fand ich kein Impressum.
    und trotzdem habe ich Ihre Webseite auf http://www.beepworld.de/members56/sonnenstrahl_n_o/neurodermitis.htm
    und auf http://neurodermitis.sonnenstrahl.org sowie bei unserem Facebook zum Thema gemacht. Kostenfrei, Mehr geht nicht.
    In unserer Familie ist neurodermitis seit Generationen ein Thema. Unseren Erkentnissen nach hat das Ganze etwas mit der Ernährung, der seelichen wie körperlichen verarbeitung von erhaltenen Informationen, dem Umfeld, der Umwelt ec. zu tun.
    Meine Schwester wurde als Baby erfolgreich mit Töpferbad versorgt und ich bin glücklich mit meine Ekzemsalbe, wie sie in meiner Apotheke für mich extra immer wieder frisch zusammengemixt wird. 125 ml reichen bei mit für etwa 1 Jahr. Rezept: 15,0 Advantan Slb.(Salbenbasis), 35.0 Ultabars, 50,0 Ultasicc (sofern ich die Handschrift der Apothekerin richtig entziffern kann)
    zu zukünftigen Lebensbewältigung wünsche ich jedem Leser/ jeder Leserin Gottes Segen.
    MFG Gunnhild Fenia, Wien

  5. Rainer Bachmann sagt:

    Hallo Frau Fenia, hallo Jens,

    zu Neurodermitis habe ich folgende Infos (war vor 10 jahren mit 36 selbst Neurodermitiker):
    Die Psyche ist nicht zu unterschätzen. Mit hat eine Magen-Darm-Sanierung und viel “Kopfarbeit” geholfen. Ausschlaggebend bei mir waren Streß und ungünstige Ernährungsweisen (zu viel Süß, zu wenig Kontinuität).

    Was kann im Alltag helfen – insbesondere bei Kindern?

    Heute vertreibe ich den Hyla – ein Wasserfiltergerät, mit dem man das Tote-Meer-Reizklima ins heimische Schlafzimmer holen kann.
    Der Hyla reinigt die Raumluft und durch Beigabe von Tote-Meer-Salz habe ich die Möglichkeit, zu Hause eine Reizklima-Kur durchzuführen.
    10 Minuten vor dem Schlafen gehen einfach 15 Minuten den Hyla laufen lassen…
    Dass das richtig gut für die Atemwege (auch bei Asthma-Anfällen,…) und für die Haut ist, muss ich sicher nicht weiter betonen.

    Aber das ist nicht die einzige Funktion dieses Geräts… siehe auch hier: aqua.cleanyourworld.de

  6. Verena sagt:

    Hallo Jens!

    Ich möchte gern den Artikel zum Thema Tierhaarallergie
    lesen. Wenn ich es anklicke, öffnet sich bei mir immer
    Heuschnupfen. Ist da was falsch verknüpft?

    Danke und viele Grüße, Verena

  7. david sagt:

    Hallo
    Sie müssen mir helfen.
    Ich konnte in ihren foren nicht fündig werden was mein fall ist.
    Es fängt mit kleinen bis grossen roten blasen auf der haut an. Diese blasen verteilen sich überall auf der handfläche und jucken stark. Nach einigen wochen sind die blasen gross und tun schon weh. Ich muss sie mit einer nadel platzen lassen sagte der arzt weil sie von alleine nicht weggehen.
    Beim platzen dringt eine flüssigkeit aus.
    Das jucken bleibt vorest novh bestehen. Nach wenigen tagen löst sich die komplette haut auf und meine komplette hand ist hautfrei für fast einen monat. Nach weiteren monaten geht das ganze noch einmal von vorne los… Diesen hauttausschlag habe ich schon 5 jahre lang .
    Àrzte gaben mir immer wieder salben welche denn vorgang nur verlangsamen aber nicht stoppen.
    Sie müssen mir dringend helfen.
    Mfg.
    David

  8. Jens @ jucknix sagt:

    Hi Verena,

    vielen Dank für den Hinweis – da hatte sich offenbar etwas falsch verdrahtet, jetzt sollte es aber wieder gehen :) .

    LG

    Jens

  9. thomas hofmann sagt:

    Warum fängt die Haut bei normalen Fahrradfahren an zu jucken und wird Rot und dick. ?
    Früher wo ich mit dem Mountenbike unterwegs war waren die Beine danach fat überall rot und dick. Es enstand kein Hitzestau.
    Heute mache ich Krafttraining zu Hause ohne Kleidung. Geht ganz gut. Nur nachts wenn der Körper sich erhohlen will, dann fängt es häufig stark an zu jucken. Dann ist mit erholsamen Schlaf nicht mehr zu rechnen.
    Sind es die Muskelnerven oder Hautnerven , was ist es ?
    Habe seit 50 Jahren ND und viele Allergien & leicht Asthma.
    Hast duu Jens die Erklärung oder Erfahrung mit anderen Kraftsportlern ?

    LG Thomas aus Duisburg

  10. Erny sagt:

    Hallo Jens,

    mich würde mal die Dosierung der Probiotika interessieren, die bei dir geholfen hat. Auch wäre interessant, welches Produkt es genau war.

    Danke & Gruß,
    Erny

  11. Lutz sagt:

    Das würde mich auch interessieren!

    lg
    Lutz

  12. Lisa sagt:

    für alle, die sich fragen welche probiotika es genau waren.
    das ist im Grunde völlig irrelevant, denn was einem hilft, hilft einem anderen wiederum gar nicht.
    Lasst von einem Arzt oder Heilpraktiker der auf Darmsanierung spezialisiert ist eine Stulprobe untersuchen.
    So kann kan feststellen, was ihr genau braucht.

    Ich kenne zb NDler denen hilft unglaublich gut Brottrunk und dazu täglich ein Fläschen Yakult aus dem Kühlregal.
    Meiner Stieftochter hat Symbioflor 2 geholfen.

    Meine leibliche Tochter benötigt Symbiolact und Mutaflor.

    Allerdings muss man bei einer DArmsanierung auch Geduld mitbringen.
    Bei manchen geht es innerhalb von ein paar Wochen viel besser andere brauuchen wiederum Monate.

    Vor kurzem habe ich eine Dame kennengelernt deren Tochter wiederum mit effektiven Mikroorganismen gesundet ist.

  13. Miriam sagt:

    Hallo Jens!
    Habe mit großer Hoffnung Deinen Lebensbericht gelesen. Hast Du während Deiner 6-monatigen “Kur” eine spezielle Diät eingehalten? D.h. hast Du auf Mehl- & Milchprodukte, Zucker und Fleisch verzichtet?
    Viele Grüße
    Miriam

  14. Kaikie sagt:

    Hallo ihr Lieben, seit meiner Geburt leide ich genau wie Jens an Neuro und damit vor allem an dieser extrem trockenen Haut. Geholfen mein Hautbild zu verbessern hat mir eine Creme die fast rein aus Wasser besteht und die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Gibt’s in Apotheke, heißt Nichtionische hydrophile Creme ohne Konservierungsstoffe. Ich wende diese Creme wie folgt an: Komplett damit eincremen, halbe Stunde warten dann lauwarm duschen, Haut abtupfen, nur wenn nötig besonders trockene Stellen mit Fettcreme einreiben

  15. Steffi sagt:

    Hallo Jens,

    danke für diese wunderbare Homepage.
    Als Neurodermitiker von Geburt an werde ich ungefragt mit Ratschlägen und Tipps für DAS Heilmittel versorgt.
    Diese Homepage empfinde ich als äußerst angenehm, da sie unter anderem einfach nur informiert.
    Für Ratschläge und Tipps kann ich mir die jeweiligen Beiträge ansehen oder eben nicht.

    Ich fühle mich hier bestens aufgehoben. Denn auch als alter Hase mit viel Allergieerfahrung weiß ich noch längst nicht alles und bin doch immer wieder mal überrascht über die eine oder andere Erkenntnis.
    Oder ich habe auch das ein oder andere Wissen schlichtweg vergessen und kann es hier wieder auffrischen.

    Danke und viele Grüße
    Steffi

    P.S.:
    Ich weiß nicht, wo ich die folgenden Erkenntnisse auf dieser Homepage zum Besten geben soll und habe auch leider nicht viel Zeit, das zu ergründen.
    Du wirst das sicherlich besser wissen und entsprechend platzieren können.

    Wenn ich rohes Gemüse, wie zum Beispiel Tomaten und Paprika mit Salz bestreue (oder in einer Vinaigrette als Salat belasse), dann verspüre ich eine deutliche geringere bis gar keine allergische Reaktion.
    Gerade Tomaten verursachen bei mir das volle Programm: angeschwollene Lippen, Juckreiz im Mund, Magenschmerzen, Durchfall, etc.
    Mit Salz oder als Salat in einer Vinaigrette, verzehrt mit Beilage wie Brot, Fleisch o.ä., habe ich keinerlei Beschwerden.

    Wenn ich auswärts essen gehe und mir über die kleinen oft unsichtbaren Bestandteile wie Gewürze und andere Stoffe im Essen nicht sicher bin, hilft auch ein halbes Glas Cola zum Essen.
    Frei nach dem Motto “Die Cola zerstört alles mögliche, also bestimmt auch die Allergene”.

    Für beide Erkenntnisse gilt:
    Ob da “nur” der psychologische Effekt eine Rolle spielt, weiß ich nicht.
    Ich habe noch nirgendwo etwas darüber gelesen ob Salz, bzw. Cola in irgendeiner Form helfen kann und wenn ja, warum.
    Es handelt sich lediglich um meine Beobachtungen der Unterschiede beim Verzehr von Tomaten und Paprika. Bei der Cola hab ich einfach mal naiv geschlussfolgert.

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