Neurodermitiker leiden im Winter besonders stark. Zwar ist im Winter die Luft durch weniger Pollen "verunreinigt", dafür führt die Winterzeit wegen anderer Ursachen zu einem schlechteren Hautbild des Neurodermitikers: Der ständige Luft- und Temperaturwechsel zwischen dem kalten "draußen" und tendenziell überheizten Wohnräumen lässt bei vielen Betroffenen die typischen Anzeichen der Neurodermitis aufblühen.
Die jucknix-Redaktion stellt hier einen Leitfaden zusammen, um die Winterzeit für Neurodermitis-Patienten erträglicher werden zu lassen:
- Der "Zwiebellook": Der fortwährende Wechsel zwischen kalt und warm verursacht bei vielen Neurodermitikern Schweißausbrüche. Diese treten verstärkt an den typischen Stellen auf: Den Armbeugen, den Kniekehlen, am Hals. Dies führt wiederum zu verstärktem Juckreiz. Der Kreislauf aus Juckreiz-Kratzen-trockener Haut ist damit in Gang gesetzt, Ekzeme treten auf und die Haut verschlechtert sich zunehmend.
Der "Zwiebellook" aus mehreren dünnen Kleidungsschichten übereinander führt zu einem besseren Temperaturausgleich, die Schweißentstehung wird weitestgehend unterbunden. Darüber hinaus spielen Kleidungsmaterialien eine wichtige Rolle. Diese sollten eher aus Baumwolle und allergenarmen Mischgeweben sein.
- Fetthaltig Eincremen: Kaltes Wetter bedeutet intensive Hautflege (-> Richtig Eincremen) mit höheren Fettanteilen. Das zusätzliche Fett, zum Beispiel aus dem Kokosöl, sorgt dafür, die Barrierefunktion der Haut zu stärken und die Feuchtigkeit besser zu speichern. Die ekzembefallene Haut sollte zudem mit wirkstoffhaltigen Cremes (u.a. Cortison, Nachtkerzenöl, Tacrolismus) behandelt werden. Hier sind aber die Nebenwirkungen der Arzneistoffe zu beachten. Wirkstoffhaltige Produkte sollten daher immer nur zeitlich begrenzt und lokal aufgetragen werden.
- Luftfeuchtigkeit erhöhen: Die geheizte Wohnungsluft ist in der Regel trockener als die Raumluft im Sommer. Regelmäßige Stoßlüftungen für etwa 10 Minuten können helfen, die Luftfeuchtigkeit deutlich zu erhöhen. Dies trocknet die Haut weniger aus.
Quelle: Deutscher Haut- und Allergiehilfe e.V.
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