});

Erfolgsgeschichte von Ursula aus der Pfalz

Hallo jucknix,

ich hab hier mal ein paar Dinge aufgeschrieben, die ihr vielleicht veröffentlichen wollt. Aus meiner Sicht ist dies keine echte Erfolgsgeschichte. Sondern eher eine Linderungsgeschichte. Falls sie bei Euch reinpasst, würde ich mich aber trotzdem über eine Veröffentlichung freuen.

Ich bin jetzt 39 Jahre alt und habe mich eigentlich mein ganzes Leben lang mit dem Thema Neurodermitis auseinander gesetzt. Gezwungener Maßen quasi, weil ich als junges Mädchen doch wohl ziemlich stark an der Krankheit gelitten habe. Das war vor allem in der Zeit nicht schön, als ich begann, mich für andere Dinge als meine Barbie-Puppen zu interessieren. Denn mit aufgekratzten Armbeugen fühlt man sich insbesondere als Frau nicht sonderlich attraktiv.

Das Allheilmittel gegen Neurodermitis habe ich zwar nie gefunden, aber viele Dinge ausprobiert. Einige Dinge haben geholfen, andere weniger:

Ernährungsumstellung: Dies ist aus meiner Sicht das wichtigste, was zu tun ist. Ich glaube, dass die ND von innen kommt. Daher ist es wichtig, herauszufinden, welche Stoffe die Neurodermitis positiv und welche Stoffe die Neurodermitis negativ beeinflussen. Bei mir waren Süßigkeiten stets ein großes Thema. Zu viel davon und die Haut blühte auf. Auch Zitrusfrüchte hatten bei mir immer einen starken Einfluss. Ich hatte das Gefühl, dass die Haut dadurch viel trockener wurde. Der Juckreiz kam danach. Und schon war ich wieder gefangen im Teufelskreis Juckreiz-Kratzen-Trockene Haut-Noch mehr kratzen. Ich habe dann im Alter von ca. 16 Jahren sehr auf meine Ernährung geachtet. Und siehe da: Eine deutliche Verbesserung erzielt.

Sonne: Ja, die Sonne tut der Haut gut. Sie hilft, aufgekratzte Stellen viel schneller verheilen zu lassen. Aber davon sollte man nicht zu viel tanken. Denn dann fängt man an zu schwitzen und der Juckreiz geht von vorne los. Meine Empfehlung daher: Sonne ja, aber in Maßen. Am besten sich der Sonne aussetzen, wenn ein frischer Wind weht. So wird die Schweißbildung unterbunden und die Haut heilt trotzdem.

Hygiene: Das Kratzen lässt sich aus meiner sicht nicht vermeiden. Ich hab den Spruch: “Hör auf zu kratzen!” von meinen Eltern noch gut im Ohr. Juckreiz ist aus meiner Sicht aber noch viel schwerer zu ertragen als Schmerz. Man kann es sich vornehmen, so oft man will, irgendwann kratzt man dann doch wieder. Wenn gekratzt wird, dann aber im Idealfall mit einem feuchten Waschlappen und nicht mit den Fingernägeln. Und wenn das auch nicht zu vermeiden ist, weil kein Waschlappen zur Hand, dann sollten die Finger zumindest sauber sein. Denn sonst arbeitet man den Dreck unter den Fingernägeln erst mal richtig in die Haut ein. Und dann wird der Juckreiz unerträglich. Das Waschen sollte übrigens immer mit wenig aggressiven Reinigungslotionen erfolgen, die die Haut wenig austrocknen. Duschen immer nur mit lauwarmen Wasser.

Eincremen und Pflegen: Ich habe gefühlte 1.000 Cremes ausprobiert. Ich denke, jeder muss die für sich beste Creme finden. Ph-Neutralität scheint bei Neurodermitikern wichtig zu sein. Am besten eine Creme mit einem ph-Wert von 5,5 wählen. Ich persönlich komme mit Sebamed am besten zu recht. Aber das soll hier jetzt keine Produktempfehlung sein. Studieren geht über Probieren.

Das wichtigste Heilmittel, liebe Mitleidende, was ich jedoch kennengelernt habe, ist die Zeit. Denn Neurodermitis ist eine Kinder- und Jugendkrankheit. Ich weiß nicht, ob meine konsequente Lebensweise oder einfach die Zeichen der Zeit das Problem Neurodermitits bei mir in den Griff bekommen haben. Wahrscheinlich ist es beides. Wie ich hier im Portal gelesen habe, ist die Wahrscheinlichkeit, als Erwachsener immer noch Neurodermitis zu haben, sehr gering. Das sollte allen Betroffenen Mut machen. Die Krankheit ebbt ab, so war es jedenfalls bei mir und so ist es wohl auch bei den meisten Betroffenen. Ich selbst habe immer noch leicht trockene Haut, die stärksten Symptome der Neurodermitis konnte ich aber mit den oben beschriebenen Maßnahmen weitestgehend eindämmen.

Also, Kopf hoch, meine lieben Neurodermitis-Genossen und –Genossinen!

Viele Grüße aus der Pfalz

Ursula

PS: Der Name jucknix passt wie Faust auf’s Auge!

Zurück zur Übersicht aller Erfolgsgeschichten


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Erfolgsgeschichte von Anna Als selbst von Neurodermitis Betroffene möchte ich hier auch ein...
  2. Heilpraktikerin Ursula Gruber über ihre Neurodermitis und ihren Weg zur Linderung Ursula Gräber ist selbst Langzeit-Betroffene der Neurodermitis. Wie sich die...
  3. Erfolgsgeschichte Nicole: Amalgam-Allergie und Probiotika Deine Seite finde ich Klasse. Besonders, weil die Meisten denken,...
  4. Erfolgsgeschichte Anna: Ursachenforschung und Yoga anstatt Cortison Seit wann / wie lange hast Du Neurodermitis? Meinen ersten...
  5. Erfolgsgeschichte von Jens aus München Als Autor bzw. federführender Redakteur des Portals möchte ich an...

Kommentare sind geschlossen.