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Die Neurodermitis Seite für Eltern

Immer mehr Kinder sind von Neurodermitis betroffen, oft schon als Säuglinge, teilweise auch erst bei der Einschulung. Ein besonderes Risiko besteht, wenn die Eltern Allergiker sind. Hat ein Elternteil eine Allergie, dann erkrankt das Kind zu 20 bis Neurodermitis Baby40 Prozent an Neurodermitis. Sind beide Eltern Allergiker, dann liegt das Risiko sogar bei 40 bis 60 Prozent. Wenn beide Eltern dazu an der selben Allergie leiden, ist die Wahrscheinlichkeit sogar noch etwas höher.

Liegen also Vorerkrankungen bei den Eltern in Form von Neurodermitis oder Asthma (ebenfalls eine atopische Erkrankung) vor, dann sollte in der Schwangerschaft auf Nahrungsmittel verzichtet werden, die sehr oft Allergien hervorrufen oder viel Histamin enthalten (mehr dazu unter Ernährungsbasierte Therapien). Anstelle von Kuhmilch kann auf Ziegen, Schafs- oder Pferdemilch zurückgegriffen werden. Letztere ähnelt nicht nur der Muttermilch,

sondern ist auch entzündungshemmend. Insgesamt sollte bei all dem jedoch eine Mangelernährung vermieden werden. Auch die Raumluft sollte im Fall einer atopischen Krankheit bei den Eltern möglichst frei von Allergenen bestimmter Zimmerpflanzen, Hausstaubmilben, Tierhaaren und Schimmelpilzen sein, um das Kind bereits im Mutterleib so gut wie möglich zu schützen.

Um Allergien und folglich auch Neurodermitis vorzubeugen, ist es sehr wichtig, das Kind mindestens vier bis sechs Monate zu stillen. Die Muttermilch stärkt das Immunsystem und enthält Eiweiße, die vom Kind als körpereigene Stoffe erkannt werden – eine allergische Reaktion darauf ist damit ausgeschlossen. Auch der Abstillprozess sollte langsam angegangen werden. Jede Woche ein neues, unbekanntes Lebensmittel reicht, um das Kind behutsam an mögliche Reizungen heranzuführen. Ist Stillen nicht möglich, dann kann mit dem Kinderarzt eine spezielle, allergenarme Ernährung festgelegt werden.

Um die bei Neurodermitis nötigen Behandlungen einzuleiten, müssen die Eltern Neurodermitis verstehen und erkennen. Neben den typischen Anzeichen [siehe Krankheitsbilder] von Neurodermitis tritt bei Babys oft der sogenannte „Milchschorf“ auf – am Kopf entstehen dann gelb-bräunliche Krusten, die an das Bild von angebrannter Milch erinnern. Milchschorf allein ist kein Grund für Eltern wegen der Neurodermitis sorgen, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung an Neurodermitis deutlich höher als bei Kindern ohne Milchschorf.Neurodermitis Eltern

Typisch sind bei betroffenen Babys dann auch schuppende, weiße Hautstellen, am Kopf und im Gesicht, besonders an den Wangen und auf der Stirn. Im Kleinkindalter treten die schuppenden Stellen eher in den Ellenbeugen und Kniekehlen sowie am Nacken und an den Handgelenken auf. Hinzu können weiße Flecken an Gesicht, Hals, Brust und an den Armen kommen, vor allem nachdem das Kind in der Sonne war. Sind derartige Symptome beobachtbar oder kratzt sich ihr Kind auffällig oft, sollte so bald wie möglich ein Kinderarzt aufgesucht werden, im Idealfall einer mit allergologischer Zusatzausbildung.

Bei vielen Kindern heilt die Krankheit später von selbst wieder ab. Das ist umso wahrscheinlicher, je früher sie auftritt. Oft dauert das Abheilen aber bis zur Pubertät oder darüber hinaus – ein langer Weg für Eltern und Kind. Dabei ist es wichtig, dass sowohl Eltern als auch Kinder die Neurodermitis verstehen und aktiv bei der Behandlung mitwirken, um ein möglichst beschwerdefreies Leben zu erreichen.

Eine schnelle Behandlung ist auch wichtig, um Folgeerkrankungen wie Asthma abzuwenden. Menschen mit Neurodermitis sind nämlich besonders gefährdet, andere allergische Krankheiten zu bekommen. Im Fall von Asthma wandert die Krankheit sozusagen von der Haut in die Lunge.

Im Abstand von drei Jahren übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für ärztlich verordnete Aufenthalte in Kurkliniken. Es gibt sowohl Kliniken, die sich auf kranke Kinder spezialisiert haben, als auch welche, in denen ein kranker Elternteil das Kind mitbringen darf.

Darüber hinaus gibt es Neurodermitis-Schulungen für Eltern und Kind (zum Beispiel nach dem Schwelmer Modell), die von den Krankenkassen bezahlt werden. Dort können die Familien mehr über die Krankheit erfahren, sich austauschen und beraten lassen. Mehr zu den Orten und Terminen unter www.neurodermitisschulung.de. Eine weitere Möglichkeit stellen Selbsthilfegruppen dar, die Sie unter www.nakos.de finden können.

Kurz und kompakt haben wir für Euch hier die 15 goldenen Neurodermitis-Regeln für die alltägliche Anwendung zusammengetragen.

 

 

Linktipps:

Kinderlieder zum Mitsingen findet ihr auf www.colibu.de – gut geeignet, wenn das Kind nicht einschlafen kann.

Mütter schreiben für Mütter auf der gleichnamigen Website

Mehr Infos für Eltern bei Muttis Nähkästchen

Ratgeber zur Kindertagesbetreuung findet ihr unter www.verlag-interna.de/index.php/buecher/kindertagespflege

Tipps für Eltern findet ihr auf kindererziehung.com.

Alles Wissenswerte rund um "Eltern sein" und "Eltern werden", um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Erziehung, Betreuung, Ernährung findet ihr bei eltern.de.

Zahlreiche wertvolle Infos bietet auch swissmom.ch – das grösste Schweizer Internetportal rund um Schwangerschaft, Geburt, Baby und Kind

Volmamas.at
ist eine Seite von und für Mütter mit Ausflugstipps, leckeren Rezeptideen, einem Forum und vielem mehr.    

Mit dem Eisprungrechner unter fruchtbaretageberechnen.net könnt ihr die fruchtbaren Tage ausrechnen.

Auf kinder-alarm.blogspot.com gibt es viele spannende Artikel zu allem, was Kinder betrifft – Politische Missstände, Ernährungsskandale, Hautkrankheiten und vieles mehr …

Viele Familien mit erkrankten Kindern habe hohe Kosten für Arznei- und Pflegemittel, die die Kassen nicht immer übernehmen. Dann können Spartipps helfen, an anderen Stellen Geld einzusparen.

Für alle Väter: auf maennernews.info findet ihr Artikel zu allen Themen, die Männer interessieren, etwa Sport und Fitness, Ernährung und Freizeit.


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Eine Antwort zu “Die Neurodermitis Seite für Eltern”

  1. lisa1975 sagt:

    Hallo liebe besorgte Mütter,

    meine kleine hat auch Neurodermitis und ich habe von einer Freundin einen ganz tollen Tipp berkommen.

    Im Internet gibt es die Seite Neutrale-Produkte.de, dort habe ich Bodylotion und Duschgel für Babys bestellt…ohne Parabene, ohne Duftstoffe und ohne Farbstoffe…seit ich diese anwende, geht es meiner kleinen besser und ihre Haut verbessert sich Tag für Tag. Die Produkte wurden vom Allergie- und Asthmaverband ausgezeichnet, da habe ich schon sehr drauf geachtet, das es gute Produkte sind und das die Kinderärztin auch einverstanden ist bzw nichts einzuwenden hat, solange es ihr hilft und die Produkte von den Inhaltsstoffen gut verträglich sind, dies hat sie auch geprüft. Nicht bei jedem Neurodermiker schlägt es an, aber einen Versuch ist es doch auf jeden Fall Wert…zumal die Produkte auch viel günstiger sind, als in den Apotheken :-)

    Ich hoffe ich konnte eingen Eltern wieder Mut machen.

    Liebe Grüße

    Eure Lisa

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