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Neurodermitis Creme und Neurodermitis Salbe

Salben mit Wirkstoffen wie Zink, Nachtkerzenöl, Harnstoff, Johanniskrautextrakt, Arganöl oder Dexpanthenol stellen eine weitere Möglichkeit dar, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Heilung zu begünstigen.

Gegen den Juckreiz helfen neben den einzunehmenden Antihistaminika Zinkoxidpulver, ägyptisches Schwarzkümmelöl sowie Borretschöl, Salben mit Polidocanol, Ballonrebe oder Aloe Vera und Bäder mit leicht betäubenden Wirkstoffen wie Polidocanol.

Wenn die Haut stark mit Bakterien oder Pilzen besiedelt ist, dann kommen infektionshemmende Salben in Frage, die auch Antibiotika (gegen Bakterien) bzw. Antimykotika (gegen Pilze) enthalten können. Begleitet

wird diese Behandlung mitunter durch den Einsatz von Chlorbleiche.

Bei nässenden Ekzemen kann auf Neurodermitis Salbe mit Gerbstoff-Präparate zurückgegriffen werden, die den Juckreiz lindern, gegen die Entzündung vorgehen und die befallene Stelle gleichzeitig austrocknen.

Liegen dagegen Notfälle mit akuten und sehr starken Entzündungen vor, verschreibt der Arzt häufig Cortisonsalbe. Cortison ist in diesen Fällen der wichtigste Wirkstoff und gilt nach wie vor als das Standardmedikament bei Neurodermitis. Es wandert in die Zellen, die für die Entzündung verantwortlich sind und stoppt deren Aktivität – die Zellen können keine weiteren entzündenden Stoffe ausschütten. Doch auch werden nur die Symptome bekämpft, die Ursache bleibt bestehen. 

 

Je nach Stärke der akuten Entzündung werden verschiedene Cortisone eingesetzt, die unterschiedlich stark wirken (Stärkeklasse 1 bis 4). Grundsätzlich gilt: mehr Wirkung = mehr Nebenwirkungen (mehr zu den Nebenwirkungen von Cortison). Die Salbe sollte deshalb sehr vorsichtig dosiert und schnell wieder abgesetzt werden, um die Gefahren von Schäden für Organe, Muskeln, Knochen, Haut und das Immunsystem gering zu halten.

Seit einigen Jahren werden die Salben Elidel, Douglan und Protopic mit Tacrolimus oder Pimecrolimus als Alternative zu Cortison eingesetzt. Diese beiden Wirkstoffe werden aus einem Pilz gewonnen und wirken ähnlich stark entzündungshemmend wie Cortison. Sie sollen manchen Angaben zufolge weniger Nebenwirkungen aufweisen, stehen aber auch im Verdacht, Hautkrebs und Lymphome zu fördern. Leider gibt es hierzu aber bisher keine Langzeitstudien.

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"Der Schriftbeitrag wurde von mir in meiner Eigenschaft als ärztlicher Beirat auf seine medizinische Aussagen geprüft. Es bestehen keine Bedenken. Der Beitrag eignet sich sehr gut als Vorinformation der Leidtragenden, kann jedoch nicht die individuelle ärztliche Diagnose, Beratung und Therapie ersetzen. Ich empfehle deshalb ausdrücklich den persönlichen Arztbesuch." Dr. med. Regine Sticken, Meldorf, www.hautarzt-meldorf.de



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3 Antworten zu “Neurodermitis Creme und Neurodermitis Salbe”

  1. Cassandra sagt:

    Probleme der Antibiotikasalben: Erstens kommt es relativ häufig zur Entwicklung von Bakterien, die gegen die Antibiotika resistent sind. Zweitens führen lokale Antibiotikaanwendungen häufig zu einer weiteren Reizung und Allergisierung der empfindlichen Neurodermitishaut.

    Deshalb sollten Antibiotikasalben eher vermieden werden!

  2. Alexandra Beck sagt:

    Habe als Kind bis ins Erwachsenenalter sehr unter Neurodermitis gelitten und habe dann schließlich einen guten Weg, weg vomCortison, für mich gefunden und bin schon viele, viele Jahre erscheinungsfrei.
    Siehe Erfahrungsbericht auf http://www.lebenswegebeck.at

  3. Lisa Schmidt sagt:

    Einen sehr guten Wirkstoff vermisse ich hier noch: Thiocyanat. Gerade wenn man auf Cortison verzichten möchte, ist das für mich der wirkungsvollste Weg. Einfach mal in der Apotheke oder beim Hautarzt nachfragen.

    Ich nehme es immer als Akut-Spray von noreiz (https://www.noreiz.de/produkte/akut-spray-juckreiz/). Das gibt es aber auch als Creme bzw. Salbe. Habe es schon mehrfach an Neurodermitiker weiterempfohlen und bisher nur positive Rückmeldungen bekommen.

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