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Neurodermitis – Der Weg aus der Verzweiflung

Eine Leseprobe des Buchs "Neurodermitis- Der Weg aus der Verzweiflung" von Jasmin Staab …

Seite 35-36

Am Tag vor dem dritten Geburtstag von Daniel benutzte ich zum ersten Mal das Cortison bei beiden Kindern. Was sich danach herausstellte, war für mich erschreckend. Ich hatte nur ganz wenig auf die am meisten betroffene Hautstelle bei beiden Kindern aufgetragen, und am nächsten Tag war die Neurodermitis komplett verschwunden. Dies war für mich dann auch der Beweis, welche Wirkungen Cortison auf den gesamten Organismus hat. Es wird an einer Stelle über die Haut aufgenommen und verbreitet sich im gesamten Körper. Ich konnte einfach nicht glauben, daß solch ein Medikament harmlos sein soll. Trotzdem war ich in diesem Augenblick fasziniert und überglücklich darüber, wie gut meine Kinder aussahen, daß ich den ganzen Tag nichts anderes tun konnte, als sie zu betrachten und Freudentränen zu vergießen. Endlich sahen sie aus, wie gesunde Kinder.

Jedem auf der Geburtstagsfeier fiel es auf. Es war aber alles nur mehr Schein, als Sein, und es stellte sich heraus, daß beim Absetzen des Cortisons die Neurodermitis noch viel schlimmer zurückkam. Unsere Kinderärztin glaubte, ich hätte die Creme abrupt weggelassen, doch ich habe sie täglich immer mehr reduziert. Sie riet mir bei einem so guten Ansprechen der Haut zu einer längeren Cortisontherapie. Aber für mich stand schon fest, was ich vorher immer ahnte, das damit die Symptome lediglich unterdrückt werden, und der Haut die Möglichkeit genommen wird zu reagieren. Ein enormes Ausbrechen der Hauterscheinungen nach Absetzten des Cortisons ist vorprogrammiert, oder die Krankheit verlagert sich und ändert ihr Erscheinungsbild, zum Beispiel in Form von Asthma. Nachfolgend möchte ich die Wirkungen von Cortison aufführen:

Durch Cortison werden vermehrt Kohlenhydrate bereitgestellt. Es wirkt dem Insulin entgegengesetzt, welches zuständig ist für den Abbau von Zucker. Dadurch wird eine diabetische Stoffwechsellage gefördert, da der Blutzuckerspiegel ansteigt. Cortison bewirkt einen vermehrten Abbau von Eiweißen aus dem Muskelgewebe. Es vermindert das lymphatische Gewebe und unterdrückt somit die Immunabwehr und allergische Reaktionen. Dadurch resultiert auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Die roten Blutkörperchen und die Blutplättchen vermehren sich durch Cortison und somit besteht eine erhöhte Gefahr von Thrombose und Bluthochdruck. Cortison fördert den Muskel- und Knochenabbau (Osteoporose). Bei Kindern sollte es als Dauertherapie nicht angewandt werden, da Wachstumsstörungen die Folge sein können. Ebenso bewirkt es einen Fettabbau und damit die Freisetzung von Fettsäuren ins Blut. Somit ist das Risiko der Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, da sich die Fettsäuren in den Gefäßen ablagern können. Cortison gehört zur Gruppe der Glukokortikoide. Es ist ein Botenstoff des Körpers, welcher einem typischen Tagesrhythmus unterliegt. Die oben genannten unerwünschten Nebenwirkungen treten nicht bei kurzzeitigen hochdosierten Gaben, wie sie in der Notfalltherapie vorkommen, auf.

Doch die Tatsache, daß die immununterdrückende Komponente schon bei so einer geringen Menge einer niedrig dosierten Cortisoncreme funktionierte, lies mich davor zurückschrecken. Für mich war es eindeutig der falsche Weg. Ich wollte keine Unterdrückung, ich wollte echte Heilung. Nein, das kam für mich nicht mehr in Frage. Ich schwor mir, es nie wieder anzuwenden.

Seite 79-81

Bereits vor mehr als dreißig Jahren wies auch der Vorreiter der Vollwertkost Werner Kollath auf die Folgen einer dauerhaft unvollständigen Ernährung hin. Er warnte vor einem zu hohen Anteil tierischen Eiweißes, mit den Worten, das die Menschen daran „unwiderruflich und unaufhaltsam“ chronischer Krankheit und dem Siechtum entgegen gehen. Das tierische Eiweiß hat Einfluß auf den Säure-Basen-Haushalt, der eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krankheiten spielt.

Auch im Erwachsenenalter führt eine permanente Fehlernährung zur Darmschleimhautschädigung, die zu chronischer Darmentzündung mit folgender Organfunktionsstörung, und schließlich zu einer Degeneration der Darmschleimhaut führt, so daß auch hier Großbausteine und Gifte hindurch kommen.

In den USA sind nach Schätzungen bereits cirka 40 % der Bevölkerung erkrankt, was sich logischerweise sehr gut nachvollziehen läßt, im „Land des Fast-food“.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, daß es mir bewußt ist, daß ich mich auf eine gewisse Art und Weise wiederhole, indem ich immer wieder die Ernährung und den Zusammenhang mit unserem Organismus auf verschiedenem Wege erkläre. Unser Körper ist jedoch ein so komplexes, kompliziertes, aber wunderbares System, daß es gar nicht möglich ist, die ganzen Zusammenhänge in wenigen Sätzen, nur unter einem Gesichtspunkt zu betrachten. Ich versuche das Ganze von verschiedenen Sichtweisen zu erklären, um durch Wiederholung die Vorgänge zu verdeutlichen. Mir war es auch wichtig, Zusammenhänge mit der Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln bei Säuglingen und daraus resultierenden Beschwerden im Erwachsenenalter zu erklären. Ebenfalls wollte ich verdeutlichen, daß dieser „Zustand“ der Darmschleimhautschädigung genauso in jedem Lebensabschnitt erworben werden kann, wenn der Mensch sich demnach ungünstig verhält.

Im Falle der Neurodermitis beseitigt der Körper die Giftansammlungen über die Haut. Dadurch entsteht ein quälender Juckreiz. Dieser ist die Folge eines massiven Zelluntergangs der Darmschleimhaut und des Zottenapparates, wobei sehr viel Arachidonsäure, eine vierfach ungesättigte essentielle Fettsäure, entsteht und diese in Histamin (Gewebshormon), Serotonin und Prostaglandin (Sammelbegriff für zahlreiche natürliche, hormonähnliche Substanzen) zerfällt. Der größte Zerfall dieser Arachidonsäure entsteht demnach bei Lebensmitteln, die aufgrund der geschädigten Darmschleimhaut eine Reaktion des Organismus hervorrufen. Es ist also ein immer wiederkehrender Kreislauf, der nur durch den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora und somit der Stärkung des Immunsystems durchbrochen werden kann.

Eine biologische, naturheilkundliche Therapie hat das Ziel das Immunsystem zur Entgiftung und zur Ausscheidung anzuregen. Dabei müssen die Enzymsysteme, die geschädigt oder blockiert sind wieder aufgebaut und angeregt werden. Einzelne Phasen der Krankheitsentstehung werden wieder in harmlosere Phasen zurückgeführt. Dadurch erlebt der Patient diese einzelne Phasen der Krankheitsentstehung stark verkürzt in rückwärtiger Reihenfolge nochmals. Das bedeutet, daß während des Genesungsvorgangs manchmal scheinbar neue Erkrankungen auftreten können, deren Symptome jedoch keineswegs unterdrückt werden dürfen. Nach Korrektur von Heilhindernissen, dazu zählt auch die Amalgambeseitigung aus den Zähnen und der Einhaltung einer vollwertigen Ernährung, kann mit Hilfe der naturheilkundlichen Medizin wieder Gesundheit erreicht werden. Auf diese Weise können sehr viele chronische Krankheiten geheilt werden, nicht nur die Neurodermitis.

Ich war von den Vorteilen, beziehungsweise von der Richtigkeit der Enderlein-Therapie überzeugt, da diese im Einklang mit dem Körper verläuft, und keine Manipulation am Immunsystem vorsieht. Es war für mich von Anfang an klar, daß wir das Immunsystem stärken, es unterstützen müssen. Das sagte mir alleine schon die Logik, von meiner Ausbildung als Kinderkrankenschwester ganz unbeeinflußt.

 

Mehr zu dem Buch findest Du unter: http://www.jasminstaab.de/

 


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