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Nesselsucht durch Nahrungsmittel?

Bei der spontanen Nesselsucht (Nesselfieber, Urtikaria) und bei der Kontakturtikaria können Nahrungsmittel eine Rolle spielen. Rötungen, Juckreiz und Quaddeln und Angioödeme treten häufig nach dem Kontakt oder Verzehr von Nahrung auf.

Dann liegt entweder eine Allergie gegen das Lebensmittel vor oder eine Unverträglichkeit.

Nesselsucht durch Allergie

Im Falle einer Allergie treten die Nesselsucht-Symptome ausschließlich und jedes Mal nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auf, meist wenige Minuten bis maximal einige Stunden nach dem Essen oder Trinken. Vermeidet der Patient diese für einige Tage, hat er keine Beschwerden mehr. Mehr dazu unter Allergie. Da Betroffene das Allergen in der Regel recht schnell ausfindig machen und vermeiden können, ist die chronische spontane Nesselsucht sehr selten. Nur etwa ein Prozent der Nesselsucht-Patienten leiden unter einer solchen chronischen spontanten Urtikaria.

Nesselsucht durch Nahrungsmittel-Unverträglichkeit

Handelt es sich um eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit, kommen bei Nesselsucht zwei Möglichkeiten in Betracht: die Pseudoallergien und die Histaminintoleranz.

Bei Pseudoallergien setzt der Körper entzündungswirksame eigene Stoffe frei, der genaue Mechanismus ist wissenschaftlich bis dato jedoch noch nicht geklärt. Pseudoallergien bestehen meistens gegen Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, die industriell hergestellt wurden, wie die:

  • Aromastoffe (künstliche und natürliche)
  • Farbstoffe
  • Geschmacksverstärker
  • Konservierungsstoffe
  • Tyramin
  • Zitronensäure

Anders als bei einer Allergie treten die Nesselsucht-Symptome in den meisten Fällen verzögert auf, bis zu 24 Stunden nach dem Verzehr. Erschwert wird das Erkennen des Auslösers weiter dadurch, dass bestimmte Mengen verzehrt werden oder bestimmte Zusatzstoffe gemeinsam aufgenommen werden müssen, damit es zu Juckreiz, Rötungen, Quaddeln und Schwellungen kommt.

Die chronische Nesselsucht ist aus diesem Grund häufig durch unerkannte Pseudoallergien bedingt.

Etwas leichter lässt sich eine Histaminintoleranz als Auslöser für die Nesselsucht entlarven. Bei Histaminintoleranz verursachen alle Nahrungsmittel Probleme, die viel Histamin enthalten. Histamin wird in den Mastzellen des Körpers produziert und bei Reizung freigesetzt. Es wirkt entzündlich und kann den Juckreiz, die Rötungen und Quaddeln verursachen.

Bei der Kontakturtikaria treten Beschwerden nach dem Hautkontakt mit einem Allergen oder Inhaltsstoffen mit Unverträglichkeit. Juckreiz und Quaddeln sind dann auf die Stellen der Haut begrenzt, die direkt Kontakt mit der betreffenden Substanz hatten.

Bei den Formen der physikalischen Nesselsucht und der cholinergische Urtikaria hingegen gibt es bisher keine wissenschaftlichen Belege für die Ernährung als Auslöser von Nesselsucht-Symptomen.

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