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Nesseln

Nesseln meint zweierlei: Hautveränderungen, die auch als Quaddeln bezeichnet werden einerseits, Pflanzen mit stechenden Haaren andererseits. Es gibt aber eine Verbindung zwischen beiden Bedeutungen.

Nesseln auf der Haut

Nesseln bezeichnen in der Dermatologie Hautveränderungen mit punktartigen bis münzgroßen Erhebungen, die durch Nesselsucht, den Kontakt mit Brennnesseln oder eine Allergie, zum Beispiel auf Insektengift, Nahrungsmittel, Sonnenlicht oder Kontaktallergene bedingt sind.

Diese Nesseln werden auch als Quaddeln bezeichnet.

Zu den Hautveränderungen kommt es durch Wassereinlagerungen in den oberen Hautschichten, ausgelöst durch Histamin. Die Nesseln bilden sich in drei Stufen:

  • Die Haut rötet sich
  • Flüssigkeit tritt aus den Blutgefäßen ins Gewebe, wodurch eine Erhebung auf der geröteten Haut sichtbar wird
  • Um die Nessel herum zeigt sich eine Reflexrötung

Die Nesseln können mitunter stark jucken – die Betroffenen neigen mehr als zum Kratzen eher zu Kneifen, Drücken oder Reiben, um den Juckreiz loszuwerden. Auch ein Brennen tritt häufig auf.

Nesseln können nach wenigen Minuten wieder vergehen, aber auch länger bestehen bleiben. Ist letzteres der Fall, können sie sich rötlich-braun verfärben, während die Haut herum ihre Rötung verliert.

Nesseln im Garten

Als Nesseln werden auf der anderen Seite Pflanzen wie die Brennnessel mit stechenden Haaren bezeichnet. Kommt die menschliche Haut mit ihnen in Berührung, dringen die Stacheln in sie ein und geben einen scharf-ätzenden Saft ab, der stark brennen und jucken kann. Aus dieser Tatsache leitet sich auch die Hauterscheinung der Nesseln ab.

Die Beschwerden sind dann besonders groß, wenn man die Pflanzen aus Versehen berührt. Greift man sie fest, werden ihre Stacheln zurückgedrängt, teilweise brechen sie ab.

Nesselpflanzen schaden dem Körper jedoch nicht nur, sie können auch für medizinische Zwecke sowie als Bestandteil von Speisen eingesetzt werden. In Russland hackt man die gesunden Arten aus dem Kreis der Nesseln klein und gibt sie wie Petersilie zum Essen. Zudem sollen die Pflanzen unter anderem harntreibend wirken.


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