});

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl ist das Öl, das aus der Nachtkerze gewonnen wird, einer zweijährigen Pflanze, von der es etwa 120 verschiedene Arten gibt. Das Nachtkerzenöl wird als pflanzliches Heilmittel eingesetzt. Zur Herstellung des Öls werden die Samen verwendet, die zu vierundzwanzig Prozent aus sehr gesundem Öl bestehen. Das Mittel kann sowohl äußerlich (pur, als Creme oder Salbe), als auch innerlich als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden.

Die Heilpflanze Nachtkerze

Die Nachtkerze wächst in etwa 120 verschiedenen Arten. Ursprünglich in Nord-, Mittel- und Südamerika beheimatet wurde sie vor vier Jahrhunderten nach Europa gebracht und breitete sich auch dort aus. Sie zählt zu den zweijährigen Pflanzen und wächst auf trockenen und steinigen Böden. Ihre Form gleicht – wie ihr Name – der einer Kerze. Ihre gelben Blüten öffnen sich in der Abenddämmerung und locken nachts Nachtfalter an. Die Nachtkerze blüht nur sehr kurz, etwa bis zum Mittag des nächsten Tages.

Während die Pflanze zunächst nur zur Zierde benutzt wurde, stieg sie später auf zur Heilpflanze. Heute ist das Nachtkerzenöl insbesondere in der Behandlung von Hauterkrankungen ein renommiertes, sehr oft eingesetztes Mittel.

Nachtkerzenöl – Herstellung

Zur Gewinnung des Öls werden die winzigen Samen der Nachtkerzen verwendet, sie werden gereinigt und gründlich getrocknet, da sie nicht mehr als 9% Wasser enthalten dürfen. Anschließend wird die Masse kaltgepresst, dabei entsteht das Öl. Weil auf Wärmezufuhr verzichtet wird, bleiben die Fettsäuren, Farbstoffe, Duftstoffe und Geschmacksstoffe unbeschädigt. So zumindest bei hochwertiger Herstellung. Heute finden sich immer mehr Präparate, die mit Chemikalien und heißen Temperaturen erzeugt wurden, weil dies billiger ist und schneller geht. Dabei geht die Wirkungskraft des Nachtkerzenöls jedoch (teilweise) verloren.

Nachtkerzenöl sollte immer gut verschlossen, trocken und dunkel sowie kühl gelagert werden. Unter Sauerstoffeinwirkung wird das Mittel sehr schnell ranzig. Verschlossene Flaschen sind etwa 1 Jahr haltbar, offene nur drei Monate. In Kapseln ist das Öl jedoch länger haltbar.

Nachtkerzenöl – Inhaltsstoffe und Wirkung

Besonders reich ist das Öl der Nachtkerze an mehrfach ungesättigten, essentiellen (der Körper kann sie nicht herstellen und benötigt sie von außen zugeführt) Fettsäuren – diese machen etwa 80% der Bestandteile des Öls aus. Zu diesen Fettsäuren zählen die enthaltene Linolsäure und Gamma-Linolsäure. Ebenfalls enthalten sind Aminisäuren, Mineralien sowie Vitamin E.

Der Körper benötigt die essentiellen Fettsäuren und daraus verarbeitete Stoffe, um die Zellmembran zu erhalten, den Cholesterin-Stoffwechsel zu regulieren und um hormonähnliche Substanzen herzustellen. Die Essentiellen Fettsäuren sind außerdem am Fettabbau beteiligt, am Immunsystem und an der Regulierung des hormonellen Gleichgewichts, weiterhin können sie Entzündungen der Haut entgegenwirken.

Von der Linolsäure braucht der Körper etwa 5-7 Gramm am Tag. Enthalten ist sie nicht nur im Nachtkerzenöl, sondern zum Beispiel auch in Hanföl, Distelöl, Sonnenblumenöl oder Sojaöl.

Fehlen dem Organismus diese Fettsäuren oder ist die Verarbeitung zum Beispiel wegen Stress, mangelnder Bewegung oder Alkoholgenusses beeinträchtigt, ist das Immunsystem gestört Entzündungsprozesse der Haut können unkontrolliert zunehmen.

Hauptanwendungsgebiete des Öls sind:

  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte
  • Trockene, schuppige oder fettige Haut
  • Haarausfall

Das Mittel kann übrigens auch bei Tieren eingesetzt werden.

Innerliche und äußerliche Anwendung

nnerlich eingenommen werden kann Nachtkerzenöl unter anderem bei Juckreiz und trockener Haut sowie bei Hauterkrankungen (Psoriasis, Neurodermitis), die mit Entzündungen der Haut einhergehen. Auch bei hohem Cholesterinspiegel, Polyarthritis, Morbus Bechterew sowie beim Prämenstruellen Syndrom kann das Mittel helfen. Darüberhinaus wird es zur Behandlung von Pollenallergien eingesetzt. Dazu muss es über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen in recht hohen Dosen eingenommen werden.

Die äußerliche Anwendung kann mit unverdünntem Öl erfolgen, Nachtkerzenöl ist aber auch Bestandteil zahlreicher Cremes und Salben. Das Heilmittel kann die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und geschmeidiger machen, Juckreiz und Rötungen lindern, die Hautschuppung, den Zellstoffwechsel und die Talgproduktion regulieren.

Nachtkerzenöl – Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen treten bei der äußerlichen oder innerlichen Anwendung nur sehr selten auf, allerdings sollte man man Cremes mit dem Öl nicht direkt vor einem Sonnenbad anwenden, besser ist es, sie am Abend auf die Haut zu geben. Bei der innerlichen Einnahme kann es zu Verdauungsstörungen, Durchfall und Bauchschmerzen kommen.

Stillende, Schwangere und Menschen mit Erkrankungen wie Epilepsie sollten die Anwendung zuvor mit ihrem Arzt abklären.
 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl gegen Neurodermitis Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl (wie in Glandol) können nicht nur zur innerlichen...
  2. Bockshornklee-Samen, Nachtkerzenöl und B2 in einer Kapsel Zur täglichen Pflege der belasteten Schuppenflechte-Haut können auch pflanzliche Präparate...
  3. Nachtkerzenöl Nachtkerzen (Oenothera biennis L.) gehören zur Pflanzengattung der Nachtkerzengewächse. Sie...
  4. Nachtkerzenöl-Creme selbst herstellen Nachtkerzenöl-Cremes lassen sich recht einfach selbst herstellen und sind oft...
  5. Lebertran-Kapseln Lebertran-Kapseln enthalten Substanzen aus dem Lebertran, der zunächst nur wegen...

Kommentare sind geschlossen.