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Mundwinkel

Mundwinkel (Angulus oris) bezeichnet die beiden Stellen am Mund, an denen die Oberlippe und Unterlippe zusammenlaufen. Den rechten Mundwinkel nennt man Angulus oris dexter, den linken Mundwinkel Angulus oris sinister.

Die Mundwinkel übernehmen verschiedene wichtige Aufgaben, so laufen dort zum Beispiel die Fasern verschiedener Gesichtsmuskeln zusammen. Auch als Mimik-Instrument zur Darstellung der Befindlichkeit ist die Position der Mundwinkel entscheidend.

Da die Mundwinkel ständig mechanisch und durch Speichel, Essensreste etc. beansprucht werden, sind sie anfällig für Erkrankungen – insbesondere für Risse, die sogenannten Mundwinkelrhagaden. 

Mundwinkel – Pflege

Menschen, die zu trockenen, spröden und rissigen Mundwinkeln neigen, sollten diese regelmäßig mit einem Fettpflegestift für die Lippen oder mit einer Fettcreme pflegen. Zuhause und über Nacht kann die Fettcreme auch dicker aufgetragen werden. Daneben kann Honig helfen.

Weiterhin hilft eine ausgewogene Ernährung dabei, die Lippen und die Mundwinkel mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen.

Auch sollte der Mund nicht zu weit aufgerissen werden, da hierbei kleine, aber sehr schmerzhafte Verletzungen an den Winkeln entstehen können.

Im Winter empfehlen sich kleine Schüsseln mit Wasser im Raum, die die Luftfeuchtigkeit erhöhen können, die bei Heizungsluft stark absinken kann.

Mundwinkelrhagaden

Mundwinkelrhagaden sind entzündliche Veränderungen in den Mundwinkeln. Erkennbar sind sie an folgenden Symptomen:

  • Rötung
  • Schuppung und Krusten
  • Einrisse
  • Spannungsgefühl, seltener Fremdkörpergefühl
  • Schmerzen bei Berührung

Die Rhagaden heilen nur schlecht ab.

Die Ursachen erkrankter Mundwinkel sind vielseitig, unter anderem:

  • Mangelerkrankungen (Eisen, Vitamin, Riboflavin)
  • Zu viel Vitamin A
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder seborrhoisches Ekzem
  • Allergien
  • Infektion mit Kokken oder Pilzen
  • Starker Speichelfluss
  • Anatomische Besonderheiten (starke Faltenbildung am Mund)
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • Allgemeine Immunschwäche

Bei der Behandlung stehen das Erkennen und die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Die Fettsalben können zudem mit Mitteln gegen Bakterien, Viren oder Pilze angereichert werden.


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