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Mückenstich-Allergie

Wenn Mücken zustechen, juckt die Haut, ist gerötet und kann anschwellen. Doch handelt es sich dabei um eine echte Mückenstich-Allergie, ähnlich der Allergie gegen Wespen?

Jährlich steigt die Anzahl der Patienten mit übermäßigen Reaktionen auf Mückenstiche wie massiven Hautschwellungen – eine Entwicklung, die vor etwa 10 Jahren begann. 

Symptome einer Mückenstich-Allergie

Dass sich die Haut nach einem Stich an der Einstichstelle entzündet und leicht anschwillt, ist vollkommen normal. Bei schweren Reaktionen kann jedoch die ganze Hand für mehrere Stunden bis Tage anschwellen und stark schmerzen.

Auch jenseits der Einstichstelle können Beschwerden auftreten:

  • Symptome im Magen-Darm-Bereich wie Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Bluttdruckabfall

(Anaphylaktische Schocks mit Todesfolge sind uns keine bekannt).

Schuld daran sind allergische Reaktionen. Der Speichel der Mücke enthält Eiweiße, die in die Haut gelangen, wenn die Mücke Blut absaugt. Das Immunsystem bewertet die an sich harmlosen Substanzen als feindlich und startet Abwehrreaktionen. Es kommt zur Bildung von Antikörpern und beim nächsten Mückenstich zur Ausschüttung von Histamin und anderen Stoffen, die entzündliche Reaktionen im Körper hervorrufen können.

Anhand der Antikörper im Blut kann eine Mückenstich-Allergie mittels Allergietest diagnostiziert werden.

Ähnlich ist es bei anderen Arten der Insektenstiche.

Behandlung einer Mückenstich-Allergie

Die betroffene Stelle sollte gekühlt und ruhig gestellt werden. Spucke kann als Ersatz für Wasser genutzt werden, hilft aber entgegen der weit verbreiteten Meinung keinesfalls besser als gewöhnliches Wasser aus dem Hahn. Auch juckreizstillende Cremes oder kühlende Umschläge mit Zitronensaft, Zwiebeln oder Essigwasser können helfen.

Kratzen sollte man hingegen nicht, da die Haut dadurch weiter verletzt und anfällig für Bakterieninfektionen werden kann. Bereits vorhandene Infektionen werden mit Desinfektionsmitteln behandelt – ein Gang zum Arzt ist dann aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Ergänzend können Antihistaminika aus der Apotheke verwendet werden, um die allergischen Reaktionen zu verhindern. Diese sollen übrigens auch dann gegen den Juckreiz und die Entzündung helfen auch, wenn keine allergische Reaktion vorliegt.

Da die Mückenstich-Allergie zwar mit starken Symptomen verlaufen kann, aber nach aktuellem Stand keine Lebensgefahr mit sich bringt, ist es in der Regel nicht notwendig, als Allergiker stets ein Notfallset bei sich zu tragen.

Eine Hyposensibilisierung gibt es derzeit noch nicht. Anders als Menschen mit einer Wespen-Allergie müssen sich Mückenallergiker daher wohl noch einige Jahre gedulden, bis sie sich beim Arzt schrittweise an den Speichel gewöhnen können, bis keine allergischen Reaktionen mehr auftreten.

Mückenstichen vorbeugen

Auf Reisen in mückenreichen Gegenden können die Antihistaminika auch prophylaktisch vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

Daneben können auch Mückensprays und Hautlotionen mit Abwehrstoffen Mücken abhalten. Mücken werden von bunter Kleidung angelockt, einfarbige Textilien sind daher tendenziell besser geeignet.


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2 Antworten zu “Mückenstich-Allergie”

  1. Rolf Krause sagt:

    Da scheint es tatsächlich nicht viel dafür zu geben.

  2. jamie sagt:

    also bin ich erlärgisch wenn es rot anschwillt und taub ist und unglaublich juckt?

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