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Mitesser loswerden

Mitesser loswerden – geht das, oder ist das ein Ammenmärchen aus der Werbung von Kosmetikunternehmen? jucknix klärt auf.

Unter Mitessern (Komedonen) leiden fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens einmal. Besonders häufig treten sie begünstigt durch männliche Geschlechtshormone nd die erhöhte Talgproduktion während der Pubertät auf – zunächst allein, später häufig gemeinsam mit Pickeln, Papeln oder Pusteln. Mitesser können also eine harmlose Hauterscheinung sein, oder der Vorbote einer sich entwickelnden Hauterkrankung wie der Akne.

Blackheads und Whiteheads

Wer Mitesser loswerden will, muss verstehen, woher sie kommen. Mitesser entstehen, wenn der Ausgang eines Haarkanals (Follikels) der Haut verschlossen wird durch winzig kleine Hornhautpartikel. Dadurch kann der in den Hautdrüsen produzierte Talg nicht mehr austreten, es entsteht eine Art „Propfen“, der sich aus Talg und Hornzellen zusammensetzt und den Haarkanal verstopft. Dieser Propfen ist gemeint, wenn man von einem Mitesser spricht.

Unterschieden werden dann zwei Arten von Mitessern, „Blackhead“ und „Whitehead“. Whiteheads sind erkennbar als kleine helle Knötchen auf der Haut bei noch verschlossenem Mitesser.

Ein geöffneter Mitesser zeigt sich als dunkel verfärbte Stelle auf der Haut. Der Grund: das im Haarkanal befindliche Melanin oxidiert an der Luft und ändert seine Farbe. Dabei handelt sich sich um einen Blackhead.

Entzündet sich das Follikel, weil Bakterien unter dem Talgpropfen eingeschlossen sind, lagert sich Eiter an, der ebenfalls nicht austreten kann. So entstehen Pickel, kleine Bläschen.

Mitesser loswerden – Was man nicht tun sollte

Nicht verwenden sollte man im Fall von Mitessern solche Hautpflegeprodukte oder Kosmetika, deren Inhaltsstoffe de Talg ähneln. Diese können nämlich in die Poren eindringen und die Verstopfung, den Talgstau, noch weiter verschlimmern.

Falsch ausdrücken. Wer die Mitesser zu rabiat oder auf eine unhygienische Weise ausdrücken möchte, schadet seiner Haut meist mehr, als dass er ihr nützt. Wie ihr das richtig macht, erfahrt ihr unter:

Mitesser loswerden – Was man tun kann

  • Reinigen: Seife und Reinigungslotionen mit allergenen Inhaltsstoffen sollten vermieden werden, da sie die Haut sehr strapazieren können. Besser geeignet sind seifenfreie, hautneutrale, milde Mittel mit einem pH-Wert von 5,5.
  • Peeling: Mit einem Peeling können überflüssige oder abgestorbene Hautzellen von der Gesichtshaut entfernt werden. Dadurch sammeln sie sich nicht auf der Haut und am Ausgang der Talgdrüsen an. Die Haut kann besser „atmen“ und sich von Talg und Fett befreien.  Es gibt sowohl milde Peelings für die Selbstanwendung zu Hause als auch wirkungsvollere Peelings beim Hautarzt wie die Microdermabrasion oder eine Kombination aus Laser und Peeling-Mittel.
  • Entfetten: Besonders fettige Haut, die sich häufig in der T-Zone an Kinn, Oberlippe und Stirn zeigt, neigt zu Mitessern. Hilfreich sind spezielle Blättchen, die das Fett aufsauen sowie Gesichtsmasken mit Heilerde oder anderen leicht austrocknenden Wirkstoffen. Bei trockener Haut bringt dass Entfetten nichts, schließlich sitzt der Talg im Falle trockener Haut in den verstopften Talgdrüsen bzw. Haarfollikeln fest.
  • Mitesser professionell entfernen (lassen): Wer seine Mitesser selbst ausdrückt, läuft Gefahr, seine Haut zu schädigen und für Bakterien angreifbarer zu machen. Besser ist ein Gang zum geschulten Kosmetiker. Falls ihr dennoch lieber selbst Hand anlegen wollt, gilt es drei Schritte einzuhalten: 1. Die Haut vorher desinfizieren 2. Haut mit warmen Kompressen für 10 bis 15 Minuten behandeln, dabei öffnen sich die Poren. 3. Einen sogenannten Komedogenquetscher benutzen (gibt es im Internet), der vor der Anwendung ebenfalls desinfiziert werden muss. Mit dem Gerät kann der verstopfte Follikel geöffnet und daraufhin ausgequetscht, also von den Talg-Propfen befreit werden.
  • Mitesser loswerden mit Strips: Aus der Werbung bekannt sind Strips, die auf die Nase oder Stirn geklebt werden, einige Minuten einwirkung und anschließend abgezogen werden. Bei einer erfolgreichen Behandlung sieht man nach dem Abziehen schwarze Punkte sowie kleine Hautfetzen auf dem Strip. Der Streifen kann zunächst befeuchtet werden, wenn er sich andernfalls nur schwer entfernen lässt. Wer zu rabiat dabei ist, verletzt seine Haut und schafft damit die Grundlage für neue Mitesser. Vielen Betroffenen helfen diese Produkte überhaupt nicht, allen anderen nur kurzfristig.
  • Medikamente: Vitamin-A-Derivate, sogenannte „Retinoide“ können und Wirkstoffe wie Isotretinoin (Roaccutan) können die Haut dauerhaft verändern. Die Talgdrüsen werden von diesen Mitteln umgebaut, sodass es seltener zu Verstopfungen kommt, außerdem wird auch die Produktion von Talg normalisiert. Isotretinoin kommt nur bei mittelschweren bis schweren Fällen von Akne zum Einsatz, da das Medikament mit einigen Nebenwirkungsrisiken einhergeht. Daneben können auch Hormonpräparate verordnet werden, um den unausgeglichenen Hormonhaushalt auszubalancieren und so die Überproduktion Talg zu beenden.

Weitere Tipps dazu, wie ihr Mitesser loswerden könnt, erfahrt ihr auch im jucknix-Special zur Akne.
 


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