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Wie die Menstruation (Regel) die Haut beeinflusst

Im Menstruationszyklus sind verschiedene hormonelle Veränderungen feststellbar. Wie die Menstruation die Haut und Hauterkrankungen beeinflussen kann, erfahrt ihr – wie immer – bei jucknix.de.

Die Ausschüttung der beiden Zyklushormone des Eierstocks Östradiol (ein Östrogen) und Progesteron (ein Gestagen) wird durch Hormone im Gehirn gesteuert. Verantwortlich sind das Östrogen und das Gestagen unter anderem dafür, dass: 

  • Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird
  • die Follikel reifen, also die Zellhüllen, die die Eier des Eierstocks enthalten
  • der Eisprung (Ovulation) in der Mitte des Zyklus geschieht
  • die Gebärmutterschleimhaut abgebaut wird, was die Menstruationsblutung einleitet

Bei diesem Wechselspiel verschiedener Hormone wird neben den weiblichen Sexualorganen vor allem die Haut beeinflusst. Die Haut verfügt über Rezeptoren für weibliche und männliche Sexualhormone, bei einer Ausschüttung dieser reagiert sie sehr empfindlich.

Östrogene sind in der Lage:

  • die Wasserbindungskapazität der Haut zu erhöhen
  • die Talgproduktion zu unterdrücken
  • die Hautdicke zu erhöhen, indem der erhöhte Wassergehalt im Bindegewebe den Kollagenabbau bremst
  • das Immunsystem der Haut zu beeinflussen, sie können antientzündlich wirken, indem sie eine Immunreaktion der Haut vermindern
  • Pigmentproduktionen in der Oberhaut anzuregen, wodurch sich die Haut vorübergehend stark verfärben kann, meist prämenstruell um die Augen und Brustwarzen

Progesteron scheint ebenfalls das Immunsystem unterdrücken zu können, die genauen Zusammenhänge sind jedoch noch nicht geklärt. Vermutet wird aber, dass Verschlechterungen von Hauterkrankungen in der prämenstruellen Phase im Progesteron begründet sind, da dies in diesem Teil des Zyklus dominiert.

Aus diesen Gründen kommt es nicht nur während der Menstruation, sondern auch im Rahmen des prämenstruellen Syndroms (PMS) kurz der Menstruationsblutung zu emotionalen und körperlichen Beschwerden. Neben Nervosität, Gereiztheit, Kopfschmerzen oder Gewichtszunahme treten häufig auch Hautveränderungen auf, vorhandene Hauterkrankungen können sich verschlechtern. Welche Vorgänge genau dahinter stehen, ist bis heute noch nicht ausreichend erforscht. Anscheinend sind aber Reaktionen des Immunsystems während des PMS möglich.

 

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