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Melkfett

Melkfett wurde ursprünglich als pflegende Creme und zum Schutz nach dem Melken auf die Zitzen von Kühen, Ziegen und Stuten aufgetragen. Heute wird Melkfett auch in der Kosmetikindustrie verwendet.

Als Pflegecreme beim Menschen soll Melkfett folgendes bewirken:

  • Es soll bei starker Verhornung helfen, die Hornschicht aufzuweichen, die daraufhin leichter entfernt werden kann.
  • Melkfett soll die Haut kurzzeitig vor schädigenden Substanzen schützen.
  • Es legt sich über die Haut und verhindert so, dass Feuchtigkeit aus der Haut verdunsten und Wärme entweichen kann. Dadurch soll es unter anderem Wintersportler vor Erfrierungen schützen. Im Wintersport wird Melkfett auch als Sonnenschutzmittel eingesetzt – allerdings zu unrecht, es schützt nur unzureichend vor den UV-Strahlen.
  • Auch zur Verhinderung von Reibungsverletzungen – wenn Haut auf Haut oder Textilien auf der Haut reiben – wird das Fett eingesetzt, zum Beispiel im Laufsport.

Melkfett basiert auf Paraffin und besteht unter anderem aus der erdölhaltigen Vaseline.

Während das Melkfett, das auf dem Bauernhof eingesetzt wird, häufig auch Pestizide und andere Stoffe enthält, die für den Menschen gefährlich sein können, ist das kosmetische Melkfett frei davon. Stattdessen werden diesen Melkfettcremes Duftstoffe, Kamille, Calendula, Bienenwachs oder Sojaöl beigemischt.

Doch auch diese Zusatzstoffe können zum Teil allergische Reaktionen auslösen, siehe:

Doch nicht nur aufgrund des Allergenpotenzials, sondern auch aus einem weiteren Grund scheint uns Melkfett bei Neurodermitis nicht geeignet zu sein: zwar fettet es die trockene Haut sehr gut, es verstopft die Poren aber dabei sehr stark und behindet die Hautatmung. Die Haut reagiert darauf häufig mit Juckreiz.

Wer die Creme dennoch anwenden möchte, sollte sie nach spätestens nach ein paar Stunden wieder gründlich abwaschen.


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