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Mannit (E 421)

Mannit (E 421, Mannitol) ist ein Zuckeralkohol und Zuckeraustauschstoff, der unter anderem in folgen Pflanzen vorkommt:

  • Algen
  • Feigen
  • Oliven
  • Pilze
  • Im Saft von Lärche und Manna-Esche

Der Saft der Manna-Esche enthält, wenn er an der Luft eingetrocknet wird, etwa 13% Mannit. Aus der Pflanze leitet sich auch der Name des Stoffs ab. Braunalgen enthalten sogar bis zu 40% der Trockenmasse Mannit, Meeresalgen bis zu 20%.

Die Süßkraft von Mannit ist ungefähr halb so gro0 wie die von Zucker. Anders als Zucker kann das Mittel auch ohne Insulin verwendet werden, wodurch es sich gut für Diabetiker-Produkte eignet.

Der Energiegehalt liegt mit 2,4 kcal/g knapp unter dem des Zuckers.

Karies löst Mannit nicht aus. 

Mannit – Herstellung

In der Lebensmittelindustrie wird Mannit mittels Enzymen aus Fruktose erzeugt. Dabei ist auch der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen möglich.

In der Weinherstellung entsteht Mannitstich unerwünscht und gilt als Weinfehler.

Der Zuckeraustauschstoff ist relativ teuer und wird daher nur begrenzt eingesetzt.

Mannit in Lebensmitteln

Als Lebensmittelzusatzstoff trägt er in Europa die Zulassungsnummer E 421.

Zum Beispiel findet sich Mannit in zuckerfreien bzw. zuckerreduzierten Nahrungsmitteln:

  • Backwaren
  • Senf
  • Saucen
  • Marmelade
  • Süßwaren
  • Diabetiker-Produkte
  • Vitamin-Brausetabletten und andere Nahrungsergänzungsmittel
  • Kaugummis
  • Speiseeis und Desserts

Neben seiner Funktion als Zuckeraustauschstoff wird Mannit auch als Füllstoff, Trennstoff und Trägerstoff von Vitaminen oder Aromen verwendet.

Mannit in Medikamenten

Auch in Medikamenten kommt Mannit zum Einsatz, zum Beispiel bei der Herstellung von Tabletten sowie als Arzneistoff, etwa in Osmofundin, Osmosteril und generischen Zubereitungen dieser Medikamente.

Als Teil von Arzneimitteln wird Mannit unter anderem in folgender Weise verwendet:

  • Zur Vorbeugung akuten Nierenversagens
  • Senkung von Druck in Hirn und Augen
  • Bei Vergiftungen
  • Als negatives Kontrastmittel vor MRT-Untersuchungen des Dünndarms
  • Bei COPD und Mukoviszidose bei der Herstellung von Trockenpulverinhalat

Auch werden Heroin und andere Drogen teils mit Mannit verschnitten.

Früher wurde die Substanz weiterhin bei der Produktion von Sprengstoff eingesetzt.

Ist Mannit gefährlich?

Höchstmengenbeschränkungen gibt es für E 421 nicht.

Mannit gilt grundsätzlich als unbedenklich, empfindliche Personen können jedoch nach dem Verzehr Brechreiz verspüren, ein übermäßiger Verzehr kann zudem abführend wirken – weswegen Produkte mit mehr als 10 Prozent Zuckeraustauschstoffen den Packungshinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ tragen müssen.

Verbraucherschützer empfehlen, nicht mehr als 20 g Mannit pro Portion und nicht mehr als 50 g Mannit pro Tag zu verzehren.
 


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