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Besonderheiten der Männerhaut

Die Haut von Männern und von Frauen unterschiedet sich im Hautaufbau deutlich, sichtbar wird dies vor allem bei den Falten und der Cellulitis: hiervon ist Männerhaut deutlich später oder seltener betroffenen. Für beide Geschlechter ist daher eine unterschiedliche Hautpflege notwendig.

Während die Haut von Frauen durch parallel verlaufenden Kollagenfasern gekennzeichnet ist, liegt bei Männerhaut eine starke Vernetzung in der Haut vor. Die Folge: Frauenhaut ist deutlich dehnbarer – gut für die Schwangerschaft, aber auch förderlich für Dehnungsstreifen und Falten. Die Männerhaut dagegen ist durch ihre Struktur robuster.

Zudem ist die Männerhaut dicker – statt 0,8 mm beträgt die Dicke 1,0 mm. Hormonell bedingt produziert sie mehr Talg, was die Poren verstopfen und zu Hautunreinheiten wie Mitessern und Pickeln führen kann. Daher sind reichhaltige Cremes und Salben für die gut genährte Haut der Männer ungeeignet, sie können zu weiteren Verstopfungen führen. Der Talg führt weiter auch zu einer leicht glänzenden Hautoberfläche und dazu, dass Falten später auftreten.

Durch die dickere Haut werden andererseits auch Augenringe und Falten stärker sichtbar.

Auch die häufig notwendige Rasur kann die Haut stark reizen und austrocknen – vor allem dann, wenn Aftershaves mit Alkohol eingesetzt werden. Beim Rasieren werden nämlich auch Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) verletzt.

Männer entwickeln außerdem häufiger einen Hautkrebs. Dies liegt nicht nur am selteneren Gebrauch von Sonnencremes, sondern auch in der Haut selbst begründet: die Männerhaut ist weniger mit Schutzstoffen (Antioxidantien) geschützt, die das Hautkrebsrisiko senken. Bei den Antioxidantien handelt es sich um kleine Moleküle, die die Hautzellen vor freien Radikalen (aggressiven Sauerstoffverbindungen) und vor der Schädigung durch UV-Licht schützen. Vom weißen Hautkrebs betroffen sind insbesondere Männer hellen Hauttyps und höheren Alters, die wenig Haare haben und sich viel im Freien aufhalten. Dies zeigt eine Studie von Dr. Meinhard Schiller und Kollegen der Hautklinik des Universitätsklinikums Münster.

Ab dem 50. Lebensjahr baut sich die Unterkonstruktion der Haut beider geschlechter stärker ab, die Faltenbildung geschieht dann bei Männern und für Frauen häufiger.

 

 


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