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Lupinen-Allergie

Lupinen-Allergie

Verbreitung und Symptome

Obwohl Lupinen vor allem als Gartenblumen und als Tierfutter bekannt sind, findet die Hülsenfrucht Einzug in immer mehr Lebensmittel. Während die Pflanze einige sehr positive Eigenschaften aufweist – sie ist frei von Gluten, und reich an Eiweißen und Ballaststoffen, hat gute Backeigenschaften und Geschmacksvorteile – geht auch ein allergisches Potenzial von ihr aus. Betroffen sind hiervon Erwachsene und Kinder gleichermaßen.

Die Symptome: orales Allergiesyndrom, Atemnot, Schwellungen, Entzündungen der Nasenschleimhaut, Bindehautentzündungen, Ausschlag, Verdauungsprobleme und schlimmstenfalls anaphylaktische Schocks.

Bereits der kleinste Lupinen-Verzehr kann für Allergiker zum Notfall führen. Im Jahr 2002 waren Süßlupinen sogar der wesentliche Auslöser für lebensbedrohliche allergische Anfälle in Frankreich.

Aufgrund der genannten positiven Eigenschaften der Süßlupine ist die Liste von Nahrungsmitteln, in denen sie enthalten sein kann, dennoch lang: Backwaren (auch in den glutenfreien!), in Gemüse oder Fisch, in Nudeln, Quark, Joghurt, in Tofu, paniertem Fleisch, in Wurstwaren, Mayonnaise, Ketchup, Gewürzmischungen, in Pizza, Kaffeeersatz, Kartoffelfertigprodukten, Eiersatz, Müsli, Gebäck und Schokolade.

Seit Ende 2008 müssen Süßlupinen aber in Lebensmitteln gekennzeichnet werden – Hinweise liefern Begriffe wie: Lupinen, Lupinenprotein, Lupinenschrot, Lupinenkleie, Lupinenmehl.

Ausnahme: lose Ware wie beim Bäcker oder Metzger sowie Kantinen und Restaurants. Hier heißt es: lieber nachfragen. Und bei Misstrauen eher vom Verzehr absehen.

Kreuzallergien

Kreuzallergien sind möglich mit Gräserpollen sowie mit anderen Hülsenfrüchten, zum Beispiel Bohnen, Erbsen, Erdnüssen (jeder zweite Erdnussallergiker ist auch auf Süßlupinen allergisch), Kichererbsen, Linsen und Sojabohnen. (->Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest oder RAST. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests".



Therapie

Verzicht auf Lupinen-haltige Lebensmittel. Zudem sind mögliche Kreuzallergien auf Erdnüsse, Kichererbsen und Bohnen unbedingt zu beobachten.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.

 

 


Quellen:
Allergie konkret (DAAB), Bundesinstitut für Risikobewertung

Bild: Rosel Eckstein / pixelio.de


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