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Luftnot – Ursachen

Luftnot (Atemnot, Dyspnoe) kann vielfältige Ursachen haben. So können sowohl Immunerkrankungen Luftnot verursachen, als auch Erkrankungen von Atemwegen und Lungen, von Brustfell, Herz und Kreislauf. Eine Rolle dabei können Störungen im Gehirn spielen, wie auch Störungen in den Nerven, Stimmbändern und Muskeln (v.a. Atemmuskulatur). Weitere Ursachen von Luftnot sind Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen des Skelettsystems oder Blutes, sowie Infektionen, Allergien, Verletzungen und Vergiftungen, Medikamente, die Höhenkrankheit oder die Fibromvalgie. 

Dyspnoe ist also ein Symptom vieler Erkrankungen oder zu starker körperlicher Anstrengung, deutet aber stets auf einen Sauerstoffmangel im Organismus hin. Tritt die Luftnot schon ohne oder bei nur geringer körperlicher Anstrengung auf, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Nach der American Thoratic Society unterscheidet man vier Schweregrade der Atemnot:

  • (Grad 0: keine Beschwerden)
  • Grad 1: milde Kurzatmigkeit bei z.B. Treppensteigen
  • Grad 2: Atemnot macht vermehrt Pausen nötig bei leichten Anstrengungen wie Spaziergängen
  • Grad 3: Atemnot tritt noch stärker und länger auf, noch mehr Pausen nötig
  • Grad 4: schon leichte Alltagstätigkeiten führen zu einer starken Kurzatmigkeit

Die Luftnot kann dabei, muss aber nicht, mit anderen Beschwerden einhergehen:

  • Schmerzen in der Brust oder im Bauch
  • Beklemmungsgefühle
  • Angst

Unterschieden werden dabei grundsätzlich äußere Ursachen und innere Ursachen von Luftnot:

  • Äußere Faktoren: verunreinigt Luft, Vergiftungen (Dämpfe, Gase), Sauerstoffmangel in großen Höhen, eingeatmete Fremdkörper
  • Innere Faktoren: psychisch (Stress, Unruhe, Angst) oder somatisch

Luftnot – Ursachen: Erkrankungen nach betroffenen Organen

Häufigste Ursache sind Atemwegserkrankungen, allen voran:

  • Asthma bronchiale,
  • Bronchitis (akut und chronisch),
  • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung),
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • das Lungenemphysem,
  • die Lungenfibrose,
  • das Lungenödem,
  • der Pleuraerguss (Flüssigkeitsansammlung)
  • Tumore der Lunge
  • Bronchiektasen (Ausweitungen einzelner Lungenbereiche)
  • Verletzungen der Lunge, einschließlich Pneumothorax (Luft strömt aus der verletzten Lunge in den Körper)

Ebenfalls häufige Ursache stellen Infektionskrankheiten dar:

  • Tuberkulose
  • Grippe
  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Morbus Krupp, Pseudokrupp

Daneben Erkrankungen des Herzens:

  • Herzschwäche
  • „Lungenherz“

Erkrankungen von Muskeln, Skelett und Nerven:

  • Muskelerkrankungen (Myopathien)
  • Verformung oder Versteifung des Brustkorbs (Skoliose, Trichterbrust, Bechterew)
  • Verletzungen des Brustkorbs (z.B. Rippenbrüche)
  • Zwerchfellerkrankungen

Erkrankungen von Blutkreislauf und weitere:

  • Blutarmut (Anämie)
  • Gesteigerter Sauerstoffverbrauch durch Schwangerschaft oder Schilddrüsenüberfunktion

Allergien:

  • Auf Nahrungsmittel, Staub, Pollen, Insektenstiche oder Medikamente mit verkrampften Bronchien und Ödemen

 


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