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Leichte Verbrennungen (Hausmittel)

Leichte Verbrennungen (Verbrennungen 1. Grades) und leichte Verbrühungen führen zu geröteter Haut, Schmerzen und teils klaren Hautblasen oder offenen Wunden. Welche Hausmittel bei leichten Verbrennungen helfen und wann man unbedingt zum Arzt sollte: jucknix verrät’s.

Die leichten Verbrennungen werden ausgelöst von Feuer, Gasen, Explosionen, starker Reibung, heißen Herdplatten, Feuerwerken, Chemikalien, UV-Strahlen, von Elektrizität (Blitzschlag, elektrische Leitungen) sowie von heißen Flüssigkeiten (dann spricht man von einer Verbrühung)

Eine leichte Verbrennung äußert sich in folgenden Symptomen:

  • Oberflächliche Rötungen der Haut
  • Spannungsgefühl
  • Schmerzen
  • Brennen
  • Juckreiz
  • Teils klare Hautblasen und offene Wunden

Dabei entwickeln sich die Beschwerden meist innerhalb von 3 Tagen, erst dann ist das Ausmaß des Schadens durch eine Verbrennung 1. Grades ersichtlich.

Die Symptome heilen in der Regel innerhalb von 14 Tagen ab, auch ohne Behandlung. Narben bleiben meist keine zurück. Manchmal können länger anhaltende Empfindungsstörungen der verbrannten Haut.

Hausmittel bei leichten Verbrennungen

  • 1. Zuerst sollte die Haut natürlich sofort von der Wärmequelle entfernt werden – es sei denn, die verbrannten Kleidungsstücke o.ä. kleben an der Haut – dann ab zum Arzt!
  • 2. Anschließend sollte man die Stelle mit lauwarmem Leitungswasser (15-25°C) für mindestens 15 Minuten kühlen, Eis oder Eiswasser sind nicht geeignet.
  • 3. Danach werden die Blasen und Wunden gereinigt (zum Beispiel mit Ringerlösung oder einer antiseptischen Lösung) und desinfiziert (zum Beispiel mit einem Desinfektionsmittel wie Octenidin). Ganze Blasen intakt lassen, nicht ausdrücken. Verbranntes Gewebe entfernen. Keine Hausmittel wie Butter, Mehl, Quark oder Öl auf die Haut geben, bei chemischen Verbrennungen können Gele zur Neutralisierung länger aufgetragen werden. Natrium-Verbrennungen dürfen nicht mit Wasser behandelt werden, sonst können sie sich entzünden.
  • 4. Am Ende mit einer sterilen Wundauflage abdecken. Dazu gibt es auch spezielle, kühlende und befeuchtende Brandwundpflaster (Hydrogele). Sonnenbestrahlung vermeiden.

Gegen die Schmerzen sollten entzündungshemmende Schmerzmittel eingenommen werden, etwa:

  • Diclofenac
  • Ibuprofen
  • Naproxen

Die Wundauflage sollte regelmäßig gewechselt werden, dabei auch die Wunde reinigen und desinfizieren.

In der Nachbehandlung können pflegende Cremes eingesetzt werden.

Nach einer Verbrennung sollte die betroffene Haut bis zu 12 Monate besonders gut mit Sonnenschutzmitteln vor UV-Strahlen geschützt werden.

Als mögliche Hausmittel zur Kühlung können nach der akuten Phase, also wenn die Verletzung zwar bereits weitgehend abgeheilt ist, aber noch schmerzt, leicht brennt oder juckt, verwendet werden:

  • Baumwolltücher getränkt in Sauerkrautsaft oder Lindenblütenblätter-Tee
  • Umschläge mit Kamillentee
  • Umschläge mit Lavendel
  • Schüssler-Salz-Nr-11-Salben
  • Ringelblumensalbe

Leichte Verbrennungen – Wann zum Arzt?

Wir empfehlen bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern den Gang zum Arzt, auch schon bei leichten Verbrennungen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Blasen oder offene Wunden auftreten oder größere Bereiche der Haut befallen sind. Neben den Hausmitteln sind dann nämlich weitere, ärztliche Behandlungen notwendig.

Zum Arzt sollte man auf jeden Fall auch bei Fieber, starken Schmerzen, Wärmegefühlen oder verstärkten Hautrötungen.
 


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