Die Lederhaut (Dermis) bezeichnet die Hautschicht, die unter der sichtbaren äußeren „Oberhaut“ (Epidermis) liegt. Die Lederhaut verankert und ernährt die gefäßfreie Epidermis. Hier spielen sich die meisten Entzündungsreaktionen und die Aktionen der Abwehrzellen ab. Deshalb kommt dieser Hautschicht die größte Bedeutung im Rahmen der Neurodermitis zu.
Die Lederhaut besteht aus einem dichten Netz aus kollagenen und elastischen Fasern, die der Haut ihre elastische Formbarkeit – und ihre Reißfestigkeit – verleihen.
Enthalten sind in dieser Hautschicht Nerven, Zellen zur Immunabwehr (Mastzellen), Blutgefäße, Lymphgefäße, Haarwurzeln, Hautdrüsen und Rezeptoren für den Tastsinn.
Unterteilt ist die Lederhaut in zwei Schichten:
- Papillarschicht (stratum papillare): liegt direkt an der Epidermis, ragt zapfenförmig in sie hinein. Teile der Papillarschicht: Blutgefäße, Melanozyten, Mastzellen
- Geflechtschicht oder Netzschicht (stratum reticulare): folgt auf die Papillarschicht und grenz an die Unterhaut an. Besteht überwiegend aus festen Bündeln aus Kollagenfasern.
Warum der Name „Lederhaut“?
Der Begriff „Lederhaut“ weist schon darauf hin, dass aus dieser Hautschicht Leder durch Gerben von Tierhaut hergestellt wird.
Auf Wikipedia findet ihr eine anschauliche Grafik zu den Hautschichten.
Teilen
Das könnte Dich auch interessieren:
- Haut Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie...
- Epidermis Epidermis ist der Fachbegriff für die Oberhaut, die oberste der...
- Verbrennung (Verbrühung) Eine Verbrennung (Verbrühung) schädigt durch eine Hitzeeinwirkung von mehr als...
- Pigmentstörung – Ursachen von Hypopigmentierung und Depigmentierung Die Ursachen der Pigmentstörungen vom Typ Hypopigmentierung (verminderte Hautfärbung) und...
- Corium Corium ist der lateinische Fachbegriff für die Lederhaut, die die...






