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Laktoseintoleranz – Diagnose

Wer unter Symptomen der Laktoseintoleranz, insbesondere Verdauungsstörungen, leidet, sollte herausfinden, ob er an einer Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker leidet. Dazu stehen Selbsttests und klinische Tests zur Diagnose der Laktoseintoleranz zur Verfügung.

Habe ich Laktoseintoleranz? – Der Selbsttest

Um herauszufinden, ob man selbst oder das eigene Kind unter Laktoseintoleranz leidet, gibt es verscheidene Selbsttests.

Hierzu zählen

  • der Laktoseintoleranz-Fragebogen
  • der Milchtest
  • und der 2-Wochen-Test.

Wenn die Selbsttests auf eine Laktoseintoleranz hindeuten, kann man diese erste Diagnose entweder beim Arzt absichern lassen – zum Beispiel mittels H2-Atemtest- oder testen, ob eine Ernährungsumstellung die Probleme beseitigt.

Sind hingegen alle Selbsttests negativ ausgefallen, haben die Verdauungsbeschwerden wohl andere Ursachen. In Frage kommen unter anderem andere Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder eine bis dato unerkannte Darmerkrankung. In manchen Fällen kann die Ursache auch psychosomatisch bedingt sein.

H2-Atemtest (Laktose-Toleranztest)

Der H2-Atemtest (Laktose-Toleranztest) ist der Standardtest zur Diagnose von Laktoseintoleranz. Der Patient trinkt nach einem ersten Atemtest (Vorher-Wert) eine Laktoselösung. Dann wird der Atem erneut mit einem speziellen Gerät gemessen. Anhand dieser beiden Werte schließt der Arzt darauf, ob eine Laktoseintoleranz vorliegt oder nicht.

Der H2-Atemtest ist grundsätzlich der erste beim Arzt durchgeführte Schritt zur Diagnose von Laktoseintoleranz.

Mehr zum H2-Atemtest (Laktose-Toleranztest)

Laktose-Belastungstest

Auch beim Laktose-Belastungstest kommt eine Laktoselösung zum Einsatz. Anstelle des Atems wird hier jedoch das Blut des Patienten untersucht.

Mehr zum Laktose-Belastungstest

Gentest zur Laktoseintoleranz Diagnose

Auch durch eine Gen-Untersuchung mittels Blut- oder Speichelprobe kann eine Laktoseintoleranz diagnostiziert werden.

Mehr zum Gentest zur Laktoseintoleranz-Diagnose

Dünndarmbiopsie

Zuletzt gibt es die Möglichkeit, mit einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm festzustellen, ob Laktoseintoleranz vorliegt oder nicht. Die Dünndarmbiopsie ist die sicherste Methode für einen solchen Nachweis.

Mehr zu Dünndarmbiopsie zur Laktoseintoleranz-Diagnose

Urintest

Nach dem Trinken einer Laktoselösung wird untersucht, ob sich Galaktose, also eines der zwei Abbauprodukte von Laktose, im Urin befindet.

13C-Atemtest

In der Laktoselösung werden radioaktiv markierte Kohlenstoffatome untergebracht, die nach dem Trinken beim Ausatmen in der Atemluft nahgewiesen werden können. Dieser Test wird nur äußerst selten eingesetzt, meist zusammen mit dem H2-Atemtest.

Laktoseintoleranz
Laktoseintoleranz – Ursachen und Verbreitung
Laktoseintoleranz – Symptome
Laktoseintoleranz – Diagnose
Laktoseintoleranz – Behandlung mit Probiotika
Laktoseintoleranz – Behandlung mit Lactase-Präparaten
Laktoseintoleranz – Laktosefrei ernähren
Laktoseintoleranz beim Baby


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Eine Antwort zu “Laktoseintoleranz – Diagnose”

  1. Hansruedi sagt:

    Bemerkung zum 13C Atemtest: Die Laktose wird nicht radioaktiv markiert, sondern isotopenmarkiert (12C ist das Hauptisotop, 13C kommt in Natur nur zu 1.1% vor). 13C ist stabil und hat mit Radioaktivität resp. Strahlung nichts zu tun.

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