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Krätze

Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch eine bestimmte Art von Milben ausgelöst wird, die Krätzmilben (Sarcoptes scabiei). Übertragen werden die Milben vor allem durch engen Körperkontakt, daher zählt die Krätze auch zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (Geschlechtskrankheiten). Doch dort, wo Menschen eng zusammenleben, besteht Ansteckungsgefahr: innerhalb einer Familie oder in Altersheimen sowie in Obdachlosenheimen.

Die Krätze ist auf der ganzen Welt verbreitet, je nach Umfeld sind zwischen einem und 30 Prozent aller Personen betroffen, in Kriegsgebieten sind statistisch besonders viele Menschen erkrankt. Während die Krätze in den westlichen Industrieländern in den 50er Jahren fast verschwand, lässt sich eine stärkere Verbreitung seit den 60ern feststellen – gemeinsam mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. In Deutschland gehört die Krätze dennoch fast zu den „ausgestorbenen Krankheiten“, dafür sorgen ein höherer Lebens- und Hygienestandard.

Bei den Krätzmilben handelt es sich um Parasiten, wobei die Beschwerden (siehe Krätze – Symptome) größtenteils durch die weiblichen Krätzmilben verursacht werden. Diese bohren täglich millimeterlange Gänge in die Hornschicht, bevorzugterweise dort, wo diese nur sehr dünn ausgeprägt ist. In die dort entstehenden Milbengänge legen sie ihre Eier ab, drei bis fünf Tage später schlüpfen die Larven, drei Wochen später sind diese geschlechtsreis. Die männlichen Krätzmilben hingegen sind kleiner und leben ausschließlich auf der Hautoberfläche.

Symptome der Krätze sind Knötchen oder Papeln auf einer schuppigen und krustigen Haut, die in der Regel deutliche Kratzspuren aufweist, denn: Krätze kann mit einem sehr starken Juckreiz einhergehen. Besonders die Nächte sind juckreizbedingt sehr schlimm für die Infizierten.

Betroffen von den Hautveränderungen und dem Juckreiz sind vor allem folgende Körperregionen:

  • Handgelenke
  • Zwischenräume zwischen den Fingern
  • Brust
  • Achseln
  • Nabelregion
  • Fußsohlen (nur bei kleinen Kindern)
  • Handflächen (nur bei kleinen Kindern)
  • Gesicht (nur bei kleinen Kindern)

Die Diagnose der Krätze erfolgt einerseits mittels Patientenuntersuchung und Betrachtung der Symptome, andererseits durch den Nachweis der Krätzmilben unter dem Mikroskop.

Zur Behandlung von Krätze gibt es verschiedene Arzneimittel, die die Krätzmilben abtöten, in der Regel vergeht die Erkrankung bei einem frühen Therapiebeginn rasch. Das enge Umfeld (Partner, WG-Mitbewohner, Familie etc.) sollte sich jedoch gleich mitbehandeln lassen – selbst dann, wenn sie noch keine Beschwerden haben.
 

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