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Kortisonsalbe

Die Kortisonsalbe ist ein wichtiges Präparat in der Behandlung mittelschwerer bis schwerer Hauterkrankungen, Allergien und anderer entzündlicher Erkrankungen. Ihren Nebenwirkungen zum Trotz wird sie nach wie vor von vielen Hautärzten verordnet. Denn die Kortisonsalbe ist besser als ihr Ruf: bei einer vorsichtigen, engmaschig kontrollierten Verwendung kann sie überschießende Immunreaktionen verhindern und damit Entzündungen und damit einhergehende Symptome wie Hautrötungen und Ekzeme, Juckreiz und Brennen sowie Gelenkschmerzen lindern, ohne übermäßige Nebenwirkungen.

Kortison ist eine Substanz, die auch so ähnlich von der Nebenniere hergestellt wird in Form des Hormons Kortisol. Kortison ist ein Abkömmling, der synthetisch hergestellt wird.

Kortisonsalbe – Nebenwirkungen

Es lässt sich nicht leugnen: Kortisonsalben können zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringen, zum Beispiel:

  • Verdünnte Haut (Atrophie) oder stark verdickte Haut
  • Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Erhöhter Blutdruck, Blutfett, Blutzucker
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Osteoporose, Leberschäden, „Cushing-Syndrom“ mit Vollmondgesicht, Stiernacken etc.

Mehr dazu unter Kortison-Nebenwirkungen.

Nach einem plötzlichen Absetzen kann es außerdem zu Verschlechterungen kommen – eine Art Entzug setzt ein.

Das Risiko für Nebenwirkungen lässt sich bei einer sachgemäßen Dosierung und Anwendung jedoch stark reduzieren.

Kortisonsalben weniger gefährlich als Tabletten

Kortisonsalben werden auf die erkrankte Haut aufgetragen. Über die Haut kann der Wirkstoff zwar auch in die Blutbahn gelangen und von dort aus sämtliche Organe beeinflussen, dies ist jedoch deutlich weniger ausgeprägt als bei der innerlichen – systemischen – Anwendung von Kortison. Und damit sind auch die Nebenwirkungen geringer.

Allerdings: je großflächiger die Cremes oder Salben aufgetragen werden, umso höher wieder das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Und auch auf dünner Haut (Gesicht, Genitalregion) aufgetragen steigt das Risiko.

Dennoch sollten die Salben nicht (oder nur nach Absprache mit dem Arzt, hierzu wird gerade geforscht) dauerhaft und pausenlos verwendet werden. Für eine kurzfristige Therapie sind sie grundsätzlich geeignet, für eine Langzeitbehandlung allerdings nur mit Unterbrechungen in Form einer „Intervalltherapie“.

Dermatologen unterscheiden Kortikosteroide nach vier Wirkstoffklassen mit unterschiedlich starker Wirkung.
 


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