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Kontaktallergie

Bei einer Kontaktallergie handelt es sich um eine Überempfindlichkeit der Haut, die im Zuge der allgemeinen Allergieneigung auch bei Neurodermitikern auftreten kann. Häufig werde Kontaktallergien durch Nickel und Kobalt, aber auch durch bestimmte Formen von Naturlatex hervorgerufen. Häufig treten allergische Reaktionen auch bei Kontakt mit Tieren, z.B. veruracht durch Hundespeichel, auf. Und auch Konservierungsstoffe werden von vielen Allergikern nicht vertragen.

Die Gesamtliste bekannter Allergene ist jedoch deutlich länger: Inzwischen sind mehr als 3.000 Substanzen bekannt, die allergische Reaktionen nach Kontakt auslösen können. Kontaktallergien können genauso schnell kommen, wie sie auch wieder verschwinden können. Ein Stoff, der jahrelang vertragen wurde, kann am nächsten Tag zu einer allergischen Reaktion führen.

Typische Symptome sind Rötungen, Anschwellungen und Bläschenbildung, die in Verbindung mit der Neurodermitis zu starken Juckreizen führen können. Zeitlich kann die Reaktion auf das Allergen deutlich nachgelagert sein, so dass das Symptom erst 1 bis 2 Tage nach dem eigentlichen Kontakt auftreten kann.

 

Auch Patienten der Nesselsucht und Schuppenflechte leiden häufig unter Kontaktallergien.

Die verbreitetsten Kontakt-Allergene im Überblick

  • Nickel: Nickel kommt in vielen Gebrauchsgegenständen zum Einsatz, wie Modeschmuck, Knöpfe und Reißverschlüsse, Spielzeug, aber auch als Legierung in Weißgold und Euromünzen. Ca. 15 Prozent aller Frauen reagieren inzwischen allergisch auf Nickel. Entscheidend ist dabei nicht der Nickelgehalt, sondern die Stärke der Nickelfreisetzung des Gegenstands. Hier gibt’s ausführlich Informationen zur Nickel-Allergie.
  • Kobalt: Auch Kobalt wird in metallischen Legierungen, u.a. in Münzen, Schmuck und Texilien (z.B. Reißverschlüsse) eingesetzt. Die Verbreitung liegt bei ca. 6 Prozent. Hier gibt’s ausführlich Informationen zur Kobalt-Allergie.
  • Durftstoffe: Kosmetika bestehen aus einer Fülle an Duftstoffen. Für die wenigsten der 2.500 relevanten Duftstoffe gibt es bisher detaillerte Kenntnisse über deren allergisches Potenzial. Die Substanz Perubalsam gilt unter den Duftstoffen als äußerst brisant. Perubalsam enthält mehr als 30 Duftkomponenten die bereits als allergen bekannt sind. Die Sensibilisierungsquote (Allergie-Verbreitung) auf Duftstoffe liegt bei rund 10 Prozent. Hier gibt’s ausführliche Informationen zur Duftstoff-Allergie.
  • Farb- und Konservierungsstoffe: Die bekanntesten allergenen Farbstoffe sind Paraphenylendiamin und Toluene-2,5-Diamine, die in Haarfarben und Tattoos eingesetzt werden. Besonders gefährdet sind daher Friseure. Bei den Konservierungsstoffen weisen Methylchlorisothiazolinon, Formaldehyd, Parabene und Bronopol die höchsten Sensibilisierungsquoten von bis zu 4 Prozent auf.
  • Kolophonium: Kolophonium ist ein Hartharz, hat gute Klebeeigenschaften und wird daher in vielen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt, so zum Beispiel für Bodenbeläge, Desinfektionsmittel, Dichtungsmaterialien, Isolierungen, Klebstoffe und “Thesa”. Die Sensibilisierungsquote liegt bei rund 5 Prozent. Hier gibt’s ausführliche Informationen zur Kolophonium-Allergie.
  • Latex: Das aus dem Kautschukbaum gewonnene Latex wird heute vor allem in Schutzhandschuhen, Fahrradschläuchen und Kondomen verarbeitet. Als Auslöser für die Kontaktallergie mit Latex sind Eiweißbestandteile der Kautschukmilch verantwortlich. Gefährdet sind somit viele Ärzte und Krankenschwestern aber auch Berufstätige im gummiverarbeitenden Gewerbe. Bei hochgradigen Allergikern auf Latex kann es im Falle einer Operation zu schweren Reaktionen kommen, da die Eiweißbestandteile dann in direkten Kontakt mit Blut und Schleimhäuten kommen. Der Kunststoff Polyurethan bildet eine Alternative zu Latex. Selbst Kondome sind aus diesem Grundstoff zu haben. Mehr zur Latex-Allergie
  • Lanolin/ Wollwachs: Lanolin oder Wollwachs wird aus geschorener Schafwolle gewonnen und kommt vor in Kosmetika (Cremes, Salben, Emulsionen, Seifen), Haushaltsprodukten (Geschirrspülmitteln, Möbelpolituren, Schuhcreme) und Industriefetten (Maschinenschmiermitteln). Die Sensibilisierungsquote liegt bei rund 4 Prozent. Hier gibt’s ausführliche Informationen zur Lanolin-Allergie.

Um exakt festzustellen, welches der allergieauslösende Stoff ist, empfiehlt es sich, einen Allergietest unter ärztlicher Betreuung durchzuführen. Häufig hilft dann nur, das entsprechende Allergen zu meiden.


Linktipps:

Auf laiv.de findet ihr ebenfalls mehr zur Latexallergie.
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Eine Antwort zu “Kontaktallergie”

  1. Elke Prause sagt:

    Guten Tag, sehr geehrte Frau Dr. R. Sticken
    Ich habe schon seit einiger Zeit um meinen Mund wie ein kleines Ekzem.
    Der Ursache bin ich noch nicht richtig auf die Spur gekommen. Kann es sein, dass der Inhaltsstoff des Spülmittels BENZISOTHIAZOLINONE u.
    METHYLISOTHIAZOLINONE sowie deren Duft u. Hilfsstoffe eine Allergie auslösen können? Es juckt jetzt auch die Nase, als wenn alles innen ausgetrocknet wäre.
    Das Problem habe ich im Frühjahr schon meinem Hausarzt gezeigt, er hat mir die Salbe Sulmycin mit Celestan -V verschrieben, was aber keine Heilung brachte. Es war mal eine Zeit weg,dann kam es wieder.
    Was würden Sie mir aus ärztlicher Sicht raten?

    Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen
    Elke Prause

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