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Komedo

Der Komedo (Mitesser) ist die primäre Effloreszenz der Akne. Die Mehrzahl von Komedo lautet Komedonen, vom lateinischen „comedere“ für essen oder verzehren. Veraltete Begriffe für den Komedo sind Zehrwürmer und Dürrmaden. Der Begriff entspringt dem 19. Jahrhundert, indem die Überzeugung vorherrschte, das Erkrankungen überwiegend auf Parasiten zurückzuführen seien. So hielt man die Komedonen für Parasiten, die sich wie Blutegel am Körper festsaugen und sich von dessen Sekreten ernähren. Diese Ansicht ist längst medizinisch überholt, trotzdem ist der Begriff der Mitesser unverändert weit verbreitet.

Komedo – Ursachen und Symptome 

Ein Komedo entwickelt sich, wenn der Kanal eines Talgdrüsenfollikels aufgrund von übermäßiger Verhornung (Hyperkeratose) verstopft ist. Dann verdichten sich angesammelte Hornlammelen zu einem Pfropfen. Der Pfropfen verschließt den Follikelausgang.  Dabei wird auch Melanin, der Hautfarbstoff, eingelagert, in Verbindung mit Sauerstoff aus der Luft kann sich der Verschluss dunkel verfärben.

Der Komedo tritt überwiegend in der sogenannten T-Zone aus Stirn, Nase und Kinn auf, bei fettiger Haut auch im gesamten Gesicht, bei Akne auch an anderen Körperstellen.

Die Acne comedonica (Komedonen-Akne) zum Beispiel ist gekennzeichnet durch das Auftreten von Komedonen. Die Krankheit tritt meist in der Pubertät auf und kann mit monate- bis jahrelang verweilenden Mitessern einhergehen.

Dabei unterscheidet man zwei Arten des Komedo:

  • Geschlossener Komedo: verstopfter Follikelausgang, durchschimmernde weißliche Papel (der Pfropf aus Talg und Horn). Dieser Komedo neigt zur Entzündung und zur eitrigen Einschmelzung, weil der Druck nicht nach außen entweichen kann.
  • Offener Komedo: gelb mit aufklaffender Follikelöffnung, sichtbarer schwarzer Kopf (durch Sauerstoff verfärbter Pfropf aus Horn und Lipiden)

Komedo – Therapie

Ein Komedo sollte nicht ausgedrückt werden – zumindest nicht unprofessionell, sonst drohen die angesammelten Bakterien weiter in die Haut gedrückt zu werden und tiefe, ausgedehnte Abszesse hervorzurufen.
Die Mitesser können dennoch auf vielfältige Weisen behandelt und entfernt werden:

  • Peeling
  • Pflasterähnliche-Streifen (Mitesser-Strips), bei Öko-Test 1999 als fast wirkungslos eingestuft
  • Cremes und Salben mit Salicylsäure (öffnet die Poren und lässt den überflüssigen Talg entweichen, indem es die oberste Hautschicht ablöst) oder ähnlich wirkenden Adapalen oder Benzoylperoxid
  • Cremes und Salben mit Zinkoxid (fördern die Heilung der entzündeten Hautstellen)
  • Professionelle Entfernung beim Kosmetiker oder Dermatologen
     

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