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Kieselerde

Kieselerde ist eine Bezeichnung für Mineralien und Sedimente, die einen hohen Gehalt an Silicium aufweisen. Der Begriff wurde früher für Mineralien verwendet, die durch einen hohen Quarzgehalt zur Produktion von Glas geeignet sind. Bei Kieselerde handelt es sich nicht um Kieselsäuren, sondern um Siliciumdioxide. Kieselerde wird aus fossilen Kieselalgen gewonnen und soll Haare, Nägel und Bindegewebe kräftigen. Diese Zuschreibung verdankt der Stoff der Vorstellung, dass Silicium für den Organismus wichtig ist, weil es auch in Knorpeln, Knochen und im Bindegewebe sowie in der Haut und in den Hautanhangsgebilden und im Zahnschmelz vorkommt. Aus Tierversuchen ist bekannt, dass Silicium die Bildung von Knorpeln und Bindegewebe beeinflusst, auch am Fettstoffwechsel könnten die Verbindungen beteiligt sein, ein sinkender Cholesterinspiegel wurde ebenfalls nachgewiesen.

Kieselerde bindet Giftstoffe und kann so die Reifung von Furunkeln, Abszessen und Fisteln beschleunigen sowie Fremdkörper aus dem Organismus austreiben. Auch soll die Substanz zur Wundheilung beitragen, zu selteneren Erkältungen, einem besseren Schlaf und weniger Nervosität.

Schon im alten Ägypten wurde Kieselerde als Heilmittel eingesetzt.

Kieselerde in der Nahrung, in Kapseln, als homöopathisches Mittel und in der Kosmetik

Zu den siliziumhaltigen Nahrungsmitteln zählen unter anderem:

  • Kartoffeln
  • Bier
  • Wurzelgemüse
  • Bambussprotten
  • Grünes Gemüse
  • Ballaststoffreiches Getreide (Gerste, Hafer, Hirse …)
  • Geringer: in Fleisch

Eine Mindestaufnahmemenge gibt es nicht, da keinerlei Mangelerscheinungen bekannt sind.

Trotzdem werden auf dem Markt zahlreiche Kieselerde-Produkte zur Nahrungsmittelergänzung angeboten, die Haut, Nägel, Knochen und Bindegewebe stärken und verschönern sollen. Nachgewiesen werden konnte eine solche Wirkung nicht. Außerdem enthalten viele Präparate kristalline Siliciumdioxide, die im Wesentlichen aus Quarz und Cristobalit bestehen – und nicht aus eigentlichem Siliciumdioxid, die in anderen Industriebereichen als Gefahrenstoff gelten – man schluckt also bei vielen Produkten im Wesentlichen Sand und Feinstaub. Nebenwirkungen sind bekannt bei hoch dosierter, langfristiger Einnahme (Bildung siliziumhaltiger Nierensteine), schwer lastet aber auch der Vorwurf der Verbrauchertäuschung auf den Herstellern der Kieselerde-Kapseln.

Die Kieselerde-Präparate gibt es in Drogerien und Apotheken. Sowohl als Tabletten und Kapseln (3×1 täglich von den Herstellern empfohlen), als auch in Pulverform, wobei 1 Messlöffel mit einem Glas Wasser vermischt und ebenfalls dreimal täglich eingenommen wird.

Äußerlich angewendet werden kann Kieselerde ebenfalls (mit mehr Erfolg als die Nahrungsergänzungsmittel), dafür gibt es eine Reihe von Cremes und Salben, die unter anderem bei infizierten oder schlecht heilenden Wunden sowie bei Brandverletzungen eingesetzt werden.

In Kosmetikprodukten wird Kieselerde ebenfalls verwendet, dort findet man es als „DIOTOMACEAOUS EARTH“.

Als homöopathisches Mittel ist es unter dem Namen „Silicia“ geläufig.
 


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