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Juckreiz in der Schwangerschaft

Juckreiz in der Schwangerschaft betrifft etwa jede fünfte Schwangere. Verantwortlich für den Juckreiz sind die Hormone und ihre Auswirkung auf die Haut, die Dehnung der Haut und stärkere Entgiftung des Organismus, die genauen Zusammenhänge sind jedoch noch unklar. Der Juckreiz tritt typischerweise in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft auf und verschwindet in den meisten Fällen nach der Geburt. Am häufigsten jucken die Bauchregion, die Arme, die Brustfalten und der Genitalbereich.

In den meisten Fällen ist Juckreiz in der Schwangerschaft weder gefährlich, noch Hinweis für eine ernsthafte Grunderkrankung. Selten kann der Juckreiz auf eine schwere Lebererkrankung hinweisen – dann ist der Juckreiz über den gesamten Körper verbreitet und betrifft auch Hände und Füße. Er geht dann teils mit Müdigkeit, Gelbsucht, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder weißem Stuhlgang einher. In diesem Fall spricht man von einer Schwangerschafts-Cholestase.

Die Erkrankung kann mittels Bluttests beim Arzt abgeklärt und mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Dies ist auch sehr wichtig, um das Ungeborene keiner Gefahr auszusetzen. Die Schwangerschafts-Cholestase wird mit Medikamenten wie dem cortisonverwandten Dexamethason oder Ursodeoxycholsäure (UDCA) behandelt, die den Juckreiz lindern und die Entwicklung des Ungeborenen unterstützen. Oft wird dann auch eine frühzeitige Geburt eingeleitet (um die 38. Schwangerschaftswoche herum).

Juckreiz in der Schwangerschaft lindern

Hier einige Tipps gegen den Juckreiz in der Schwangerschaft:

  • Nur mit klarem Wasser waschen, Abstand von Waschlotionen mit Duftstoffen, Konservierungsstoffen und anderen juckreizfördernden Substanzen nehmen
  • Ein Vollbad mit Badezusätzen wie Kieselerde, Meersalz, Kleie, Molke oder verschiedenen Ölen kann den Juckreiz ebenfalls lindern
  • Apfelessig auf die juckenden Hautstellen auftragen oder für Umschläge verwenden
  • Feuchtigkeitsspendende Cremes benutzen, evtl. mit Urea oder Nachtkerzenöl
  • Reichlich trinken
  • Luftdurchlässige, leichte und bequeme Kleidung tragen, unter der man nicht schwitzt und die nicht auf der Haut reibt
  • Auf juckreizfördernde Nahrungsmittel wie Kaffee und scharfe Gewürze sowie histaminreiche Lebensmittel weitgehend verzichten
  • Leichter gesagt, als getan: nicht kratzen! Kratzen verstärkt den Juckreiz. Besser ist, die juckenden Stellen zu massieren oder zu kühlen.

Sollte dies alles nicht helfen, kann der Arzt verschiedene Präparate gegen den Juckreiz in der Schwangerschaft verordnen, etwa Cortison-Salben.
 


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