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Isomaltose

Isomaltose ist ein Zweifachzucker (Disaccharid). Es besteht aus zwei Glucose-Molekülen, die in einer sogenannten (1-6α)-glykosidischen Verbindung miteinander verknüpft sind.

Im menschlichen Körper entsteht die Isomaltose beim enzymatischen Abbau von Polysacchariden, insbesondere beim Abbau von Stärke im Magen (durch Säure-Hydrolyse) oder im Dünndarm (durch Amlyase). Durch Disaccharidasen wie die Isomaltase kann Isomaltose weiter aufgespalten werden in Glucose-Monosaccharide (Einfachzucker), wodurch sie dem Körper als Energiequelle dienen können.

Isomaltose:

  • wirkt leicht antibiotisch
  • schmeckt intensiv süß
  • wird beim Darren von Malz in süß schmeckende Röstprodukte verwandelt
  • vergärt langsam, wenn Bier nachgärt
  • ist weiß und kristallin

Unterschiede zwischen Maltose und Isomaltose

Maltose ist die Bezeichnung für Malzzucker, ebenfalls ein Abbauprodukt von Stärke und ebenfalls ein weißer, kristalliner Zweifachzucker mit süßlichem Geschmack. Maltose kommt zum Beispiel in den Keimen von Kartoffeln und Gerste vor. Bei Maltose sind die beiden Glucose-Moleküle acetalartig verknüpft über eine glycosidische und eine alkoholische OH-Gruppe.

Bei der Isomaltose hingegen besteht die Verknüpfung zwischen den beiden Glucose-Molekülen zwischen dem C1- und dem C6-Atom.

Saccharose-Isomaltose-Intoleranz

Bei der Saccharose-Isomaltose-Intoleranz handelt es sich um einen vererbbaren Enzymdefekt, bei der die Saccharase (Invertase) oder Isomaltase (α-Dextrinase) zu wenig oder gar nicht aktiv wird. Selten ist die homozygote Form dieser Intoleranz, bei der nicht nur beide Enzyme inaktiv sind, sondern auch eine verminderte Aktivität der Maltase in der Dünndarmwand feststellbar ist.

Als Folge dieser Funktionsstörung vertragen Patienten Kochzucker (Saccharose) und Malzzucker (Maltose) nicht, da sie diese nicht aufspalten können. Mit diesen Zuckern versehene Speisen führen dann vor allem bei Kindern zu Durchfällen, bei Erwachsenen sind die Symptome deutlich geringer ausgeprägt
 


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