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Hypoallergene Säuglingsnahrung zur Allergievorbeugung

Bei hypoallergenen Nahrungsmitteln sind die allergieauslösenden Milchbestandteile durch unterschiedliche Verfahren (z.B. Ultraerhitzung, Ultrafiltration) so behandelt und reduziert, dass weniger Allergien hervorgerufen werden.

Studien kommen zu dem Ergebnis, dass hypoallergene Nahrungsmittel bei allergiegefährdeten Säuglingen (siehe Risiko, eine Atopie zu entwickeln) zur primären Vorbeugung in den ersten Lebensmonaten eine sinnvolle Ergänzung zur Muttermilch sind.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der am Markt erhältlichen hypoallergenen Nahrungsmittel ist der Hydrolysegrad (siehe untere Tabelle), der in extensiv (stark) und partiell (schwach) unterschieden wird.

Es hat sich gezeigt, dass bei Kindern mit Allergierisiko sowohl schwache als auch starke Hydrolysate einen vorbeugenden Effekt auf die Neurodermitis haben. Dabei sind die partiellen oder schwachen Varianten oftmals deutlich günstiger.

Jedoch spielt nicht nur der Hydrolysegrad selbst eine Rolle. Auch der Herstellungsprozess, also die Hydrolyse, scheint die Wirksamkeit des Nahrungsmittels zu beeinflussen. Mütter sollten daher nur solche hypoallergenen Nahrungsmittel ergänzend zur Muttermilch einsetzen, die in kontrollierten Studien ihre Wirksamkeit bewiesen haben.

Eine unvollständige Übersicht an hypoallergenen Nahrungsmitteln findet sich in der unteren Tabelle.
 

 

 

 

Quelle: Hypoallergene Säuglingsnahrung zur Allergieprävention, Monatsschrift Kinderheilkunde (2006)

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