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Hühnerauge Behandlung

Zur Hühneraugen-Behandlung stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung. Beim Hühnerauge (auch: Klavus, Clavus, Leichdorn oder Krähenauge) handelt es sich um eine oft schmerzhafte Hornschwielenbildung mit in die Tiefe gerichtete Sporn – einer arten, kegelförigen Hyperkeratose mit nach innen gerichteter Spitze. Ursache eines Hühnerauges ist ein chronischer Druck auf die knochennahe Haut.

Die Therapie kann mit Lösungen oder Pflastern mit Salicylsäure erfolgen, zudem können Hühneraugenmesser zum Einsatz kommen, ebenso wie Operationen bei tiefsitzenden Hühneraugen.

Tief sitzende und schmerzhafte Hühneraugen sind in der Regel ein Fall für Fußpfleger oder Podologen.

In jedem Fall sollten die Ursachen der Entstehung dieser Hornschwielen beseitigt werden. Dazu zählen vor allem unpassende, zu enge oder zu spitz zulaufende Schuhe. Auch können Fußanomalien wie Senk-Spreizfuß oder Hammerzehen Grund sein, dann können speziell angefertigte Einlagen oder Schuhe helfen, den punktuell zu starken Druck von der Haut zu nehmen. Wichtig ist ebenfalls eine gründliche Fußpflege, bei der auch die Zehenzwischenräume gereinigt und trocken gehalten werden sollten. Baumwollsocken und atmungsaktive Schuhe aus weichem Material können das Risiko für Hühneraugen ebenfalls mindern.

Einen Hinweis auf die Ursachen gibt der Ort des Hühnerauges:

  • Hühneraugen, die durch falsches Schuhwerk bedingt sind, treten meist an den Zehen, vor allem zwischen dem vierten und fünften sowie auf der Oberseite des zweiten Zehs auf
  • Auch Hammerzehen und Hallux valgus führen zu Hühneraugen an den Zehen
  • Fußfehlstellungen verursachen die Hautveränderungen vorwiegend an der Fußsohle und am Ballen

Hühneraugen-Behandlung mit Pflastern und Tinkturen

Erste Maßnahme in der Therapie sind hier meist Tinkturen oder Hühneraugenpflaster, beide mit Salizylsäure. Sie sollen die Schwielen aufweichen und den Druck von der Hautstelle nehmen. Auch andere Keratolytika können die Haut aufweichen. Die Pflaster gibt’s in der Apotheke. Sie werden für einige Tage auf die Hühneraugen gegeben, bevor die Hornschicht vorsichtig entfernt werden kann. Die Behandlung zieht sich meist über mehr als ein Pflaster. Zudem besteht die Gefahr, dass die Pflaster auch die umliegende gesunde Haut aufweichen und angreifen.

Größere Flächen lassen sich besser mit einem Pflaster behandeln, kleinere mit Tinkturen.

Gegen die Schmerzen kann ein einfaches Pflaster mit wattierter Innenseite ausreichen, das den Druck großflächiger macht und die Haut so entlastet. Für unterwegs können auch Silikonstücke oder Schaumstoffstücke in den Schuhen genutzt werden, unter Umständen wird der Druck dabei jedoch falsch verteilt, was zu neuen Hühneraugen führen kann.

Hühneraugen mechanisch / operativ entfernen

Auf keinen Fall sollte man die Hühneraugen selbst mit Messern oder spitzen Gegenständen wie Nagelscheren herausoperieren. Dabei drohen nämlich schwere Infektionen und Entzündungen, die bei Diabetes-Patienten sogar sehr gefährlich werden können.

Hühneraugen sollten von erfahrenen Fußpflegern oder Ärzten (Podologen) entfernt werden.

Die mechanische Entfernung zuhause kommt höchstens nach dem Einweichen mit vorsichtigem Benutzen von Bimssteinen infrage. Aber auch hier muss man darauf achten, die Haut nicht zu verletzen. Besser ist es, die Hornschicht nach und nach über mehrere Wochen abzutragen. Zwischendurch die Haut mit rückfettenden Cremes versorgen.

Hausmittel bei Hühneraugen und weitere Maßnahmen

Auch an Hausmitteln fehlt es in der Behandlung von Hühneraugen nicht. Inwiefern diese wirken, muss man selbst ausprobieren – was dem einen hilft, kann den Hautzustand beim nächsten sogar verschlechtern.

Hier einige Ideen:

  • 5 Tabletten Aspirin (keine Brausetabletten) mit Mörser zerreiben, ½ TL Zitronensaft und ½ TL Wasser dazugeben, gut vermischen. Paste auf das Hühnerauge geben, Fuß anschließend mit warmem Handtuch umwickeln, über alles eine Plastiktüte stülpen. Nach 15 Minuten wieder auspacken und Füße gründlich säubern. Nun soll sich das Hühnerauge leicht abtragen lassen.
  • Zwiebelscheibchen in etwas Zitronensaft und Salz einlegen, dann mit einem Pflaster aufs Hühnerauge kleben und 8 Nächte dranlassen. Anschließend vorsichtig entfernen.
  • Einweichen in Seifenwasser (Kernseife), nach 20 Minuten Hornschwielen vorsichtig mit einem Bimsstein abreiben. Alternativ Hühnerauge mit Teebaumöl einweichen.
  • ½ Rosine mit einem Pflaster auf die Hautveränderung kleben.
  • Häufig barfuß gehen.

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