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HPV-Symptome

HPV-Symptome, also die Beschwerden im Rahmen einer Infektion mit HPV (Humane Papilloma Viren) sind sehr vielfältig. Meist tritt nur eine harmlose Hautveränderung auf. Es gibt jedoch Untergruppen des HPV, die verdächtigt werden, bösartigen Krebs wie Analkrebs, Peniskrebs, Kopfkrebs oder Halskrebs zu begünstigen. Wissenschaftlich abgesichert ist inzwischen, dass es einen Zusammenhang zwischen den Viren und Gebärmutterhalskrebs gibt. Wie genau die Viren zur bösartigen Entartung von Zellen beitragen, ist zum Teil noch unklar.

Hinweis: bei der Erstinfektion und einem gesunden Immunsystem treten sehr häufig gar keine HPV-Symptome auf.

Wie häufig sind solche Infektionen und HPV-Symptome?

Die Infektionen mit HPV sind sehr weit verbreitet. Etwa acht oder neun von zehn sexuell aktiven Frauen erwerben die Viren im Laufe ihres Lebens. Am häufigsten infizieren sich Frauen zwischen 15 und 24 Jahren. Bei den meisten von ihnen lassen sich die Viren nach ein oder zwei Jahren nach der Infektion nicht mehr nachweisen.

Auch Männer können sich mit HPV anstecken, und auch hier bleibt die Infektion oft unbemerkt.

HPV-Symptome im Überblick

HPV-Symptome können an verschiedensten Körperbereichen auftreten:

  • Genitalien: 40 der Viren können zu Warzen (Feigwarzen – siehe auch Feigwarzen Übertragung, Kondylome) führen sowie zu Infektionen, die Krebs begünstigen
  • Haut / Schleimhaut: Warzenbildungen sind das typischste aller Beschwerden infolge einer Infektion mit den Humanen Papilloma Viren. Auch die Schleimhäute von Nase, Augen oder Mund (z.B. nach Oralverkehr mit einem Infizierten) können betroffen sein.
  • Kopf / Halsbereich: Warzen im HNO-Bereich, tumorartige Veränderungen zum Beispiel an den Stimmlippen

Feigwarzen als häufigstes Symptom einer Infektion

Die HP-Viren 6 und 11 sind für etwa 90 Prozent aller Feigwarzen verantwortlich, die in etwa 20-30 Prozent wieder spontan (ohne Behandlung) verschwinden. Haupteinflussfaktor auf den Verlauf ist der Zustand des Immunsystems des Betroffenen.

Nach einer Inkubationszeit von drei Wochen bis acht Monaten können sich die Kondylome ausbilden. Sie können an den äußeren Geschlechtsorganen, der Scheide, sowie im Anal- und Gebärmutterhalsbereich auftreten. Ihre Größe variiert zwischen Stecknadelkopfgröße und mehreren Zentimetern. Feigwarzen sind rötlich, graubraun oder weiß und treten sehr oft in Gruppen auf. Unbehandelt können die Warzen über Monate oder Jahre bestehen bleiben. Mit einer Therapie verschwinden sie in der Regel schneller wieder, zudem sinkt das Risiko von wiederkehrenden (rezidivierenden) Warzen auf etwa 30 Prozent.

Männer und Frauen sind von den Hautveränderungen etwa gleich häufig betroffen.

HPV und Krebs

HP-Viren, die zu bösartigen Zellmutationen führen können, rechnet man zu den „High-Risk-Gruppen“. Dazu gehören insbesondere die HP-Viren 16, 18, 31 und 45. Ist das Immunsystem geschwächt und kann es die Viren nicht vollständig vertreiben, können diese über Jahre in den Zellen überleben und diese verändern. Das veränderte Gewebe kann zum Beispiel die Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs sein. Beim Gebärmutterhalskrebs unterscheidet man drei oder fünf Stadien der zellulären Veränderung bis hin zum bösartigen Tumor.

Da die Zellveränderungen meist keinerlei spürbare Symptome mit sich bringen, ist der erste Hinweis auf einen solchen Krebs oft im Pap-Abstrich oder im kolposkopischen Bild bei der Krebsfrüherkennung sichtbar.
 


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