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Histaminintoleranz – Symptome

Die Histaminintoleranz-Symptome fallen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich aus. Während einige Patienten über Verdauungsbeschwerden klagen, haben andere Kopfschmerzen, Hautprobleme oder Asthma-Anfälle.

Bei einer Histaminintoleranz treten Symptome immer dann auf, wenn der Körper mit Histamin überlastet wird. Das kann entweder der Fall sein, wenn die aufgenommenen Nahrungsmittel selbst zu viel Histamin für den Körper des Betroffenen enthalten, oder aber körpereigenes Histamin aufgrund bestimmter Substanzen im Essen ausgeschüttet wird.

Üblich sind eines oder mehrere der folgenden Symptome:

  • Verdaaungs-beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden)
  • Asthma und Hustenanfälle
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Niedriger Blutdruck
  • Regelbeschwerden
  • Herzrhythmus-störungen
  • Hautausschlag und Hautrötungen
  • Laufende oder verstopfte Nase
  • Unspezifische Beschwerden

Verdauungsbeschwerden

Verdauungsbeschwerden sind die häufigsten Histaminintoleranz-Symptome. Sie zeigen sich häufig innerhalb weniger Minuten nach dem Verzehr von histaminreichen Lebensmitteln als Übelkeit, Erbrechen oder Schmerz im Oberbauch.

In anderen Fällen vergeht weitaus mehr Zeit zwischen dem Verzehr und den Beschwerden, was die Diagnose sehr erschweren kann. Wenn die Probleme erst am Folgetag auftreten, fällt der Verdacht kaum auf das Histamin.

Zu den Histaminintoleranz-Symptomen im Magen-Darm-Trakt gehören:

  • Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
  • Blähungen
  • Blähbauch
  • Brechreiz / Erbrechen
  • Durchfall
  • Häufiger Stuhlgang
  • Müdigkeit, vor allem nach dem Essen
  • Reizdarm
  • Sodbrennen
  • Übelkeit nach dem Essen
  • Völlegefühl (anhaltend)
  • Weicher Stuhlgang

Asthma und Hustenanfälle

Häufiges Räuspern, Hustenanfälle und allergisches Asthma können mit einer Histaminintoleranz in Verbindung stehen.

Kopfschmerzen und Migräne

Zwölf Prozent aller Europäer leiden unter Migräne, Frauen dreimal häufiger als Männer. Bei einer Histaminunverträglichkeit können derartige Anfälle durch Histamin ausgelöst werden. Uns ist sogar eine Studie bekannt, nach der zwei von drei Migränepatienten deutlich weniger Probleme hatten, nachdem sie ihre Ernährung auf histaminarme Lebensmittel umstellten. Eine weitere Studie legte offen, dass der Verzehr von Histamin bei ganzen 24 von 25 Testpersonen mit Migräne einen Anfall ausgelöst hat.

Und auch gewöhnliche Kopfschmerzen können sich leicht, mittelschwer oder schwer und chronisch als Folge einer Histaminintoleranz manifestieren.

Wer dann Kopfschmerztabletten einnimmt, läuft Gefahr, die Symptome der Histaminintoleranz weiter zu verstärken. Viele Schmerzmittel blockieren nämlich ein Enzym im Körper, das das vom Körper ausgeschüttete Histamin aufspalten soll, die „Diaminoxidase“.

Sogar gesunde Menschen können ab einer gewissen Menge an Histamin Beschwerden verspüren.

Oft ist es gar kein „Kater“, der nach dem Weinverzehr am letzten Abend Kopfschmerzen bereitet, sondern in Wirklichkeit das im Wein reichlich enthaltene Histamin. Dies gilt besonders für den Rotwein.

Niedriger Blutdruck

Selbst der Blutdruck kann von einer Histaminintoleranz beeinflusst werden.

Zwar ist niedriger Blutdruck weniger gefährlich als sein Gegenteil, der Bluthochdruck. Dennoch kann auch er einige Beschwerden mit sich bringen oder sie verstärken, zum Beispiel:

  • Antriebslosigkeit
  • Brechreiz und Übelkeit
  • Depressionen
  • Herzrasen
  • Kreislaufprobleme
  • Panikattacken
  • Schwächegefühl
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel

Regelbeschwerden

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft könnten manche Regelbeschwerden mit Histamin in Verbindung stehen. Bei betroffenen Frauen lässt sich häufig ein erhöhter Histaminspiegel im Blut feststellen.

Zu Beginn der Regel wird das Enzym Diaminoxidase geschwächt, das für die Aufspaltung von Histamin verantwortlich ist. Während dies bei gesunden Menschen kaum Probleme hervorruft, kann es Menschen mit Histaminintoleranz weiter sensibilisieren. Dann reichen bereits kleinere Mengen an Histamin, um die Symptome auf den Plan zu rufen.

Herzrhythmusstörungen

Starkes Herzklopfen oder Herzstolpern kann auch in einer Histaminintoleranz begründet liegen. Treten die Herzrhythmusstörungen häufig nach dem Verzehr histaminreicher Lebensmittel wie Alkoholika auf, sollte man die Unverträglichkeit unbedingt beim Arzt abklären lassen.

Von diesen Beschwerden sind übrigens am häufigsten Jugendliche und junge Erwachsene betroffen.

Hautausschlag und Hautrötungen

Hautrötungen im Gesicht und Hitzegefühle im Kopf oder Brustkorb sind typische Symptome einer Unverträglichkeit.

Auch die Nesselsucht, die sich in Quaddeln, Schwellungen, Rötungen und Juckreiz offenbart, steht ebenfalls häufig mit einer Histaminintoleranz in Verbindung. Insgesamt vermuten Mediziner, dass bei jedem dritten Nesselsucht-Patienten eine Pseudoallergie, zum Beispiel gegenüber Histamin, die Hauptschuld an den Nesselausschlägen trifft.

Ebenfalls bedeutsam ist die Histaminintoleranz bei Patienten mit Neurodermitis. Eine histaminarme Kost ist ein wichtiger Bestandteil der Neurodermitis-Behandlung.

Laufende oder verstopfte Nase

Chronischer Schnupfen kann auf eine bestehende Histaminintoleranz zurückzuführen sein, ähnlich dem allergischen Schnupfen. Oftmals verstärken sich diese Symptome nach dem Verzehr histaminreicher Kost – allen voran aber nach dem Genuss alkoholischer Getränke.

Unspezifische Beschwerden

Neben den oben genannten können weitere, unspezifische, Symptome als Folge einer Histaminintoleranz auftreten:

  • Abgeschlagenheit, Erschöpfung und subjektives Krankheitsgefühl
  • Gliederschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Innere Unruhe und Nervosität
  • Konzentrationsstörungen
  • Stimmungsschwankungen
     

Mehr Informationen findet ihr unter:

Histaminintoleranz
Histaminintoleranz – Symptome
Histaminintoleranz – Diagnose
Histaminintoleranz – Ursachen
Histaminintoleranz – Medikamente, siehe auch Antihistaminika
Ernährung bei Histaminintoleranz
Medikamente mit Histamin
Histaminintoleranz in der Schwangerschaft


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3 Antworten zu “Histaminintoleranz – Symptome”

  1. Michael Lübker sagt:

    Hallo,
    kann eine Histaminintoleranz auch durch Omeprazol ausgelöst werden.
    Ich nehme seit circa 25 Jahren 10mg. täglich, gegen mein Sodbrennen.
    Wenn ich Kaffee trinke oder gelegentlich Bier trinke, bekomme ich einen
    Druck im Kopf und es wird mir meistens heiss und ich bin rot wie ein
    Feuermelder.

  2. jule sagt:

    ja aber natürlich durch protonenpumpen hemmer bekommt man narungsmittel Unverträglichkeiten, das ist schon jahre bekannt.

  3. danielle sagt:

    Ich habe seit 2 Jahren immer wieder geschwollene Augenlider. Der Augenarzt bestätigt eine Allergie. Weiss aber leider nicht auf was ich allergisch reagiere. Vermute eine Histaminintoleranz. Bin um jeden Hinweis dankbar.

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