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Histaminintoleranz in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft entschärfen sich für viele Frauen mit Histaminintoleranz die Probleme deutlich, denn: ab dem dritten Schwangerschaftsmonat produziert der Körper in der Plazenta wesentlich mehr vom Enzym Diaminoxidase (DAO), das für den Abbau des Histamins zuständig ist. Und zwar um den Faktor 300 bis 500. Dadurch fällt auch der Histaminspiegel im Blut sehr stark ab.

Die Symptome der Histaminintoleranz verschwinden dann in den meisten Fällen, verringern sich aber zumindest sehr spürbar.

Warum wird so viel DAO in der Schwangerschaft hergestellt? Histamin kann zur Kontraktion des Uterus führen und damit zum einem ungewollten, vorzeitigen Schwangerschaftsende. Schwangere reagieren nämlich besonders sensibel auf das Histamin. Davor schützt sich der Körper, indem er eine so große Menge an DAO zur Verfügung stellt.

Nach der Geburt nimmt die Menge von DAO fast immer rasch wieder ab. Die Symptome kommen daher leider schnell wieder, ist das Kind einmal auf der Welt.

Hinweis: unter dem Artikel findet ihr einen Leserbrief zum Thema Histaminintoleranz und Schwangerschaft, den ihr aus unserer Sicht auf jeden Fall lesen solltet, wenn euch das Thema betrifft.

 
Mehr Informationen findet ihr unter:

Histaminintoleranz
Histaminintoleranz – Symptome

Histaminintoleranz – Diagnose
Histaminintoleranz – Ursachen
Histaminintoleranz – Medikamente, siehe auch Antihistaminika
Ernährung bei Histaminintoleranz
Medikamente mit Histamin
Histaminintoleranz in der Schwangerschaft

 


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7 Antworten zu “Histaminintoleranz in der Schwangerschaft”

  1. Jens @ jucknix sagt:

    Der folgende Kommentar wurde uns von einer Leserin als Mail zugesandt. Mit ihrer Erlaubnis veröffentlichen wir ihn hier anonymisiert, da er ein sehr wichtiges Thema aufgreift.

    ———–

    Sehr geehrter “Mr. Jucknix”,

    beim Stöbern in den unendlichen Weiten des Internet-Universums bin ich auf Ihre Webseite gestoßen.

    Glücklicherweise bin ich nicht von Neurodermitis geplagt, daher gehöre ich nicht hundertprozentig zu Ihrer Zielgruppe.
    Allerdings bin ich seit knapp zwei Wochen dabei, den Schock der Diagnose Histaminintoleranz zu verdauen.
    (Zusätzlich zu den schon seit längeren bekannten der Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit / -malabsorption … = “Jackpot!”)

    Ich bin am Anfang meiner Recherchen – und habe schon die ersten niederschmetternden Erfahrungen (u.a. mit Ärzten) hinter mir. Warum schreibe ich nun gerade Ihnen?

    Ganz einfach:
    1. Der Ton Ihres Intros hat mir Mut gemacht. Persönlich, unprätentiös, handfest.
    2. Wenn ich es recht verstehe, arbeitet im Hintergrund Ihres Web-Auftrittes auch medizinische Kompetenz mit – im Gegensatz zu anderen Portalen/Foren.

    Daher fasse ich mir ein Herz und spreche Sie auf Ihren Artikel zur Histamin-Intoleranz an.
    Insbesondere auf den Punkt Histaminintoleranz und Schwangerschaft.

    Wie Sie & Ihre Kollegen richtig schreiben, sorgt Mutter Natur dafür, dass die HIT ab dem 3. Schwangerschaftsmonat für nahezu symptomfreie Zeiten sorgt.

    Was leider nicht erwähnt wird – (und ich bin sicher, Sie hätten es erwähnt, wenn Sie es wüßten):
    Bei einer – unentdeckten – Histaminintolerenz ist es häufig schwierig, schwanger zu werden oder zu bleiben.
    Das nicht abgebaute Histamin im Blut ist zuviel für so ein zartes Zellklümpchen/Baby und führt häufig zur Nicht-Einnistung oder Frühgeburten innerhalb der allerersten Wochen! Weiß eine Frau also nichts von ihrer Histamin-Intoleranz, kann dies zu einer unendlich quälenden Serie von “unerklärlichen” Fehlgeburten kommen.

    Da dies in der Gynäkologie (und auch sonst in der Medizin) – noch – kaum bekannt ist, lege ich Ihnen ganz dringend ans Herz, diese Tatsache auf Ihrem Portal ebenfalls zu publizieren!!!
    Ihre medizinischen Berater können Ihnen sicherlich mehr dazu erzählen.

    Damit würden Sie einen Beitrag leisten, Menschen mit Kinderwusch, die von HIT betroffen sind, es aber nicht wissen, ein wenig Licht auf ihren schmerzvollen Weg zu bringen.

    Ganz zentral ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob Folsäure – ein für die Schwangerschaft ganz wichtiges Element – die Symptome einer HIT verstärkt oder eher hilft, die abzuschwächen. Hier wiedersprechen sich die Geister.
    - Was für die Betroffenen eine Katastrophe darstellt!

    Denn es bedeutet, entweder Folsäure einzunehmen – und – möglicherweise, das will einem niemand so recht sagen – damit unfreiwillig eine “Abtreibung” herbeiführt.
    Oder sie wegzulassen – in dem Wissen, dass man mit hoher Wahrscheinlichlichkeit ein schwerkrankes und -behindertes Kind zur Welt bringen würde.
    - Eine Entscheidung, die keine Mutter (und auch kein Vater) treffen oder mal eben “ausprobieren” möchte.

    Ich bin mir bewußt, dass Sie mit diesem Themenbereich herzlich wenig zu tun haben.
    Und ich kann verstehen, wenn Sie herzlich wenig das Bedürfnis haben sollten, dieses Thema aufzugreifen.

    Andererseits wissen Sie, was es bedeutet zu suchen und alleine mit etwas “hängengelassen” zu werden.
    Wenn Sie in Ihrem Artikel auch nur erwähnten, dass es diese Thematik gibt, würden Sie einen wichtigen Beitrag leisten.

    - Und wenn sich dann die medizinische Expertise Ihres Teams auch noch dazu äußern würde, was es mit der Folsäure auf sich haben und welchen Weg es heraus geben könnte, dann würden Sie mehr als einen Menschen – aber diesen überproportional – glücklich machen!

    Ich bitte Sie um Vergebung für meine beinahe schon “emotionale Erpressung”.

    Ich würde mich sehr freuen, eine Antwort auf mein Anliegen zu erhalten und wünsche Ihnen noch viel Erfolg mit Ihrem Portal!

    Herzlichst,
    Ihre … (die ihren Namen in der Welt des Internet nicht nennen möchte)

  2. Verena sagt:

    Vielen Dank für die vielen “Eye-Opener”, die ich hier lesen darf. Zunächst habe ich Ihren Artikel zum Thema Histaminunverträglichkeit eher zufällig gelesen und mich sehr wieder entdeckt. Und nun bekomme ich auch noch einen Hinweis, woher unsere jahrelangen Schwierigkeiten beim Schwanger-werden-wollen kommen könnten! Herzlichen Dank dafür!

  3. Anna sagt:

    Hallo,
    Ich selbst habe seit vielen Jahren HIT. Trotzdem hatte ich das Glück, dass ich relativ schnell Schwanger geworden bin und vor einem Jahr einen gesunden Jungen auf die Welt gebracht habe. Seit der Schwangerschaft vertrage ich auch viele Lebensmittel, die ich davor nicht vertragen habe :) .
    Also, viel Glück ;)

  4. Anne sagt:

    Hallo,

    ich leide ebenfalls schon lange an HIT. Besonders merke ich dies, wenn ich Rotwein trinke. Bzw früher getrunken habe. Als ich schwanger war, habe ich auch etwas im Internet recherchiert und mich dann sehr verrückt gemacht, ob die Schwangerschaft bestehen bleibt usw. Ich hatte vorher noch nie gehört, dass Folsäure negative Folgen haben könnte und mein FA hat mir sogar für die erste Zeit eine Tagesdosis von 5mg empfohlen, da Folsäure wichtig ist. Es ging alles gut! Besser nicht verrückt machen lassen!

    Dies hier ist jedoch sicherlich NICHT richtig: “Oder sie wegzulassen – in dem Wissen, dass man mit hoher Wahrscheinlichlichkeit ein schwerkrankes und -behindertes Kind zur Welt bringen würde.”
    Niemand bekommt mit Sicherheit ein schwerkrankes Mind, nur weil man keine Folsäure einnimmt!

  5. Bettina sagt:

    Zum Thema Histaminintoleranz, Schwangerschaft und Folsäure
    Vor ca. 3 Jahren hat sich bei mir eine Histaminintoleranz entwickelt. Seit dem achte ich auf eine histaminarme Ernährung, was in Verbindung mit der Notwendigkeit einer glutenfreien Ernährung manchmal doof ist. ABER: Ich habe vor 18 Monaten einen kleinen wunderbaren und überaus gesunden Sohn zur Welt gebracht. Während der Schwangerschaft habe ich täglich Folsäure zu mir genommen. Ich bin derzeit in der 11. Schwangerschaftswoche mit meinem zweiten Kind und freue mich sehr darauf in naher Zukunft nicht mehr auf das Histamin achten zu müssen. Ich freue mich schon sehr auf eine glutenfreie Tiefkühlpizza :-) (ohne Salami versteht sich)
    Ich nehme wieder Folsäure.
    Ich hatte bereits bei der ersten Schwangerschaft gelesen, dass die Einnahme von Folsäure bei Histaminintoleranz umstritten ist. Habe mich aber schnell dafür entschlossen, weil ich mir dachte, dass, wenn ich sonst auf alles achte, das wenige Folsäure doch in Ordnung sein müsste. Entweder ich hatte und habe hoffentlich wieder Glück oder es ist einfach so, dass es geht.

  6. Alexandra sagt:

    Habe ebenfalls HIT. Aufgrund der hochdosierten Folsäureeinnahme bei der Schwangerschaft trat bei mir ein schrecklicher Juckreiz auf. Deswegen war ich gezwungen das Präparat nicht einzunehmen. Stattdessen nahm ich Vitamin B- Komplex als Nahrungsergänzungsmittel für Nichtschwangere ein, welches von mir bereits vor der Schwangerschaft gut vertragen wurde. Folsäure wird ebenfalls zu B-Vitaminen gezählt und war dort mitenthalten.

  7. Alex sagt:

    Zur HIT kann ich nur folgendes Buch empfehlen: Univ.Prof. Dr. Reinhart Jarisch – Histamin und Seekrankheit
    Er und einige andere Mitautoren gehen darauf ein, dass HIT nicht
    gleich HIT ist und in verschieden starker Ausprägung auftauchen kann. Es gibt auch Schwangere die einfach zu viel Histamin ausschütten und die gesteigerte DAO Produktion dem nicht Herr wird. Sogar gewisse Gewürze können z. B. zu einer Ausschüttung von Histamin in den körpereigenen Mastzellen führen.
    Ich selbst habe Folsäure schon vor der Schwangerschaft eingenommen und es hat sich bei mir positiv ausgewirkt: abgeschwächtere Reaktionen bis hin zu besserer Verträglichkeit von Speisen.
    Prinzipiell kann ich auch viele Dinge, wie z. B. Pizza, ohne Probleme essen, wenn sie frisch zubereitet worden ist – meist gelingt das auch nur, wenn man es selbst macht :-)
    Abschließend: man sollte sich nicht zu sehr von allen Eventualitäten verrückt machen lassen und wenn man vor einer Schwangerschaft schon weiß, dass man HIT hat, kann man ja auch für sich austesten, was geht und was man besser sein lassen sollte ;-)

    LG

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