Histaminarme Lebensmittel

Histaminarme Lebensmittel sollten den größten Anteil des Speiseplans von Menschen mit Histaminintoleranz oder Neurodermitis darstellen. Welche Lebensmittel histaminarm sind und welche nicht – jucknix verrät es euch.

Histaminarme Lebensmittel – was heißt das eigentlich?

Entsprechend verschiedener Studien führen 15 – 30 Mikrogramm Histamin bereits zu Beschwerden bei Menschen mit einer Histaminintoleranz. Diese liefert schon ein einziges Glas Rotwein. Bei 15 Mikrogramm treten meist Hautrötungen, Schnupfen und Niesen auf, bei 30 Mikrogramm sind es schon stärkere Symptome wie zum Beispiel Kopfschmerzen.

Die Histaminintoleranz ist also von Patient zu Patient unterschiedlich stark ausgeprägt. Eine eindeutige Definition, welche Lebensmittel als ausreichend „histaminarm“ gelten, um trotz einer Unverträglichkeit problemlos verzehrt werden zu können, ist daher kaum möglich. 

Hinzu kommt: eine Erdbeere zum Beispiel kann deutlich mehr Histamin enthalten als eine andere Erdbeere, selbst wenn diese aus der selben Verpackung kommt.

Grundsätzlich gilt: frische Lebensmittel sind zu bevorzugen, da sie histaminärmer sind. Der Histaminanteil steigt im Verlauf der Zeit an.

Histaminarmes Brot / histaminarme Backwaren

  • Brot- und Backwaren ohne Hefe (auf Basis von Backferment und Backtriebmitteln) – keine Hefe

Histaminarmer Fisch /histaminhaltige Meeresfrüchte

  • Frischer Fisch (nicht aus warmen Gewässern)
  • Fischstäbchen (TK-Ware)

Histaminarmes Fleisch / histaminarme Wurstwaren

  • Aufschnitt (frisch)
  • Frisches, unbehandeltes Fleisch, Geflügel und Wurstwaren
  • Hackfleisch (aus Eigenproduktion)
  • Fleisch und Wurstwaren aus der Tiefkühltheke

Histaminarme Milchprodukte / histaminarmer Käse

  • Butter
  • Frischkäse
  • oghurt
  • Käsesorten mit geringer Reife (Butterkäse, junge Gouda, …)
  • Milch, pasteurisiert
  • Quark
  • Rahm
  • Sahne

Histaminarmes Obst und Gemüse

  • Apfel
  • Birne
  • Blumenkohl
  • Bohnen
  • Brokkoli
  • Champignons
  • Erbsen
  • Gurken
  • Heidelbeeren
  • Johannisbeeren
  • Kartoffeln
  • Kirschen
  • Kohl
  • Kohlrabi
  • Kürbis
  • Linsen
  • Mais
  • Mango
  • Melonen
  • Möhren
  • Nektarine
  • Orangen
  • Paprika
  • Pfirsisch
  • Rettich
  • Rhabarber
  • Rosenkohl
  • Rote Beete
  • Rotkohl
  • Salat
  • Sellerie
  • Stachelbeeren
  • Weintrauben
  • Zucchini
  • Zwiebeln

Histaminarme Getränke

  • Bier (untergärige Sorten, zum Beispiel Pils) in geringen Mengen
  • Cola
  • Fruchtsaft aus verträglichen Früchten (Apfel, Orangen, Johannisbeeren etc.)
  • Limonade
  • Tee (außer schwarzer Tee)
  • Wasser

Zwar gibt es Präparate, mit denen die Beschwerden gesenkt werden können, die Patienten mit Histaminintoleranz erleiden, ein insgesamt histaminarmer Speiseplan – und dafür weniger Medikamente -erscheint uns jedoch als sinnvoller.

Wichtiger Hinweis: nicht nur histaminhaltige Lebensmittel können bei einer Unverträglichkeit Symptome hervorrufen, sondern auch solche, die biogene Amine oder DAO-Hemmer enthalten.

Mehr dazu unter:

Noch ein Hinweis: eine "Histamin-Allergie" gibt es nicht.

 


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