Das Hormon Histamin bildet die Grundlage von allergischen Erkrankungen indem es die Blutgefäße erweitert, deren Durchlässigkeit steigert und den quälenden Juckreiz auslöst. Da Gefäßwände durch die Histamausschüttung durchlässiger werden, schwellen Haut und Schleimhäute an. Das einfachste Beispiel dafür ist die Hautreaktion nach einem Insektenstich. Weil sich durch das Histamin auch die glatte Muskulatur an den Bronchen oder im Magen zusammenzieht, kommt es oft zu Atemnot oder Bauchkrämpfen.
Empfohlen wird daher eine Ernährung mit Lebensmitteln, die Histamin arm sind bzw die Ausschüttung des körpereigenen Histams nicht unterstützen. Dies kann helfen, den Juckreiz bei Neurodermitis deutlich zu reduzieren. Die Bandbreite des Histamingehalts in Nahrungsmitteln ist sehr hoch, sie beträgt zwischen 0,0005% – 0,25%. Daher kommt der Auswahl der "richtigen" Nahrungsmittel eine hohe Bedeutung zu.
Obwohl Nahrungsmittelempfehlungen nicht generell ausgesprochen werden können, da jeder unterschiedlich reagiert, sollte vor allem beim Verzehr auf folgende Nahrungsmittel geachtet werden:
- Generell frische, ungespritzte Nahrungsmittel kaufen und verzehren
- Früchte und Gemüse: Früchte und Gemüse mit hohem Histamgehalt meiden, u.a. Banane, Tomate, Spinat
- Fisch: Fischsorten wie Makrele, Sardelle, Hering und Thunfisch einschränken/meiden. Frischen oder tiefgekühlten Fisch gegenüber geräuchertem, getrocknetem oder gesalzenem vorziehen. Fisch vor der Zubereitung wässern, da Histamin wasserlöslich ist.
- Wein: Weißwein ist besser als Rotwein: Besonders hohen Histamingehalt haben französische Rotweine, Chianti und Muskat.
- Käse: Streichkäse und Butterkäse anstelle von Hartkäse verwenden. Jungen Käse gegenüber altem, lange gereiftem Käse vorziehen. Der höchste Gehalt an biogenen Aminen befindet sich im Rindenbereich.
- Wurstwaren: Fleischwurst (gekocht) oder gekochter Schinken anstelle von Rohwurst (z.B. Salami) verzehren.
- Schokolade: Verzehr von Süßigkeiten einschränken.
Antihistaminika hindern das körpereigene Histamin daran, sich an andere Zellen zu heften, was dann den Juckreiz bei Neurodermitis verhindert.
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