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Histamin Symptome

Histamin kann bei Menschen mit einer Histaminintoleranz (HIT, Histaminose) diverse Symptome hervorrufen. Etwa 1-3% der Mitteleuropäer sind von ihr betroffen. Die mit 80% größte Gruppe machen dabei Frauen mittleren Alters aus. In der Schwangerschaft geht die Erkrankung manchmal zurück, sie tritt danach jedoch erneut auf.

Histamin kommt auch im gesunden menschlichen Körper vor sowie in verschiedenen Nahrungsmitteln und Medikamente. Die Substanz spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem und verursacht nur dann Beschwerden, wenn eine Unverträglichkeit / Überempfindlichkeit  vorliegt.

Ursache der Beschwerden ist ein Mangel an Enzymen vom Typ Diaminoxidase (DAO) und / oder Histamin-N-Methyltransferase (HNMT). Die Krankheit ist nicht angeboren. Eine "Histamin-Allergie" gibt es übrigens nicht.

Typische Histamin-Symptome

Eingeteilt werden die hauptsächlichen Symptome einer Histamin-Unverträglichkeit nach dem Ort des Auftretens in Symptome, die das Herz-Kreislauf-System und das zentrale Nervensystem, die Haut oder den Verdauungstrakt betreffen.

Herz-Kreislauf-System / ZNS

  • Kopfschmerz und Migräne
  • Müdigkeit
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme

Haut

  • Flush (plötzlich auftretende Hautrötungen im Gesicht oder am Hals)
  • Ausschlag
  • Juckreiz
  • Quaddeln und Schwellungen

Verdauungstrakt

  • Bauchschmerzen (zum Teil krampfhafter Art)
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen

Seltenere Histamin-Symptome

Weniger typisch, von Patienten aber hin und wieder berichtet, sind die folgenden Symptome nach dem Verzehr von Histamin:

  • Nesselsucht-Symptome
  • Asthmatische Beschwerden wie Atemnot
  • Augenjucken
  • raue, pelzige Zunge
  • Mundaphten oder sonstige Entzündungen im Mund
  • verstärkte Akne
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Schweißausbrüche
  • Kribbeln in Fingern, Beinen
  • Muskel/Gelenksschmerzen
  • erhöhte Temperatur bzw. grippeartiges Gefühl
  • Sodbrennen
  • Sehstörungen
  • Hitzewallungen
  • Tinnitus, Ohrensausen
  • Zahn- und Kieferschmerzen
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen

In sehr seltenen Fällen kann die Histaminintoleranz – anders als alle anderen Nahrungsmittelintoleranzen – lebensbedrohliche Folgen haben. Menschen mit einer schweren Unverträglichkeit sollten daher, ähnlich wie Allergiker, ein Notfallset dabei haben.

Die Beschwerden können kombiniert oder einzeln auftreten, meist entstehen sie einige Minuten bis mehrere Stunden nach dem Verzehr von Histamin in Form von:

  • Histaminreicher Nahrung
  • Histaminfreisetzender Nahrung
  • DAO-blockierender Nahrung
  • Medikamenten

Ein geringerer Teil der Patienten verspürt erst am nächsten Tag Probleme.

Schwierige Diagnose

Aufgrund der vielfältigen und oft unspezifischen Histamin-Symptome fällt die Diagnose einer Intoleranz oft schwer. Zudem tritt die Histaminintoleranz nicht selten auch gemeinsam mit anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf (Gluten-Überempfindlichkeit, Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Sorbitintoleranz) sowie mit Allergien. Viele Nahrungsmittel enthalten sowohl Histamin als auch Laktose oder Fructose, wodurch sich die Beschwerden oft nicht sofort auf bestimmte Lebensmittel zurückführen lassen.
 


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