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Himalayasalz

imalayasalz (auch: Hunza-Kristallsalz, Zaubersalz, Kaisersalz, Alexandersalz) ist eine Handelsbezeichnung, sie meint rosagetöntes Steinsalz. Angeboten wird Himalayasalz überwiegend in Reformhäusern und Naturkostläden sowie in Esoterik-Geschäften. Das Salz wird als Speisesalz oder für medizinische Zwecke propagiert. Entgegen der Bezeichnung kommt das Himalayasalz nicht aus dem gleichnamigen Gebirge, sondern vor allem aus dem Salzbergwerk Khewra, das über 100 Kilometer südlich von Islamabad in einem pakistanischen Salzgebirge liegt. Teils stammt das Salz auch aus polnischem Bergbau.

Himalayasalz besteht zu 97 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid und zählt zu den unraffinierten Steinsalzen. Neben Natriumchlorid sind sieben weitere Bestandteile enthalten, wie Gips. Die Farbe rosa kommt von den enthaltenen Eisenoxid-verunreinigungen.

Erhältlich ist das Himalayasalz sowohl als Granulat, als auch als Halitbrocken, aus denen auch Salzlampen hergestellt werden. 

Himalayasalz – Wirkung und Inhaltsstoffe

Bekannt wurde das Salz durch durch Peter Ferreiras, der eigentlich Peter Druf heißt, ein Geschäftsmann und einem der größten Himalayasalz-Vertreiber, der das Buch „Wasser und Salz, Urquell des Lebens“ schrieb und es als Allheilmittel anpries. So könne das Salz durch 84 enthaltene chemische Elemente, die ganz ähnlich wie das menschliche Blut zusammengesetzt seien, Zivilisationskrankheiten heilen und die „energetischen Schwingungen“ harmonisieren.

Belegt wurde die Wirkung mit Studienergebnissen eines Instituts, das es nicht gibt.

Unabhängige Studien und Tests, zum Beispiel von der Technischen Universität Clausthal, dem Verband der Ernährungswissenschaftler Österreichs, Öko-Test und Stiftung Warentest kamen zu den Ergebnissen: weder enthält Himalaysalz besondere Elemente, noch hat es irgendeine heilsame Wirkung.

Es unterscheidet sich vom herkömmlichen Küchensalz nur darin, dass es mehr verunreinigt ist. Statt der propagierten 84 Elemente enthält es nur 30, von denen einige sogar eher schädigend wirken – so zum Beispiel die Schwermetalle Quecksilber, Blei oder Cadmium. In Mitteleuropa nehmen die Menschen ohnehin genügend Salz mit der Nahrung auf, eine zusätzliche Belastung des Körpers mit Salz ist nicht nötig.

Auch enthält Himalayasalz nur geringe Spuren anderer Mineralstoffe neben den für Speisesalz typischen Chlorid und Natrium. „Himalayasalz ist reich an Mineralstoffen“ ist damit eine Irreführung.

Das Salz wird bis zu 20 Mal teurer als herkömmliches Salz verkauft.
 


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