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Heuschnupfen und andere Allergien mit Akupunktur und Akupressur lindern

Akupunktur und Akupressur können Allergikern helfen, ihre allergischen Reaktionen dauerhaft zu lindern. Zum Teil sogar in Fällen, die sonst in der Regel mit Cortison behandelt werden. Lest selbst, wie das geht, und was zu beachten ist.

Die Vorteile

Die Nadelbehandlung Akupunktur sowie die Akupressur, die Behandlung durch Fingerdruck, sind frei von Nebenwirkungen. Wo Kortison zu Gewichtszunahme und Wassereinlagerung, zum Anstieg von Blutdruck und Blutzucker führen kann und Antihistaminika häufig Müdigkeit sowie gesteigertem Apetit hervorufen, können die chinesischen Heilmethoden bedenkenlos angewendet werden. Die Akupressur können Betroffene, zum Beispiel, aber nicht ausschließlich, als Ergänzung zur Akupunktur sogar selbstständig zu Hause und unterwegs durchführen.

Außerdem sind deutliche Linderungen der Beschwerden meist bereits im ersten Jahr der Behandlung spürbar, und auch in den Folgejahren noch präsent. Wird die Akupunktur jährlich durchgeführt, kann sogar eine völlige Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Auch für Kinder geeignet

Auch für Kinder sind die Therapien geeignet. Bei der Akupunktur verwendet man hier jedoch statt der Nadeln einen Akupunkturlaser zum Reizen der Punkte. Für das Kind ist dies nicht nur angenehmer, als Nadeln in die Haut gesteckt zu bekommen, sondern auch ein durchaus ausreichender Reiz, da junge Menschen meist sensibler auf die Stimulation reagieren.

Das Wann und das Wie

Am besten startet man die Behandlung beim Heuschnupfen etwa zwei bis drei Wochen vor dem üblichen individuellen und von den Pollenarten abhängigen Beschwerdebeginn. Danach sollten Akupunktur und / oder Akupressur so lange fortgeführt werden, bis das Beschwerdemaximum überschritten ist.

Allergiker reagieren sehr gut auf die Ohrakupunktur, die auch „Aurikulomedizin“ genannt wird. Nach der traditionellen chinesischen Medizin werden Krankheiten oft ausgelöst von Störherden, die auf den ersten Blick nichts mit der Erkrankung zu tun haben scheinen, den Körper jedoch dauerhaft schwächen. Entzündete Mandeln oder Nasennebenhölen sollen bei Allergien eine wichtige Rolle spielen, Giftherde können jedoch auch kranke Zähne, Narben und Giftstoffbelastungen sein, etwa durch Amalgam. Mittels aurikulomedizinischer Stöhrdiagnostik können geschulte Therapeuten Störherde aufdecken und zusätzlich zur Haupterkrankung, in diesem Fall also der Allergie, mitbehandeln, um die Allergie deutlich zu mildern. Dies gilt auch für Kinder. Akupunktur-Therapeuten berichten auch von stark verbesserten Behandlungserfolgen bei Kindern mit Neurodermitis, die vor der Laserakupunktur einer Störherddiagnostik unterzogen werden.

Beim Heuschnupfen ist vorwiegend der Dickdarm-Meridian betroffen, behandelt – also gestochen oder gelasert – werden dann unter anderem die Punkte Dickdarm 4 und Dickdarm 20, die dem Yang-Meridian zugeordnet sind . Leidet der Patient gleichzeitig unter Asthma, muss auch der Lungen-Meridian (Yin-Meridian) gestochen werden (Lunge 7). Der gestörte Funktionskreislauf eines Allergikers ist in demnach in der traditionellen chinesischen Medizin Lunge-Dickdarm. Zusätzlich werden jedoch auch übergeordnete Punkte behandelt: 3 E 3, 3 E 5, oder Blase 40. 

Selbsthilfe mit Akupressur

Mit Akupressur kann der Heuschnupfen durch das Drücken folgender Punkte behandelt werden:

  • Dickdarm 20: Auf der Falte, die von der Nase bis zur Lippe geht, direkt neben dem unteren Teil der Nasenflüge liegt der Dickdarm 20. Er liegt auch dort, wo der Nasenknorpel in das Nasenbein übergeht, also der weiche Teil der Nase in den harten. Die beiden Punkte sollten beidseits gedrückt werden, um dem Heuschnupfen zu bekämpfen.
  • Yin Tang: Auch der Yin Tang gilt als wichtiger Punkt beim Heuschnupfen. Der Punkt liegt exakt zwischen den Augenbrauen.
  • Dickdarm 4: Zwischen dem ersten und zweiten Fingerstrahl, an der höchsten Stelle der Falte, die man sieht, wenn man den Daumen an den Zeigefinger anlegt, liegt der Dickdarm 4. Man drückt den Punkt in Richtung des zweiten Mittelhandknochens.
  • Lunge 7: Lunge 7 gilt als wichtigster Punkt, um das Immunsystem zu beeinflussen. Der Punkt liegt am Unterarm zirka 3 Querfinger oberhalb der Handgelenkfalte; diese Stelle wird auch als „Pulstaststelle“ bezeichnet.
  • Blase 40: Genau in der Mitte der Kniekehle befindet sich der Antihistamnika- oder Antiallergiepunkt.
  • Dreifacher Erwärmer 5: Dies ist der wichtigste Punkt gegen Störfelder und einer der wichtigsten die Abwehr steuernden Punkte. Da Allergien häufig durch Störfelder mit bedingt sind, ist dieser Punkt von größter Wichtigkeit. Er liegt an der Streckseite des Unterarms etwa zwei Daumenbreiten über der Handgelenkquerfalte. Bei Rechtshändern links drücken, bei Linkshändern rechts drücken.
  • Gallenblase 1: Äußert sich die Allergie auch in starkem Tränenfluss, dann hilft das Drücken der Gallenblase 1. Diesen Punkt findet man zwischen Ober- und Unterlid in der Vertiefung, die gleich hinter der Begrenzung der Augenhöhle liegt.

Grundsätzlich gilt wieder einmal: es gibt nicht die eine Therapieform, die bei jedem Neurodermitiker, Asthmatiker und Allergiker zum Erfolg führt. Umso wichtiger ist es jedoch, die verschiedensten Ansätze für sich selbst zu testen. Wir wünschen euch viel Erfolg beim Ausprobieren der Akupressur und bei der Akupunktur zur Allergie-Behandlung!

 


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Eine Antwort zu “Heuschnupfen und andere Allergien mit Akupunktur und Akupressur lindern”

  1. Frank Koebsch sagt:

    Ich habe eine andere Vorgehensweise – ich male die Ursache ;-)
    Hier ein Aquarell mit dem Namen Desensibilisierung
    http://frankkoebsch.wordpress.com/2011/05/22/desensibilisierung-%E2%80%93-ein-lowenzahnaquarell-auf-leinwand/

    Ich hoffe, es erwischt Euch nicht zu doll

    Frank

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