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Heuschnupfen: Klassische und alternative Behandlungsmöglichkeiten

Wenn der Frühling vor der Tür steht, freuen sich alle Menschen – bis auf eine Gruppe: Wer von Heuschnupfen geplagt wird, kann auf diese Jahreszeit verzichten. Alles, was sprießt und blüht, sorgt für Betroffene, die unter Heuschnupfen (Rhinitis) leiden, für Probleme. Das sind nicht wenige, rund 20 Prozent der deutschen Bevölkerung zählt zu dieser Gruppe.

Rhinitis ist eine Krankheit, deren Reaktionen mit Juckreiz, Kribbeln in der Nase, Niesen sowie Tränen der Augen Betroffenen nur allzu gut bekannt ist. Obwohl viele von ihnen beginnend mit ihrer Kindheit erkranken, konnte man bis heute den Ursprung nicht finden. Experten gehen davon aus, dass die Allergie durch die verbesserte Hygiene begründet sein könnte. Andere sind davon überzeugt, dass sie vererblich ist. Eine dritte Gruppe hingegen stellte eine höhere Aggressivität der Allergene als früher fest.

Heuschnupfen reduziert die Lebensqualität Betroffener

Unabhängig davon, welche Ursache Heuschnupfen hat, steht eines fest: Rhinitis hemmt die Lebensqualität der Betroffenen. Die Pollenallergie kann im schlimmsten Fall Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma auslösen. Doch auch ohne diese extreme Situation, schränkt sie das Sozialleben der Betroffenen ein. Wer auf Haselnuss, Birke und Co. allergisch reagiert, für den ist der Aufenthalt im Freien monatelang ein Problem. Für Betroffene ist es unmöglich, die schönsten Monate des Jahres zu genießen. Natürlich wirkt sich die Allergie auch auf die Leistung in Karriere und Bildung aus.

5 klassische Behandlungsmöglichkeiten gegen Rhinitis

Die unangenehmen Beschwerden gegen Rhinitis lassen sich häufig mithilfe von Medikamenten lindern. Folgende kommen bei einer Therapie zum Einsatz:

  1. Antihistaminika: Dieses schnell wirkende Medikament entfaltet seine Wirkung in der Regel innerhalb einer Stunde. Es blockiert die Rezeptoren von Histamin, einem Entzündungsbotenstoff, der dadurch seine Wirkung nicht entfalten kann. Antihistaminika sind als Nasensprays, Augentropfen sowie Tabletten erhältlich.
  2. Kortison: Ein körpereigenes Hormon, dessen entzündungshemmende Wirkung zur Bekämpfung von Heuschnupfen geeignet ist. Es wird als Nasenspray oder in Form von Tabletten eingesetzt.
  3. Leukotrienrezeptor-Antagonisten: Dieses als (Kau)tabletten erhältliche Produkt blockiert die Wirkung von Leukotriene (Entzündungsbotenstoffe).
  4. Mastzellstabilisatoren: Sie wirken weder sofort noch lindern sie eingetretene allergische Reaktionen. Es handelt sich um eine Vorbeugemaßnahme, die man vor einem erwarteten Pollenflug einnimmt.
  5. Nasensprays: Klassische abschwellende Nasensprays bieten eine schnelle Hilfe bei Heuschnupfen. Ihre Verwendung ist jedoch auf einmal pro Woche begrenzt. Eine Alternative sind Nasenspülungen.

Alternative Behandlungsmethoden für Heuschnupfen

Neben diesen in der Apotheke erhältlichen Mitteln, gibt es seit Jahren alternative Methoden, Heuschnupfen zu bekämpfen. Die Maßnahmen reichen von Behandlungen durch Akupunktur und Eigenbluttherapie bis hin zu natürlichen Heilmitteln wie Schwarzkümmel und Krillöl.

Krillöl

Krillöl und Schwarzkümmel sind eine besondere Handlungsmethode, die nicht die Symptome von Heuschnupfen bekämpfen und die Allergie lediglich lindern, sondern mit ihrer Ursache umgehen. Experten empfehlen die Einnahme bis zu vier Wochen vor Beginn der Pollensaison.

Die Verwendung von ungesättigten Omega–3-Fettsäuren stärkt das Immunsystem. Dies ist der Hauptgrund, warum Krillöl in der Lage ist, Heuschnupfen entgegenzuwirken. Doch auch hier gibt es Unterschiede im Produkt. Die Qualitätsunterschiede zwischen Krillöl-Produkten sind zum Teil sehr groß. Den Herstellern des Krillöls EuphaMAX ist es gelungen, die drei elementaren Bestandteile Omega–3, Phospholipiden und Astaxanthin zu extrahieren. Ohne diese drei Komponenten ist Krillöl nicht viel besser als klassisches Fischöl.

Akupunktur

Eine weitere alternative Behandlungsmöglichkeit ist die bereits erwähnte Akupunktur. Wie die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. informiert, sind Akkupunkturbehandlungen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gang und gäbe. Nadeln werden an Punkten, die das Immunsystem aktivieren, beispielsweise am Oberarm, Schlüsselbein, Daumen sowie Handgelenk, gesetzt. Eine langfristige Verbesserung der Allergie ist nach etwa acht Behandlungen erreicht. Es soll Fälle geben, in denen die Akupunktur alleine nicht zum gewünschten Ergebnis führt. In diesem Fall muss sie durch eine Kräuterrezeptur unterstützt werden.

Eigenbluttherapie

Diese Therapieform, die auch unter der Bezeichnung unspezifische Reiztherapie bekannt ist, besteht aus unterschiedlichen Formen. Ziel aller Formen ist es, dem Patienten Blut zu entnehmen, welches anschließend zurück in den Körper injiziert beziehungsweise infundiert wird. Vorher wird das Blut behandelt oder mit Medikamenten angereichert.

Durch diese Behandlung kann das Eigenblut das Immunsystem stimulieren. Dadurch soll der Körper Eindringlinge besser bekämpfen können. Die Therapie findet etwa ein- bis zweimal wöchentlich über einen Zeitraum mehrerer Wochen statt.

Bei der Eigenblutbehandlung handelt es sich nicht um eine neue Therapie. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts erstmals von einem Arzt in England durchgeführt.


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