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Herpes Zoster – Ansteckung

Eine Ansteckung mit Herpes Zoster (Gürtelrose) ist unwahrscheinlich, anders als zum Beispiel bei den Windpocken. Beim Herpes Zoster handelt es sich um eine Viruserkrankung mit streifenförmigen, teils äußerst schmerzhaften Blasen auf der Haut, bedingt durch einen entzündeten Nerv, dessen Entzündung auf umliegendes Hautgewebe übergeht. Der Ausschlag (Wundrose) wächst halbseitig oder gürtelförmig von der Wirbelsäule aus um den Körper herum – daher der Name „Gürtelrose“.

Verantwortlich für die Erkrankung sind Varizellen (auch: Varicella-Zoster-Viren), die sich nur per Schmierinfektion übertragen, also nur dann, wenn die virenhaltigen Bläscheninhalte auf einen Mitmenschen „geschmiert“ werden.

Die Gefahr einer Herpes-Zoster-Ansteckung ist auch deswegen gering, weil

  • 1. nur Menschen krank von den Viren werden können, die sie noch nicht in sich tragen (d.h. noch nie Windpocken hatten)
  • 2. eine Erstansteckung nicht nur Gürtelrose führt, sondern zu Windpocken

Heißt: Menschen, die bereits Windpocken hatten, können sich nicht mit der Gürtelrose anstecken. Die meisten Menschen stecken sich bereits im Kindesalter mit den Windpocken an, deren Viren übrigens per Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, …), Kontaktinfektion oder Schmierinfektion übertragen werden, sofern sie die Schleimhäute des Gesunden erreichen (Mund, Nase – siehe auch: Herpes Nasalis, Augen). Die Ansteckung über gemeinsam genutzte Kleidungsstücke, Handtücher oder Spielzeug ist eher unwahrscheinlich.

Die Ungeborenen im Bauch infizierter Schwangerer sind nur dann von den Viren bedroht, wenn sie nie Windpocken hatten und nicht geimpft sind. In der Schwangerschaft kann sich das Virus nämlich über die Plazenta auf das Kind übertragen und ein großes Risiko für das Ungeborene darstellen. Gleiches gilt für eine Windpocken-Infektion der Mutter kurz vor oder nach der Geburt. Aus diesem Grund sollten Patienten mit einem akuten Herpes Zoster Abstand zu Schwangeren halten.

Sobald die Bläschen verkrustet sind, kann keine Schmierinfektion mehr erfolgen, dann ist auch keine Ansteckung mehr möglich.

Wie lange dauert es, bis der Herpes Zoster oder die Windpocken ausbrechen?

Wie bereits geschrieben, kann man sich mit Gürtelrose nicht anstecken. Stattdessen kommt es dann zum Ausbruch der Erkrankung, wenn bereits im Körper schlummernde Varizellen aktiviert werden, zum Beispiel, weil das Immunsystem gerade geschwächt ist:

  • durch eine spezielle Therapie, die das Immunsystem unterdrückt
  • eine andere Infektion
  • Stress
  • eine Grunderkrankung wie AIDS
  • übermäßig viel Bestrahlung mit UV-Licht

Wer sich bei einem Herpes-Zoster- oder Windpocken-Patienten erstmalig mit den Viren ansteckt, bekommt 8 bis 28 Tage danach Windpocken, am häufigsten nach 14 bis 16 Tagen.

Wie viele Menschen erkranken an Herpes Zoster?

Auch ohne die Gefahr einer Ansteckung mit den/ Übertragung der Varizellen ist die Gürtelrose eine häufige Erkrankung. Jährlich erkranken etwa 350.000 bis 400.000 Deutsche daran, die meisten davon sind älter als 50 Jahre. Etwa jeder Vierte hat einmal im Leben die Gürtelrose, bei Menschen ab 85 Jahren liegt das Risiko für die Erkrankung sogar bei ungefähr 50 Prozent.
 


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