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Helicobacter-pylori Symptome

Helicobacter-pylori Symptome, also Beschwerden aufgrund einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter-pylori, treten insbesondere im Magen-Darm-Bereich auf. In vielen Fällen verläuft die Infektion jedoch ganz unbemerkt ohne jegliche Symptome, in vielen anderen zumindest jahrelang ohne Beschwerden. Das Bakterium kann dennoch sehr gefährlich werden.

Typisch sind folgende Symptome im Magen-Darm-Trakt:

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Mundgeruch
  • Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
  • Sodbrennen
  • Schmerzen, häufig im Oberbauch. Sie treten häufig nachts auf. Tagsüber lassen sie während oder kurz nach dem Verzehr einer Mahlzeit oft nach.
  • Übelkeit
  • Unregelmäßiger Stuhlgang
  • Völlegefühl

Wer länger als ein paar Tage unter Symptomen leidet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Neben diesen direkten Beschwerden durch Helicobacter-pylori sind es die möglichen Folgen einer Infektion, die die Bakterien haben können:

  • Besonders kritisch ist eine Infektion mit Helicobacter pylori deswegen, weil die Bakterien verdächtigt werden, Krebs auszulösen. Endgültig nachgewiesen ist dies jedoch noch nicht.
  • Fast immer entzündet sich die Magenschleimhaut (Typ-B-Gastritis).
  • Jeder zehnte Betroffene erkrankt an Magengeschwüren oder Zwölffingerdarmgeschwüren. Helicobacter pylori ist die Ursache Nummer 1 solcher Geschwüre, bei 95% aller Zwölffingerdarmgeschwüre und 70% aller Magengeschwüre lässt sich das Bakterium durch Laboruntersuchungen im Geschwür nachweisen-
  • Seltener treten Lymphose des Magens auf. In 95% der Fälle liegt eine Infektion mit Helicobacter-pylori vor.
  • Auch die Entstehung von Nesselsucht wird mit den Bakterien in Verbindung gebracht.

Wie verbreitet sind die Helicobacter-pylori Symptome?

Geschätzte 20% aller 40-Jährigen und sogar 50% aller über-60-Jährigen im westlichen Kulturkreis sind vom Helicobacter befallen.

Wie kommt es zu den Beschwerden?

Helicobacter nisted sich oftmals schon in der Kindheit im Magen ein. Es wird von Mensch zu Mensch übertragen, überwiegend oral und von der Mutter auf das Kind. Neuinfektionen im Erwachsenenalter sind eher eine Rarität. Mediziner gehen heute davon aus, dass sich ein ausgewachsener Körper weitaus effektiver verteidigen kann.

Das Bakterium kann sich in der Schleimhaut des Magens ansiedeln und vermehren. Es bildet ein Eiweiß (Urease), die den Harnstoff im Körper in Ammoniak und Kohlendioxid verwandelt. Ammoniak neutralisiert dabei die Magensäure, sodass das Bakterium davor geschützt wird. So wird der Abwehrmechanismus des Magens geschwächt, Bakterien und durch sie produzierte Giftstoffe haben leichtes Spiel. Die Giftstoffe führen zu Infektionen der Magenschleimhaut. Aus dieser können Geschwüre und Krebs resultieren.

Was tun gegen Helicobacter-plyori-Symptome?

Die genaue Behandlung richtet sich nach den Beschwerden des Patienten. Üblicherweise werden jedoch Antibiotika verabreicht, um den Magen-Darm-Bereich von den Bakterien zu befreien.


Linktipps: 

Bei einigen der Symptome kann es sich auch um eine andere Infektion handeln – bei vorrübergehendem Brechreiz / Erbrechen handelt es sich zum Beispiel häufig um den Norovirus.


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