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Heilwolle

Heilwolle (Fettwolle) ist die naturbelassene Schafwolle, die noch einen Restfettgehalt hat. Dem in Heilwolle enthaltenen Lanolin (Wollwachs) wird nachgesagt, Entzündungen zu hemmen und die Haut zu pflegen. Die Wolle wird bei Wunden verwendet, vor allem bei solchen, die nässen oder entzündet sind. Zum Beispiel kommt Heilwolle zum Einsatz bei durch Stillen entzündeten Brustwarzen, bei Dekubitus sowie bei Windeldermatitis.

Heilwolle – Herstellung

Zuerst werden die Schafe geschoren, anschließend wird die Wolle in klarem Wasser gewaschen – und zwar schonend und ohne Zuhilfenahme von Chemikalien. Zuletzt wird die Wolle fein durchgekämmt, um möglichst weich zu werden. Dabei erhält sie ihre wattige Konsistenz.

Heilwolle – Wirkung und Anwendungsgebiete

Dass Heilwolle der Haut gut tut, liegt am enthalten Lanolin, ein Sekret aus den Talgdrüsen der Schafe, das diese während des Wachstums der Wolle produzieren. Lanolin (Wollwachs) wirkt dabei wie eine Schutzhülle, die die Haare der Schafe umgibt, um sie gegen Feuchtigkeit und Kälte zu schützen.

Dabei ist das Material gut luftdurchlässig.

Heilwolle wird schon seit Jahrhunderten verwendet, um die Wundheilung beim Menschen zu fördern. Die Wolle soll die Blutgefäße erweitern und so zur Hautdurchblutung beitragen und soll daher auch bei Verspannungen und Gelenkschmerzen helfen können. Weiterhin wird Heilwolle manchmal eingesetzt bei: Arthritis und Rheuma, Ekzemen und Juckreiz, Halsschmerzen und Husten, Ohrenschmerzen und Hämorrhoiden.

Bei Ohrenschmerzen rollt man eine kleine Kugel aus der Wolle zusammen und schiebt sie vorsichtig (und nicht zu tief!) in den Gehörgang.

Bei blutenden Wunden legt man zwischen Wunde und Wolle Gaze, da die Wolle sonst kleben bleiben könnte. Anschließend wird alles mit einem Verband fixiert.

Bei Windeldermatitis kann man die Wolle in die Windel stecken.

Bei vom Stillen entzündeten Brustwarzen legt man die Wolle in den BH.

Bei einem Wollbad wird der ganze Körper in Wollfließstreifen eingewickelt.

Erhältlich ist die Heilwolle in Bio-Shops im Internet sowie in Apotheken. 100 Gramm kosten etwa 4 bis 5 Euro.

Eingetrocknete Wolle kann „wiederbelebt“ werden, indem man sie über Nacht auf dem Balkon oder Fensterbrett ausbreitet (einwirkende Luftfeuchtigkeit), danach packt man die Heilwolle luftdicht in einen Tüte und bewahrt sie dort bis zur nächsten Nutzung auf.


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