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Hautpilz

Jeder vierter Deutsche leidet Schätzungen zufolge unter Hautpilzen, die, wie der Name verrät, auf der menschlichen und tierischen Haut wachsen und zu den häufigsten Auslösern von Infektionskrankheiten auf der Haut zählen. Mediziner sprechen hierbei von sogenannten “Haut-Mykosen”.  Hautpilze bilden zur Fortpflanzung Sporen, die zum Teil monatelang auf abgeriebenen Hautschuppen überleben und sich ausbreiten können. Der Fußpilz ist der wohl bekannteste Vertreter der Hautpilze, doch sie alle haben eines gemeinsam: sie sind ansteckend.

Was den Hautpilz stark macht

Wie stark die Infektion und Ausbreitung einer Hautpilzerkrankung sind, das hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren hab:

  • Aggressivität des Pilzes
  • Immunabwehr des Betroffenen (des “Wirtes”): Manche Pilzarten können zu grundsätzlich jederzeit gesundes Gewebe befallen,

    werden jedoch bei gesunden Menschen an der großflächigen Ausbreitung gehindert

  • Verletzungen der Haut, Durchblutungs-störungen etc. begünstigen Pilzerkrankungen
  • Äußere Faktoren, feucht-warme Umgebungen zum Beispiel fördern das Wachstum des Pilzes

Welche Hautpilz-Erkrankungen es gibt und woran man sie erkennt

Die Mykosen können abhängig vom Erreger nach dem D-H-S-Sytem unterteilt werden.

Dermatophyte infizieren nur die Haut, Nägel und Haare. Dermatophyten werden auch Fadenplize genannt. Sie nisten sich ein in der Haut. Und sie ernähren sich von Keratin, dem Horn der obersten Schichten der Haut. Fadenpilze lassen sich untergliedern in die Gattungen Epidermophyton, Microsproum sowie Trichophyton.

Zu den Epidermophyten gehört der Fußpilz, der die oberen Deck- und Drüsengewebe der Haut befällt. Erkennbar ist der Fußpilz zuerst an geröteter, später an nässender und juckender Haut. Anschließend schält sich die Haut ab – oft in Begleitung unangenehmer Gerüche. Besonders häufig nistet sich der Pilz zwischen den Fußzehen ein.

Hautpilze aus der Gattung Mikrosporum können unter anderem zu kreisrundem Haarausfall führen mit schuppiger Haut und als schwarze Punkte zurückbleibenden Haarstümpfen. Der medizinische Begriff für diese Erkrankung lautet Mikrosporie. Ein Arzt kann die Krankheit feststellen unter Anwendung des grün floureszierendem Wood-Lichtes und bestimmter Pilzkulturen.
 
Trichophytone breiten sich in der Hornhaut sowie den Haarfollikeln und im umgebenden Bindegewege aus und lösen die als Trichophytie bezeichnete Hautkrankheit aus, die in zwei Formen auftreten kann. Als oberflächlicher Befall können die Pilze überall auf der Haut entzündliche, ringförmige Herde bilden. Die tiefe Trichophytie hingegen kommt in erster Linie auf dem Kopf und im Bartbereich vor und führt zu Abszessen und Knoten in der Haut. Nachgewiesen werden kann der Pilz anhand von Hautschuppen, die unbedingt vom Rand der Infektionsherde entnommen werden müssen.

Hefen (Sprosspilze) können nicht nur die Haut, sondern auch Schleimhäute befallen sowie Pilzerkrankungen im ganzen Körper verursachen. Für die menschliche Gesundheit relevante Hefen finden sich in der Gattung Candida, daher werden Erkrankungen durch Hefepilze auch Candidosen genannt. Neben dem Befall der Haut sind der Mundsoor, eine häufige Säuglingserkrankung mit weißen Belägen auf den Schleimhäuten der Wangen, sowie vaginale Infektionen weit verbreitet.

Schimmelpilze können ebenfalls auch Schleimhäute sowie den ganzen Körper infizieren. Zu den Schimmelpilzen, die den Menschen angreifen, zählen zum Beispiel Mucor, Penicillium und Aspergillus. Diese Pilze können sich sowohl von totem, als auch von gesundem Gewebe ernähren. Bei geschwächtem Immunsystem können sie nicht nur zu Hautmykosen, sondern auch zu Lungenentzündungen und Erkrankungen im Genitalbereich führen.

Mehr dazu unter Hautpilz-Symptome.

Wie Hautpilze behandelt werden

Antimykotika – im Gegensatz zu Antibiotika, die gegen Bakterien wirken – werden zur Behandlung von Pilzerkrankungen eingesetzt. Die Medikamente gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen und abgestimmt auf die verschiedenen Erreger.

Mehr dazu auch unter Hautpilz-Hausmittel.


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