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Hautpflege beim Baby

Babyhaut ist weitaus dünner und empfindlicher als die von Erwachsenen. Sie ist durchlässiger und schützt weniger vor Umwelteinflüssen und Schadstoffen. Daher ist sie so besonders empfindlich, wenn sie Viren und Bakterien, Chemikalien, Reibung oder Hitze und Kälte ausgesetzt ist.

Bei Baby arbeiten die Drüsen auf der Haut noch eingeschränkt. Die Hautoberfläche ist dadurch weniger durch Hornzellen, Fette, Schweiß und Wasser – den sogenannten Wasser-Fett-Film – geschützt. Chemische Reizstoffe und Bakterien können dadurch viel leichter eindringen.

Hautreinigung beim Baby

Da die Babyhaut weniger Schweiß und Talg produziert als die Haut Erwachsener, sind – von der Windelregion abgesehen – auch weniger bzw. mildere Reinigungsprodukte notwendig.

Zur Hautreinigung beim Baby sollten verwendet werden:

  • Milde,
  • pH-saure (pH-Wert von 4 bis)
  • Reinigungslotionen
  • ohne Duftstoffe und Tenside
  • dafür aber mit pflegenden Zusatzstoffen

Babyhaut sollte nur vorsichtig abgetrocknet werden, da sie auch durch Reibung schnell geschädigt wird. Nach dem Abtrocknen können Öle die Haut beruhigen und versorgen.

Hautpflege beim Baby

Die Haut von Babys reagiert sehr empfindlich auf Reizstoffe und Allergene. Hautpflegeprodukte mit Duftstoffen und allergenen Inhaltsstoffen sollten daher vermieden werden.

Hautpflegeprodukte sind beim Baby inbesondere in der Windelregion notwendig. Reichhaltige Wasser-in-Öl-Emulsionen oder Cremes mit Panthenol und Zink beruhigen die oft irritierte und teils wunde Haut.

Hat das Baby insgesamt trockene Haut, können auch andere Körperpartien gepflegt werden. Die Wasser-in-Öl-Emulsionen sind dabei grundsätzlich die erste Wahl. Nur bei hohen Temperaturen oder warmer Kleidung sind Öl-in-Wasser-Emulsionen besser geeignet, da diese weniger zu einem Wärmestau auf der Haut beitragen als fettige Hautpflege.

Der pH-Wert der Pflegeprodukte sollte dabei stets zwischen 4 und 6 liegen, also im sauren Bereich.

Medikamente in Cremes und Salben

Babys haben, gemessen an ihrer Körpergröße, viel mehr Haut als Erwachsene. Bei Lokaltherapeutika, also Cremes und Salben zum Auftragen auf kranke Hautstellen, wird daher meist eine höhere Dosis an Wirkstoffen verordnet, als das bei Erwachsenen wäre, die in der Regel  anhand von Körpergröße und Gewicht festgelegt wird.

UV-Schutz beim Baby

Auch wenn man leider immer wieder Eltern sieht, die ihre Kinder ohne Sonnenhut in die Mittagssonne schicken: Babyhaut muss vor UV-Strahlen mehr geschützt werden als jede andere Haut.

Sonnenhut zum Schutz des Kopfes und leichte Bekleidung zum Schutz des restlichen Körpers vor den Sonnenstrahlen ist daher ein Muss.

Sonnenschutz-Cremes sind daher nicht notwendig. Solltet ihr dennoch welche benutzen wollen, dann solche ohne Duft- und Konservierungsstoffe und mit physikalischem (nicht chemischem) Sonnenschutz.
 

 

Mehr Informationen:

Hauttypen
Hautpflege
Risikofaktoren für die Haut
Hautschutz


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